M. tensor fasciae latae
Dieser Muskel spielt eine wichtige Rolle bei der Stabilisierung der unteren Extremität und der Spannung der Fasziestrukturen.
- Ursprung: entspringt an der Spina iliaca anterior superior.
- Ansatz: Die Muskelfasern strahlen in den Tractus iliotibialis (Tractus iliotibialis) ein, der anschließend am Condylus lateralis tibiae fixiert wird.
- Funktionelle Bedeutung: Sorgt für die Anspannung der Fascia lata, stabilisiert das Kniegelenk zuverlässig und ist aktiv an der Flexion und Abduktion des Oberschenkel beteiligt.
- Innervation: Erfolgt durch den N. gluteus superior (N. gluteus superior, Segmente L₄–S₁).
- Blutversorgung: Die Versorgung wird durch die A. glutea superior (A. glutea superior) und die A. circumflexa femoris lateralis (A. circumflexa femoris lateralis) gewährleistet.
M. vastus lateralis
Er ist eine der massivsten Muskelstrukturen seiner Gruppe und verantwortlich für eine kraftvolle Streckung im Kniegelenk.
- Ursprung: Startet am Trochanter major und der Labium laterale lineae asperae des Femurs.
- Ansatz: Geht in die gemeinsame Sehne über und beteiligt sich an der Bildung des Retinaculum patellae laterale.
- Funktionelle Bedeutung: Dient als Hauptstrecker des Unterschenkels und führt zudem eine laterale Stabilisierung der Patella durch, um deren Verschiebung zu verhindern.
- Nerven und Gefäße: Erhält motorische Äste vom N. femoralis (N. femoralis). Die Blutversorgung erfolgt über die A. circumflexa femoris lateralis (A. circumflexa femoris lateralis) und die A. profunda femoris (A. profunda femoris).
M. adductor magnus
Dies ist ein kräftiger Adduktionsapparat, der aufgrund seiner Sehnenstrukturen auch von großer topographischer und klinischer Bedeutung ist.
- Ursprung: Entspricht dem R. inferior ossis pubis und dem R. ossis ischii und reicht bis zum T tuber ischiadicum (Tuber ischiadicum).
- Ansatzstelle: Sie erstreckt sich entlang der gesamten medialen Lippe der Rauhlinie (medial linea aspera) und bis zum Adduktoren-Höcker (adductor tubercle). Die Sehne zieht über den medialen Epikondylus hinweg und bildet einen Sehnenbogen — den Hiatus adductorius.
- Funktionelle Bedeutung: Hauptfunktion ist eine kraftvolle Adduktion des Oberschenkels. Die dorsomedialen Anteile strecken den Oberschenkel teilweise. Der Muskel ist zudem an Rotationsbewegungen beteiligt.
- Innervation: Zeichnet sich durch eine doppelte Innervation aus. Der größte Teil der Muskelmasse erhält Äste vom N. obturatorius (N. obturatorius), während die zum Tuberculum adductorium verlaufenden dorsalen Anteile vom tibialen Anteil des N. ischiadicus (N. ischiadicus) innerviert werden.
- Blutversorgung: Die Hauptquelle bilden die Aa. perforantes (Aa. perforantes), zusätzlich beteiligt sich die A. obturatoria (A. obturatoria).
- Klinische Bedeutung: Der Hiatus adductorius dient als wichtiger topographischer Orientierungspunkt. Genau hier treten A. und V. femoralis (A./V. femoralis) aus dem Adduktorenkanal aus, gelangen in die Fossa poplitea und setzen sich als A. und V. poplitea (A./V. poplitea) fort.
Kurz gefasst: Antworten auf Fragen zum Thema
Welche Muskeln bilden den M. quadriceps femoris?
Der M. quadriceps femoris (M. quadriceps femoris) besteht aus vier Köpfen, die eine gemeinsame Sehne bilden.
- M. rectus femoris (M. rectus femoris) — Ursprung an der Spina iliaca anterior inferior.
- M. vastus lateralis (M. vastus lateralis).
- Medialer Oberschenkelmuskel (m. vastus medialis).
- Mittlerer Oberschenkelmuskel (m. vastus intermedius).
Alle vier Köpfe vereinigen sich zu einer gemeinsamen Sehne, die die Patella umschließt und in das Ligamentum patellae übergeht.
Welche Äste gibt die A. profunda femoris ab?
Die Tiefe Oberschenkelarterie (a. profunda femoris) gibt drei Hauptgruppen von Ästen ab, die die Blutversorgung sicherstellen:
- Mediale Oberschenkelringarterie (a. circumflexa femoris medialis) — verläuft medial und nach dorsal um den Oberschenkelhals.
- Laterale Oberschenkelringarterie (a. circumflexa femoris lateralis) — verläuft lateral unter dem M. rectus femoris.
- Perforierende Arterien (aa. perforantes, 3 Stück) — durchbohren die Sehnen der Adduktoren direkt am Knochen.
Welche Muskeln strahlen in den Tractus iliotibialis ein?
In die Bildung des Tractus iliotibialis (tractus iliotibialis) und seinen proximalen Ursprung strahlen Fasern folgender Muskeln ein:
- Spanner der Oberschenkelbinde (m. tensor fasciae latae).
- Großer Gesäßmuskel (m. gluteus maximus).
Diese Strukturen sind an der Stabilisierung des Kniegelenks in der Sagittalebene beteiligt.
Um sich die doppelte Innervation des M. adductor magnus zu merken, hilft: Er ist so „groß“, dass ihm ein Nerv nicht reicht — vorn arbeitet der N. obturatorius (wie bei allen Adduktoren) und hinten hilft der N. ischiadicus (wie bei den Muskeln der hinteren Gruppe).
Fragen aus Vorlesungen und Prüfungen
Wo endet der Canalis adductorius und wo beginnt die Fossa poplitea?
Die Grenze bildet der Sehnentog des M. adductor magnus — der Hiatus adductorius. Durch diesen ziehen die Oberschenkelgefäße und benennen sich in die Kniekeilgefäße um.
Welcher Muskel bildet das retinaculum patellae laterale?
Diese Struktur wird durch die Sehne des M. vastus lateralis gebildet.
Wo entspringt der M. tensor fasciae latae?
Der Muskel entspringt an der Spina iliaca anterior superior.
Was es zum Thema noch zu wiederholen gibt
- Topographie des Canalis adductorius und der Fossa poplitea
- Bildung des Tractus iliotibialis
- Vollständige Anatomie des Musculus quadriceps femoris
- Besonderheiten der Blutversorgung durch die aa. perforantes
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