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Anatomie · Schädel

Stirnbeine

Os frontale

Stirnbein (Os frontale) ist ein unpaares, lufthaltiges Schädelknochen, das den vorderen Teil des Schädeldachs und die obere Wand der Augenhöhlen bildet. Es besteht aus der vertikalen Schuppe, den horizontalen Orbitalteilen und dem dazwischen liegenden Nasenteil.

KnochentypPneumatisiertes Knochen (enthält Sinus frontalis)
AbschnitteSchuppe, paariger Orbitalteil und unpaarer Nasenteil
Rolle im SchädelBildet die obere Wand der Orbita
LeitpunktGlabella über der Nasenwurzel
4 Min. LesezeitFür MedizinstudierendeAktualisiert am 24.09.2026
Material vorbereitet von Redaktion von WhiteCoat Pro gemäß den Lehrmaterialien der PlattformGeprüft von Facharzt/Redakteur: Aulov A. A., Arzt für Innere Medizin · 24.09.2026

Stirnschuppe

Die Stirnschuppe (Squama frontalis) ist der unpaare und größte Teil des Knochens.

Äußere Fläche (Facies externa) geht seitlich allmählich in die Schläfenfläche (Facies temporalis) über, und ihre hintere Grenze bildet der Scheitelrand (Margo parietalis). Unten wird die Fläche durch den Supraorbitalrand (Margo supraorbitalis) begrenzt, der lateral in den Jochbeinfortsatz (Processus zygomaticus) übergeht.

Die mediale Hälfte des Supraorbitalrandes weist individuelle strukturelle Besonderheiten auf:

  • Hier befindet sich die Incisura supraorbitalis oder das Foramen supraorbitale (Incisura / Foramen supraorbitale), die bzw. das für den Durchtritt der gleichnamigen Gefäße und des Nerven erforderlich ist.
  • Näher zur Mitte (zur Glabella) findet sich häufig eine Incisura frontalis oder ein Foramen frontale (Incisura / Foramen frontale).

Über dem Augenhöhlenrand ragen die Arcus superciliares (Arcus superciliares) hervor, deren Ausprägung variieren kann, und oberhalb dieser heben sich die Eminentiae frontales (Eminentiae frontales) ab. Genau in der Medianlinie, direkt über der Nasenwurzel, liegt ein glattes Areal — die Glabella (Glabella).

Die innere Fläche (Facies interna) ist dem Gehirn zugewandt. Von ihrem oberen Rand zieht in der Medianlinie der Sulcus sinus sagittalis superioris (Sulcus sinus sagittalis superioris) nach unten. Nach unten hin verjüngt er sich und geht in die Crista frontalis (Crista frontalis) über, die als Ansatzstelle für die Falx cerebri dient. Seitlich der Basis der Crista ist das Foramen caecum (Foramen caecum) erkennbar, das in der Regel mit der Nasenhöhle in Verbindung steht und kleine Venen durchlassen kann.

Nasaler und orbitaler Teil

Pars nasalis (Pars nasalis) ist die kleinste Struktur des Stirnbeins. Sie ist unpaarig, liegt unterhalb der Schuppe und ist zwischen den beiden Orbitalteilen eingeklemmt. In der Mittellinie geht von ihr nach unten die Stachelspitze (Spina nasalis) aus, die als Stütze für die Nasenscheidewand dient. Außen wird dieser Teil durch den Nasenrand (Margo nasalis) begrenzt, der mit den Nasenbeinen und den Stirnfortsätzen der Oberkiefer artikuliert.

Der orbitale Teil (Pars orbitalis) ist paarig. Dank seiner Facies orbitalis (Facies orbitalis) bildet er die obere Wand der Augenhöhle. Auf dieser Fläche befinden sich zwei wichtige Vertiefungen:

  1. An der lateralen Seite, nahe dem Processus zygomaticus: die Fossa glandulae lacrimalis (Fossa glandulae lacrimalis).
  2. An der medialen Seite: die Fovea trochlearis (Fovea trochlearis), an der die Trochlea des Musculus obliquus superior bulbi fixiert ist.

Nach dorsal enden die orbitalen Teile mit einem spitz zulaufenden Rand — dem Margo sphenoidalis (Margo sphenoidalis). Zwischen dem rechten und linken orbitalen Teil verbleibt ein freier Raum — die Incisura ethmoidalis (Incisura ethmoidalis), die für die Verbindung mit der Lamina cribrosa bestimmt ist.

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Stirnhöhle

Da das Stirnbein ein lufthaltiger Knochen ist, befindet sich in der Dicke seiner Schuppe (gewöhnlich direkt über dem Margo supraorbitalis) der Sinus frontalis (Sinus frontalis).

Die Höhle ist durch ein Septum (Septum sinuum frontalium) in zwei Hälften unterteilt. Die Form der Höhlen und die Lage des Septums sind sehr individuell. Die Höhle ist nicht isoliert: Sie kommuniziert über eine spezielle Apertur (Apertura sinus frontalis) mit der Nasenhöhle.

Kurz gefasst: Antworten auf Fragen zum Thema

Was zieht durch das Foramen caecum des Stirnbeins?

Durch das Foramen caecum des Stirnbeins besteht normalerweise eine Verbindung zur Nasenhöhle, und es können kleine Venen hindurchtreten. Zudem dient das Foramen caecum an der inneren Schädelbasis als Verbindung der vorderen Schädelgrube mit der Nasenhöhle, und sein Inhalt ist eine Emissärveine.

In welchen Nasengang mündet die Apertura sinus frontalis?

Die Apertura sinus frontalis gewährleistet die Verbindung der Stirnhöhle mit der Nasenhöhle. An der lateralen Nasenwand kommuniziert der Meatus nasi medius seinerseits mit den vorderen und mittleren Siebbeinzellen sowie mit der Stirn- und Kieferhöhle.

Mit welchen Schädelknochen artikuliert das Stirnbein?

Der Margo nasalis des Stirnbeins artikuliert mit den Nasenbeinen und den Processus frontales der Oberkiefer.

Welche Gefäße und Nerven verlaufen konkret durch die Incisura supraorbitalis?

Durch die Incisura supraorbitalis oder das Foramen supraorbitale verlaufen der Nervus frontalis, die Vasa supraorbitalia sowie Gefäße und Nerven zur Stirnhaut, zu den Muskeln und zur Knochenhaut.

Wie man es sich merkt

Beim Stirnbein gilt „S-N-O“ – Schuppe, Nasaler und Orbitale Teile.

Fragen aus Vorlesungen und Prüfungen

Was befindet sich am Margo supraorbitalis des Stirnbeins?

Auf der medialen Hälfte des Randes befinden sich die Incisura supraorbitalis oder das Foramen supraorbitale sowie die Incisura frontalis oder das Foramen frontale. Sie dienen dem Durchtritt entsprechender Gefäße und Nerven.

Welche Struktur an der Innenfläche der Squama dient als Ansatz für die Falx cerebri?

Die Falx cerebri setzt an der Crista frontalis an, welche die Fortsetzung des Sulcus sinus sagittalis superioris ist.

Wo befindet sich die Fossa glandulae lacrimalis?

Sie befindet sich auf der Facies orbitalis an der lateralen Seite, nahe dem Processus zygomaticus des Stirnbeins.

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Was es zum Thema noch zu wiederholen gibt

  • Varianten der Struktur von Öffnungen und Einschnitten des Margo supraorbitalis
  • Die Verbindung des Foramen caecum mit dem Venensystem der Nasenhöhle
  • Individuelle anatomische Variabilität der Stirnhöhlen und ihrer Scheidewand
  • Topographie der Verbindungen der Incisura ethmoidalis mit dem Siebbein

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Das Material wurde von Dozenten von WhiteCoat Pro nach dem Lehrplan medizinischer Hochschulen erstellt. Es hat Bildungscharakter.