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Anatomie · Anatomische Strukturen

Musculus adductor longus

m. adductor longus

M. adductor longus (Langer Adduktor) (m. adductor longus) ist ein Muskel der medialen Oberschenkelgruppe, der die Adduktion des Oberschenkel ausführt. Er bildet die mediale Begrenzung des Schenkeldreiecks (Trigonum femorale) und die Hinterwand des oberen Abschnitts des Adduktorenkanals.

GruppeMediale Oberschenkelmuskelgruppe
FunktionAdduktion, Flexion und Laterarotation des Oberschenkels
KlinikHypertrophie und relative Erhaltung in Spätstadien der 5q-SMA
2 Min. LesezeitFür MedizinstudierendeAktualisiert am 24.09.2026
Material vorbereitet von Redaktion von WhiteCoat Pro gemäß den Lehrmaterialien der PlattformGeprüft von Facharzt/Redakteur: Aulov A. A., Arzt für Innere Medizin · 24.09.2026

Lage und Aufbau

Der Muskel entspringt am Schambein چاہتا (Tuberculum pubicum bzw. Ramus superior ossis pubis) nahe der Schambeinfuge. Er setzt am mittleren Drittel der Mediallippe der Linea aspera des Oberschenkelknochens (linea aspera) an.

Im topographischen Querschnitt des oberen Oberschenkeldrittels ist er in der medialen Muskelgruppe zusammen mit dem M. adductor magnus (m. adductor magnus) und dem M. gracilis (m. gracilis) dargestellt.

Funktion

Die Hauptwirkung des Muskels ist die Adduktion des Oberschenkels. Darüber hinaus ist er an der Flexion des Oberschenkels sowie an seiner Laterarotation (Außenrotation) beteiligt.

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Blutversorgung und Innervation

  • Blutversorgung: erfolgt durch Äste der A. obturatoria (a. obturatoria) und der A. profunda femoris (a. profunda femoris). Am proximalen Rand des M. adductor longus geht aus der A. profunda femoris die Arteria perforans secunda (II) hervor. Die Adventitia der perforierenden Arterien ist mit den Rändern der Adduktorensehnen verwachsen. Bei Verletzungen kollabiert das Lumen solcher Gefäße nicht (klafft), was zu einer langanhaltenden und schwer stillbaren Blutung führt.
  • Innervation: erfolgt durch den Ramus anterior des N. obturatorius (n. obturatorius), Segmente L2–L3.

Topographie und Nachbarstrukturen

  • Schenkeldreieck (Trigonum femorale): m. adductor longus bildet seine mediale Begrenzung. Die laterale Begrenzung bildet der M. sartorius (m. sartorius), und die Basis das Ligamentum inguinale (lig. inguinale). Innerhalb dieses Dreiecks liegt die A. femoralis (a. femoralis) auf dem M. adductor longus und dem M. pectineus.
  • Adduktorenkanal (canalis adductorius, Hunter-Kanal): Der Muskel bildet die Hinterwand des Kanals in dessen oberem Abschnitt; weiter unten übernimmt diese Funktion der M. adductor magnus. Die laterale Wand des Kanals ist der M. vastus medialis, und das Dach die Lamina vastoadductoria (lamina vastoadductoria).

Klinische Bedeutung

  • Diagnostik der 5q-SMA: Bei der Differenzialdiagnose der proximalen spinalen Muskelatrophie 5q bei Patienten ohne genetischen Nachweis lässt sich ein spezifisches Muster nachweisen. In den Spätstadien der Erkrankung werden eine Hypertrophie und relative Erhaltung des M. adductor longus vor dem Hintergrund eines fettigen Muskelgewebeersatzes beobachtet.
  • Elektromyographie (EMG): m. adductor longus wird als einer der Zielmuskeln bei der Nadel-EMG neben dem M. iliopsoas, dem M. quadriceps femoris und den paraspinalen Muskeln verwendet. Die Untersuchung ermöglicht es, das Läsionsniveau zu bestimmen — proximal oder distal des Ligamentum inguinale — und eine hohe lumbale Plexopathie oder Radikulopathie auszuschließen. Ein Vergleich mit der gesunden Seite sollte durchgeführt werden.

Fragen aus Vorlesungen und Prüfungen

Welche Wände des Schenkeldreiecks und des Adduktorenkanals bildet dieser Muskel?

Er bildet die mediale Begrenzung des Schenkeldreiecks und die Hinterwand des oberen Abschnitts des Adduktorenkanals (Hunter-Kanal).

Durch welchen Nerven wird der M. adductor longus innerviert?

Die Innervation erfolgt durch den Ramus anterior des N. obturatorius (n. obturatorius), Segmente L2–L3.

Worin liegt die Besonderheit des Muskels bei spinaler Muskelatrophie 5q?

Bei dieser Erkrankung wird in den Spätstadien ein spezifisches diagnostisches Muster beobachtet: Hypertrophie und relative Erhaltung des M. adductor longus vor dem Hintergrund eines fettigen Ersatzes des Muskelgewebes.

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Was es zum Thema noch zu wiederholen gibt

  • Femurdreieck
  • Adduktorenkanal (Hunter-Kanal)
  • Nervus obturatorius (n. obturatorius)
  • Tiefe Oberschenkelarterie (A. profunda femoris)

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Das Material wurde von Dozenten von WhiteCoat Pro nach dem Lehrplan medizinischer Hochschulen erstellt. Es hat Bildungscharakter.