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Anatomie · Schädel

Mundhöhle

Cavitas oris

Die Mundhöhle wird vorne von den Lippen, an den Seiten von den Wangen, oben vom Gaumen und unten von der Zunge und der Bodenmuskulatur begrenzt. Zähne und Kiefer unterteilen diesen Raum in zwei Abschnitte: den Mundvorhof und die eigentliche Mundhöhle, die durch die Zahnzwischenräume miteinander in Verbindung stehen.

HauptorientierungspunktZähne und Kiefer unterteilen die Mundhöhle in den Vorhof und die eigentliche Höhle.
Teile der LippeMan unterscheidet drei Teile: die Hautzone, die Übergangszone (ohne Hornschicht) und die Schleimhaut.
OspeicheldrüseIhr Ausführungsgang mündet an der Wangenschleimhaut exakt auf Höhe des zweiten oberen Molaren.
UnterkieferkanalDient als Leitungsbahn für die Unterkiefergefäße (A. et V. alveolaris inferior) und den gleichnamigen Nerven.
4 Min. LesezeitFür MedizinstudierendeAktualisiert am 19.09.2026
Material vorbereitet von Redaktion von WhiteCoat Pro gemäß den Lehrmaterialien der PlattformGeprüft von Facharzt/Redakteur: Aulov A. A., Arzt für Innere Medizin · 24.09.2026

Grenzen und Abschnitte der Mundhöhle

Topographisch ist die Mundhöhle nach vorne durch die Lippen begrenzt, an den Seiten befinden sich die Wangen, das Dach wird vom Gaumen gebildet, und unten liegt der muskuläre Mundboden samt Zunge. Nach hinten ist dieser Raum offen und geht durch den Isthmus faucium (isthmus faucium) in den Rachen über.

Die Kiefer und die darauf wachsenden Zähne unterteilen die Mundhöhle in zwei funktionelle Zonen:

  1. Mundvorhof (vestibulum oris) — der vorder-äußere Teil. Dies ist ein spaltförmiger, hufeisenförmiger Raum, der außen von Lippen und Wangen bedeckt und innen von Zahnfleisch und Zahnreihen begrenzt wird.
  2. Eigentliche Mundhöhle (cavitas oris propria) — der hinter-innere Teil, der hinter den Zähnen liegt.

Die Kommunikation zwischen dem Vorhof und der eigentlichen Höhle erfolgt über natürliche Spalten — die Zwischenräume zwischen den Zähnen.

Mundvorhof: Lippen und Wangen

Lippen (labia oris) sind Falten, die überwiegend aus quergestreifter Muskulatur bestehen. Sie sind außen von Haut und innen von Schleimhaut bedeckt. Im Aufbau der Lippe unterscheidet man drei Zonen: die Hautzone, die Übergangszone (in der die Haut keine Hornschicht besitzt) und die Schleimhaut.

Die Oberlippe (labium superius) ist von der Wange durch den Nasolabialsulcus getrennt, und auf ihrer Hautoberfläche verläuft in der Mittellinie das Philtrum (philtrum), das in einem Tuberkel endet. Die Unterlippe (labium inferius) wird unten durch die horizontale Mentolabialfurche begrenzt. In den Mundwinkeln gehen die Lippen ineinander über und bilden die Mundwinkelkommissuren (commissurae labiorum). Beim Übergang auf das Zahnfleisch bildet die Schleimhaut Falten — das Frenulum der oberen und unteren Lippe (frenulum labii superioris et inferioris). Die motorische Innervation erfolgt durch den N. facialis, die Sensibilität durch Äste des N. infraorbitalis und N. mentalis.

Wangen (buccae) haben ebenfalls Haut- und Schleimhautabdeckungen. In ihrer Tiefe liegt der Wangenmuskel (m. buccinator), und zwischen diesem und dem Kaumuskel ist der Fettkörper der Wange (corpus adiposum buccae) verborgen. Die Schleimhaut der Wangen geht allmählich in das Zahnfleisch (gingivae) über.

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Schleimhaut und Drüsen

Die Mundschleimhaut (tunica mucosa oris) bildet verschiedene Falten, Frenula und Erhebungen. Die Submukosa der Lippen ist reich an kleinen Lippendrüsen (glandulae labiales). In den Wangen befinden sich zudem eigene Drüsen: die Wangendrüsen (glandulae buccales), deren Körper zwischen den Bündeln des Wangenmuskels liegen, und die Molarendrüsen (glandulae molares), die sich im Bereich des letzten großen Backenzahns befinden.

Besondere Aufmerksamkeit verdienen die Ausführungsgänge der Speicheldrüsen:

  • Der Gang der Ohrspeicheldrüse (ductus parotideus) durchbohrt die Wange und mündet auf Höhe des zweiten oberen Molaren.
  • Am Mundboden befindet sich die Caruncula sublingualis (caruncula sublingualis), wo die Ausführungsgänge der Unterkiefer- und Unterzungenspeicheldrüse münden.
  • Von der Karunkel geht die Plica sublingualis (plica sublingualis) aus.

Öffnungen und Kanäle knöcherner Strukturen

Zur Gewährleistung der Blutversorgung und Innervation der Mundhöhle existiert in Kiefern und Gaumen ein System aus Öffnungen und Kanälen:

  • Aus der Nasenhöhle tritt der N. nasopalatinus (n. nasopalatinus) durch die Canales/Foramina incisiva (canales/foramina incisiva) auf den harten Gaumen aus.
  • Im Canalis palatinus major (canalis palatinus major) verlaufen die A. palatina descendens und der N. palatinus major. Sie treten durch das Foramen palatinum majus (foramen palatinum majus) in die Mundhöhle aus.
  • Ebenso treten die kleinen gaumenartigen Gefäße und Nerven durch die Foramina palatina minora (foramina palatina minora) aus.
  • In der Tiefe des Unterkiefers verläuft der Canalis mandibulae (canalis mandibulae), in den durch das Foramen mandibulae (foramen mandibulae) die Unterkiefergefäße und der Nerv eintreten.
  • Auf der Gesichtsoberfläche des Unterkiefers öffnet sich das Foramen mentale (foramen mentale), aus dem die A., V. et N. mentales (a., vv., n. mentales) austreten.
  • An der Innenseite des Unterkiefers ist der Sulcus mylohyoideus (sulcus mylohyoideus) zu erkennen, in dem die gleichnamige Arterie und ein Nervenast verlaufen.
Wie man es sich merkt

Die motorische Innervation der mimischen Lippen- und Wangenmuskulatur lässt sich leicht über einen Nerven merken: Hier steuert gänzlich der N. facialis (N. facialis).

Fragen aus Vorlesungen und Prüfungen

Was trennt den Mundvorhof und die eigentliche Mundhöhle?

Eine natürliche Grenze bilden die Kiefer mit den Zahnreihen. Die Kommunikation zwischen den Abschnitten erfolgt ausschließlich über die Zahnzwischenräume.

Wo mündet der Ausführungsgang der Ohrspeicheldrüse?

Er mündet im Mundvorhof an der Wangenschleimhaut; als Orientierungspunkt dient die Höhe des zweiten oberen Molaren.

Was tritt aus dem Foramen palatinum majus aus?

Aus dem Foramen palatinum majus treten die großen Gaumengefäße (Arterie und Vene) und der gleichnamige Nerv aus.

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Was es zum Thema noch zu wiederholen gibt

  • Blutversorgung und Innervation von Lippen und Wangen
  • Anatomie des harten und weichen Gaumens
  • Topographie des Wangenfettkörpers
  • Besonderheiten des Baus der Mundbodenschleimhaut
  • Kanäle und Öffnungen des Ober- und Unterkiefers

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Das Material wurde von Dozenten von WhiteCoat Pro nach dem Lehrplan medizinischer Hochschulen erstellt. Es hat Bildungscharakter.