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Anatomie · Anatomische Strukturen

Leistenband

lig. inguinale

Leistenband (Lig. inguinale) wird durch den umgeschlagenen Unterrand der Aponeurose des M. obliquus externus abdominis gebildet. Darunter verlaufen die A. und V. iliaca externa sowie der N. femoralis.

Länge12–16 cm
AnsatzVon der Spina iliaca anterior superior zum Tuberculum pubicum
UrsprungUnterrand der Aponeurose des M. obliquus externus abdominis
2 Min. LesezeitFür MedizinstudierendeAktualisiert am 24.09.2026
Material vorbereitet von Redaktion von WhiteCoat Pro gemäß den Lehrmaterialien der PlattformGeprüft von Facharzt/Redakteur: Aulov A. A., Arzt für Innere Medizin · 24.09.2026

Lage und Aufbau

Das Leistenband ist zwischen der vorderen oberen Darmbeinstache (Spina iliaca anterior superior) und dem Schambeinhöcker (Tuberculum pubicum) gespannt. Seine Länge beträgt 12 bis 16 cm.

Anatomisch stellt es den verdickten und umgeschlagenen Unterrand der breiten flachen Sehne (Aponeurose) des M. obliquus externus abdominis (M. obliquus externus abdominis) dar.

Im medialen Teil, am Tuberculum pubicum, geht das Band in das Lig. lacunare (Lig. lacunare) über. Vom lateralen Drittel des Leistenbandes entspringt der M. transversus abdominis (M. transversus abdominis).

Beteiligung an der Kanalbildung

Das Band ist eine Struktur, die an der Bildung der Kanäle der Leistenregion beteiligt ist:

  • Leistenkanal (Canalis inguinalis): Das Leistenband bildet dessen Boden (untere Wand). Der schlitzförmige Kanal selbst verläuft 1,0–1,5 cm weiter kranial und parallel zum Band. Über dem medialen Teil des Bandes liegt der Anulus inguinalis superficialis, gebildet durch das Auseinanderweichen der Aponeurosenfasern in ein crus laterale (setzt am Tuberculum pubicum an) und crus mediale (setzt an der Symphyse an).
  • Femoraliskanal / Schenkelkanal (Canalis femoralis): Das Band bildet die vordere Begrenzung des Anulus femoralis. Zwischen dem Leistenband und dem Cornu superius der Fossa ovalis spannt sich das Blatt der Fascia lata auf, das die vordere Wand des Schenkelkanals bildet.
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Was verläuft unter dem Leistenband?

  • A. und V. iliaca externa (A. et V. iliacae externae) gehen nach dem Passieren des Leistenbandes in die A. und V. femoralis über. Die V. femoralis liegt in der Lacuna vasorum medial der Arterie.
  • N. femoralis (N. femoralis) tritt lateral der Gefäße in den Oberschenkel ein.
  • Lymphsystem: Unmittelbar unter dem Leistenband, im medialsten Abschnitt der Lacuna vasorum medial der V. femoralis, befindet sich der größte tiefe inguinale Lymphknoten – der Rosenmüller-Lymphknoten (Lymphonodus inguinalis profundus proximalis).

Zusätzlich: Im Bereich des Leistenbandes münden einige oberflächliche Venen in die V. femoralis oder V. saphena magna, darunter Vv. epigastricae superficiales, Vv. pudendae externae und Vv. circumflexae ilium superficiales.

Klinische Bedeutung

  • Hernienchirurgie (nach Bassini): Bei der operativen Behandlung von Schenkelhernien wird das Leistenband nach oben gezogen und die V. femoralis nach außen verlagert. Danach wird das Leistenband durch tiefe Nähte mit dem Lig. pectineum (Cooper-Band) vernadelt.
  • Eitrige Chirurgie: Bei der Ausbreitung von Eiterungen aus der vorderen „Schwachstelle“ des Oberschenkels entlang des M. iliopsoas nimmt die Schwellung die Form einer „Sanduhr“ an. Die Einschnürung wird durch das straffe Leistenband gebildet.
  • Topische Diagnostik in der Neurologie: Bei einer Querschnittläsion des Rückenmarks auf Höhe L1 verläuft die obere Grenze des Sensibilitätsausfalls entlang der Leistenfalte (Ligamentum inguinale) und der Oberschenkelvorderseite.

Fragen aus Vorlesungen und Prüfungen

Welche Wand des Leistenkanals bildet das Leistenband?

Es bildet den Boden (die untere Wand) des Leistenkanals.

Die Fortsetzung welcher Struktur ist das Leistenband?

Es ist der verdickte und umgeschlagene Unterrand der Aponeurose des M. obliquus externus abdominis.

Wie benennen sich die Iliakalgefäße nach dem Passieren des Bandes um?

Die A. und V. iliaca externa gehen nach dem Durchtritt unter dem Leistenband in die A. und V. femoralis über.

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Was es zum Thema noch zu wiederholen gibt

  • Leistenkanal (Canalis inguinalis)
  • Schenkelkanal (Canalis femoralis)
  • M. obliquus externus abdominis
  • Lacuna vasorum und Lacuna musculorum

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Das Material wurde von Dozenten von WhiteCoat Pro nach dem Lehrplan medizinischer Hochschulen erstellt. Es hat Bildungscharakter.