V. axillaris
Die V. axillaris stellt das superficialste Element des gesamten Bündels dar. Anatomisch liegt sie direkt unter der Fascia clavipectoralis (fascia clavipectoralis). Ihr Verlauf beginnt unterhalb des Oberrandes des M. pectoralis minor und zieht schräg von unten nach oben. Der Projektionspunkt dieses Gefäßes befindet sich exakt 2,5 Zentimeter medial der Clavicula-Mitte. Im Raum zwischen der Clavicula und der ersten Rippe setzt sich die V. axillaris als V. subclavia (v. subclavia) fort.
Ein wichtiges klinisches Merkmal des Gefäßes besteht darin, dass seine Faszienscheide sehr fest mit dem Periost der ersten Rippe sowie mit der Faszie des M. subclavius verwachsen ist. Dank dieser Fixierung kahlspitzen (klaffen) die Venenwände permanent und können nicht kollabieren. Einerseits vereinfacht diese starre Fixierung die medizinische Venenpunktion in diesem Abschnitt erheblich. Andererseits besteht bei einer versehentlichen oder traumatischen Verletzung ein extrem hohes Risiko für die Entwicklung einer lebensbedrohlichen Luftembolie. Topographisch befindet sich die V. axillaris in ihrem gesamten Verlauf stets anterior und medial der Arterie und der Nervenstämme.
A. axillaris und ihre Äste
Dieser große arterielle Stamm verläuft deutlich tiefer und lateral der gleichnamigen Vene. Die Topographie der Arterie wird traditionell in strikter Übereinstimmung mit den Dreiecken der vorderen Brustwand betrachtet. Beispielsweise gehen im Bereich des Trigonum clavipectorale zwei bedeutsame Äste vom Hauptstamm ab:
- A. thoracica superior (a. thoracica superior), die sich verzweigt und die Versorgung im ersten und zweiten Interkostalraum gewährleistet.
- A. thoracoacromialis (a. thoracoacromialis), die sich fast unmittelbar nach ihrem Abgang in drei kleinere Äste aufteilt.
Zieht man die Arterie und die Nerven nach dorsal, so lassen sich an der Hinterwand der Axilla (etwa einen Zentimeter oberhalb der Sehne des M. latissimus dorsi) die Abgangsstellen weiterer wichtiger Gefäße visualisieren. Dazu gehören die A. circumflexa humeri anterior et posterior (aa. circumflexae humeri anterior et posterior). Hier entspringt auch der größte Ast — die A. subscapularis (a. subscapularis). Sie zieht nach kaudal und teilt sich rasch in die A. circumflexa scapulae (a. circumflexa scapulae), die in das Foramen trilaterum (foramen trilaterum) verläuft, und die A. thoracodorsalis (a. thoracodorsalis), die in Begleitung des gleichnamigen Nervens zum Angulus inferior scapulae absteigt.
Syntopie der Nerven des Plexus brachialis
Innerhalb des Trigonum subpectorale sind die Nervenstämme in einer streng definierten Weise um die A. axillaris herum angeordnet und bilden eine art Hülle. Diese gegenseitige Lagebeziehung ist bei Operationen von kritischer Bedeutung:
- Anterior der Arterie befindet sich der N. medianus (n. medianus). Er dient als hervorragender innerer Orientierungspunkt: Die Verbindungsstelle seiner medialen und lateralen Radix bildet die Form eines „Y“. Genau in der Zwischenstufe zwischen diesen Wurzeln wird der pulsierende Stamm der A. axillaris sichtbar.
- Medial (nach innen) liegen Nerven, die aus dem Funiculus medialis hervorgehen. Der größte darunter ist der N. ulnaris (n. ulnaris). In seiner Nähe verlaufen die Nn. cutanei brachii et antebrachii mediales.
- Lateral (nach außen) verläuft die Radix lateralis des N. medianus sowie der N. musculocutaneus (n. musculocutaneus). Letzterer zieht direkt zum M. coracobrachialis und durchbohrt dessen Bauch.
- Dorsal der Arterie verbergen sich die dicken Äste des Funiculus posterior — der N. radialis (n. radialis) und der N. axillaris (n. axillaris).
Kurz gefasst: Antworten auf Fragen zum Thema
Welche Lymphknoten befinden sich im Verlauf der V. axillaris?
- Nodi lymphoidei apicales (Nodi lymphoidei apicales) — liegen im Trigonum clavipectorale (trigonum clavipectorale) entlang der V. axillaris (v. axillaris).
Zur Einprägung der Nervensyntopie um die Arterie stellen Sie sich ein Zifferblatt vor: Anterior (auf 12 Uhr) liegt die Y-förmige Gabel des N. medianus, medial (auf 3 Uhr) der N. ulnaris, lateral (auf 9 Uhr) der N. musculocutaneus (zieht in den Muskel) und dorsal (auf 6 Uhr) der N. radialis und N. axillaris des Funiculus posterior.
Fragen aus Vorlesungen und Prüfungen
Welche Struktur des neurovaskulären Bündels liegt am superficialsten?
Das superficialste Element ist die V. axillaris (v. axillaris). Sie liegt direkt unter der Fascia clavipectoralis, stets anterior und medial von den übrigen Strukturen des Bündels.
Warum gilt eine Verletzung der V. axillaris als lebensgefährlich?
Die Faszienscheide dieser Vene ist sehr fest mit dem Periost der ersten Rippe und den anliegenden Faszien verbunden. Aus diesem Grund kollabieren ihre Wände nicht (klaffen), was bei einem Trauma ein kolossales Risiko für die Entstehung einer Luftembolie birgt.
Wie findet ein Chirurg die A. axillaris schnell zwischen der Vielzahl von Nerven?
Ein verlässlicher anatomischer Orientierungspunkt ist der N. medianus. Seine laterale und mediale Radix verschmelzen in Form eines „Y“ streng an der Vorderfläche des arteriellen Stammes.
Was es zum Thema noch zu wiederholen gibt
- Topographie und Grenzen der Dreiecke der vorderen Brustwand.
- Anatomie des Foramen trilaterum und der durch es hindurchtretenden Gefäße.
- Gemeinsamer Verlauf der A. circumflexa humeri posterior und des N. axillaris.
- Detaillierte Zusammensetzung und Verzweigung der Fasciculi des Plexus brachialis.
- Syntopie von Gefäßen und Nerven zum M. latissimus dorsi und M. pectoralis minor.
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