Ösophagus
6 FragenEine 45-jährige Patientin berichtet seit sechs Monaten über retrosternales Brennen und saures Aufstoßen, besonders nachts und nach fettreichen Mahlzeiten. Eine Gastroskopie vor vier Wochen zeigte eine Refluxösophagitis Los-Angeles-Grad B. Sie hat bereits zwei Wochen lang Ranitidin-ähnliche H2-Blocker ohne ausreichende Besserung eingenommen. Welche therapeutische Maßnahme ist jetzt am sinnvollsten?
- AEinmalige Gabe von Sucralfat vor jeder Mahlzeit
- BEinleitung einer Dauertherapie mit einem Protonenpumpenhemmer in Standarddosis für 4–8 Wochen
- CSofortige laparoskopische Fundoplicatio nach Nissen
- DFortführung der H2-Blocker-Therapie in doppelter Dosierung für weitere 4 Wochen
- EGabe eines Prokinetikums wie Metoclopramid als alleinige Therapie
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Bei endoskopisch gesicherter Refluxösophagitis sind Protonenpumpeninhibitoren (PPI) die Therapie der ersten Wahl, da sie die Säuresekretion über eine irreversible Hemmung der H+/K+-ATPase der Parietalzellen stärker und nachhaltiger senken als H2-Blocker. Die Standarddosis wird über 4–8 Wochen gegeben, um die Mukosaheilung zu ermöglichen, mit anschließender Reevaluation. Eine Operation ist erst bei Therapieversagen, Komplikationen oder Patientenwunsch nach Langzeittherapie indiziert. H2-Blocker gelten als Reservemittel bei leichten Beschwerden oder PPI-Unverträglichkeit.
- A. Sucralfat ist bei gesicherter Refluxösophagitis keine leitliniengerechte Standardtherapie.
- C. Eine Operation ist bei einer Erstmanifestation ohne vorherigen PPI-Versuch nicht die Therapie der Wahl.
- D. H2-Blocker sind bei nachgewiesener Ösophagitis dem PPI unterlegen und keine adäquate Eskalation.
- E. Prokinetika sind nur additiv bei Motilitätsstörungen sinnvoll, nicht als alleinige Therapie der Refluxösophagitis.
Bei einem 60-jährigen Mann mit langjähriger Refluxkrankheit wird endoskopisch eine 3 cm lange zirkuläre Verfärbung der distalen Ösophagusschleimhaut mit lachsfarbenem Aspekt festgestellt. Die Biopsie zeigt eine intestinale Metaplasie ohne Nachweis von Dysplasie. Welches ist der nächste Schritt im weiteren Vorgehen?
- AÖsophagektomie zur definitiven Sanierung
- BSofortige endoskopische Mukosaresektion des gesamten Barrett-Segments
- CKontrollendoskopie mit Biopsien in 3–5 Jahren
- DJährliche Kontrollendoskopie lebenslang unabhängig vom Dysplasiegrad
- ERadiofrequenzablation der gesamten Barrett-Schleimhaut noch in dieser Sitzung
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Ein Barrett-Ösophagus ohne Dysplasie-Nachweis wird gemäß aktueller Leitlinien in Intervallen von 3–5 Jahren endoskopisch-bioptisch überwacht, da das jährliche Progressionsrisiko zum Adenokarzinom gering ist. Bei Nachweis einer niedriggradigen Dysplasie verkürzt sich das Intervall auf 6–12 Monate, bei hochgradiger Dysplasie oder Frühkarzinom ist eine endoskopische Resektion beziehungsweise Ablation indiziert. Eine invasive Therapie ohne Dysplasienachweis wäre übertherapiert und nicht durch die Datenlage gestützt.
- A. Eine Ösophagektomie ist eine Übertherapie und erst bei invasivem Karzinom indiziert.
- B. Eine Resektion ist ohne Dysplasienachweis nicht indiziert und übertherapiert den Befund.
- D. Jährliche Kontrollen sind nur bei höhergradiger Dysplasie vorgesehen, nicht bei fehlender Dysplasie.
- E. Eine Ablation ist erst bei höhergradiger Dysplasie oder intraepithelialer Neoplasie Standard.
Eine 38-jährige Frau berichtet seit einem Jahr über zunehmende Schluckbeschwerden für feste und flüssige Nahrung sowie Regurgitation unverdauter Speisereste, besonders nachts. Sie hat 6 kg Gewicht verloren. Ein Breischluck mit wasserlöslichem Kontrastmittel zeigt eine spindelförmige Erweiterung des Ösophagus mit einer scharfen, spitz zulaufenden Verengung am gastroösophagealen Übergang. Welcher manometrische Befund ist bei dieser Erkrankung typisch?
- AFehlende schluckreflektorische Erschlaffung des unteren Ösophagussphinkters bei gleichzeitig aufgehobener oder gestörter Peristaltik des tubulären Ösophagus
- BHypomotilität des distalen Ösophagus mit vollständig normaler unterer Sphinkterrelaxation
- CVerminderter Ruhedruck des unteren Ösophagussphinkters mit vermehrten transienten Relaxationen
- DIsolierte Hypermotilität mit simultanen, hochamplitudigen Kontraktionen bei normaler Sphinkterrelaxation
- ENormale Peristaltik mit isoliert erhöhtem Druck des oberen Ösophagussphinkters
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Das charakteristische manometrische Kriterium der Achalasie ist die fehlende oder unvollständige Erschlaffung des unteren Ösophagussphinkters beim Schlucken in Kombination mit einer aperistaltischen oder stark gestörten Motilität des tubulären Ösophagus. Dies entsteht durch den Verlust inhibitorischer Neurone im Plexus myentericus, wodurch der Sphinkter tonisch kontrahiert bleibt. Im Breischluck zeigt sich passend dazu das klassische 'Vogelschnabel-Phänomen' mit spindelförmig dilatiertem Ösophagus und spitzer distaler Stenose. Die hochauflösende Manometrie erlaubt zudem die Unterteilung in drei Achalasie-Subtypen nach Chicago-Klassifikation.
- B. Bei der Achalasie ist die Sphinkterrelaxation definitionsgemäß gestört, nicht normal.
- C. Dies beschreibt eher die pathophysiologischen Verhältnisse bei der Refluxkrankheit, nicht bei der Achalasie.
- D. Dieses Muster entspricht eher dem diffusen Ösophagusspasmus, nicht der Achalasie.
- E. Der obere Sphinkter ist bei der Achalasie nicht das führende pathologische Korrelat.
Ein 54-jähriger Patient mit bekannter Leberzirrhose wird mit massivem Hämatemesis in die Notaufnahme gebracht. Blutdruck 85/55 mmHg, Herzfrequenz 128/min, Hämoglobin 6,8 g/dl. Nach Anlage zweier großlumiger venöser Zugänge und Beginn der Volumensubstitution wird eine endoskopische Diagnostik vorbereitet. Welche medikamentöse Maßnahme sollte zusätzlich umgehend eingeleitet werden?
- AIntravenöse Gabe von Desmopressin zur Steigerung der Thrombozytenaggregation
- BSubkutane Gabe von niedermolekularem Heparin zur Verbesserung der Mikrozirkulation
- CIntravenöse Gabe von hochdosiertem Furosemid zur Reduktion des Pfortaderdrucks
- DOrale Gabe von Propranolol zur sofortigen Blutdrucksenkung
- EIntravenöse Gabe von Terlipressin zur Senkung des portalvenösen Drucks
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Terlipressin ist ein Vasopressin-Analogon, das über eine Vasokonstriktion der splanchnischen Arteriolen den portalvenösen Blutfluss und damit den Druck in den Ösophagusvarizen senkt. Es sollte bei Verdacht auf Varizenblutung bereits vor der endoskopischen Diagnosesicherung verabreicht werden, da es die Blutungsintensität reduziert und die Mortalität senkt. Zusätzlich wird eine Antibiotikaprophylaxe empfohlen, da bei Zirrhosepatienten mit gastrointestinaler Blutung ein hohes Risiko für bakterielle Infektionen besteht. Die endoskopische Therapie (Ligatur oder Sklerosierung) erfolgt ergänzend und zeitnah.
- A. Desmopressin hat in der Akuttherapie der Varizenblutung keinen belegten Stellenwert.
- B. Heparin ist bei einer akuten Blutung kontraindiziert, da es die Blutungstendenz verstärkt.
- C. Furosemid hat keinen akuten Stellenwert im Blutungsmanagement und senkt den Pfortaderdruck nicht relevant akut.
- D. Orale Betablocker sind in der Akutsituation einer aktiven Blutung kontraindiziert und dienen der Rezidivprophylaxe.
Ein 24-jähriger Mann mit bekanntem allergischem Asthma und Neurodermitis stellt sich wegen rezidivierender Dysphagie für feste Speisen vor. Vor zwei Tagen blieb ein Stück Fleisch für mehrere Minuten im Ösophagus stecken, bevor es spontan passierte. Die Endoskopie zeigt longitudinale Furchen und zirkuläre Ringe der Ösophagusschleimhaut. Welche Diagnose ist am wahrscheinlichsten?
- AErosive Refluxösophagitis
- BÖsophagusdivertikel
- CInfektiöse Candida-Ösophagitis
- DEosinophile Ösophagitis
- EÖsophaguskarzinom
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Die eosinophile Ösophagitis betrifft typischerweise junge Männer mit atopischer Diathese (Asthma, Neurodermitis, allergische Rhinitis) und präsentiert sich mit rezidivierender Dysphagie und Bolusimpaktionen. Endoskopisch finden sich charakteristische longitudinale Furchen, zirkuläre Ringe ('Trachealisierung') und weißliche Exsudate. Die Diagnose wird durch Biopsien aus proximalem und distalem Ösophagus mit Nachweis von ≥15 eosinophilen Granulozyten pro Hauptgesichtsfeld gesichert. Therapeutisch kommen topische Steroide (z. B. geschlucktes Budesonid) und diätetische Maßnahmen zum Einsatz.
- A. Eine Refluxösophagitis erklärt nicht die charakteristischen Ringe und die Bolusimpaktion bei einem jungen atopischen Patienten.
- B. Ein Divertikel verursacht keine longitudinalen Furchen oder Ringbildungen der Schleimhaut.
- C. Eine Candida-Ösophagitis zeigt weißliche Beläge bei Immunsuppression, nicht das beschriebene Ringmuster mit atopischer Anamnese.
- E. Ein Karzinom ist in diesem Alter ohne Risikofaktoren und mit diesem endoskopischen Bild unwahrscheinlich.
Eine 52-jährige Frau klagt über zunehmende Schluckbeschwerden für feste Nahrung, brüchige Nägel und Mundwinkelrhagaden. Die Laboruntersuchung zeigt Hämoglobin 9,2 g/dl, Ferritin 4 µg/l und eine mikrozytäre, hypochrome Anämie. Die Endoskopie zeigt eine dünne membranöse Struktur im oberen Ösophagusdrittel. Welche Diagnose erklärt diese Befundkonstellation am besten?
- AParaneoplastisches Syndrom bei Ösophaguskarzinom
- BSklerodermie-assoziierte Ösophagusmotilitätsstörung
- CSchatzki-Ring bei chronischer Refluxkrankheit
- DÖsophagusachalasie
- EPlummer-Vinson-Syndrom
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Das Plummer-Vinson-Syndrom (Patterson-Brown-Kelly-Syndrom) besteht aus der Trias Dysphagie, Eisenmangelanämie und ösophagealen Schleimhautmembranen, meist im oberen Ösophagusdrittel. Betroffen sind überwiegend Frauen mittleren Alters; zusätzlich können Mundwinkelrhagaden, Glossitis und brüchige Nägel als Zeichen des Eisenmangels auftreten. Die Erkrankung gilt als Präkanzerose für das Plattenepithelkarzinom des Ösophagus und der oberen Luft- und Speisewege. Therapeutisch steht der Eisenersatz im Vordergrund, membranöse Strukturen können endoskopisch disseziert werden.
- A. Ein paraneoplastisches Syndrom würde keine membranöse Struktur und diese spezifische Trias erklären.
- B. Die Sklerodermie geht mit Hautveränderungen und Raynaud-Symptomatik einher, nicht mit dieser Anämie-Membran-Konstellation.
- C. Der Schatzki-Ring liegt im distalen Ösophagus und ist nicht mit Eisenmangelanämie assoziiert.
- D. Die Achalasie zeigt keine Membranbildung und keine Assoziation mit Eisenmangelanämie.
Magen
2 FragenEin 52-jähriger Patient berichtet über rezidivierende epigastrische Schmerzen, die vor allem nachts auftreten und ihn aus dem Schlaf wecken. Die Schmerzen bessern sich deutlich, wenn er etwas isst. Welcher Befund passt am besten zu diesem Beschwerdebild?
- AUlcus duodeni
- BRefluxösophagitis
- CUlcus ventriculi
- DChronische Pankreatitis
- EFunktionelle Dyspepsie
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Das Ulcus duodeni zeigt klassischerweise einen nächtlichen Nüchternschmerz, der sich durch Nahrungsaufnahme bessert, da die Säuresekretion durch die Pufferwirkung der Nahrung vorübergehend neutralisiert wird. Beim Ulcus ventriculi hingegen verstärkt Nahrungsaufnahme den Schmerz oft, da die Magendehnung die Säureproduktion zusätzlich stimuliert. Diese unterschiedliche Nahrungsabhängigkeit ist ein klassisches klinisches Unterscheidungsmerkmal, obwohl die endgültige Diagnose immer endoskopisch-histologisch gesichert werden muss. Zudem tritt das Ulcus duodeni häufiger bei jüngeren Patienten auf und ist seltener mit einer malignen Entartung assoziiert.
- B. Die Refluxösophagitis verursacht retrosternales Brennen, das sich im Liegen verschlechtert, nicht einen nahrungsabhängigen Nüchternschmerz.
- C. Beim Ulcus ventriculi nimmt der Schmerz typischerweise durch Nahrungsaufnahme zu, nicht ab.
- D. Die chronische Pankreatitis geht mit Gürtelschmerz einher, der nach fettreichen Mahlzeiten zunimmt.
- E. Die funktionelle Dyspepsie zeigt kein so charakteristisches Muster aus nächtlichem Schmerz und Besserung durch Nahrung.
Eine 48-jährige Patientin leidet seit Jahren unter rezidivierenden, therapierefraktären Ulzera in Duodenum und proximalem Jejunum sowie unter chronischer Diarrhö. Das Serum-Gastrin ist deutlich erhöht. Bei Gabe von intravenösem Sekretin kommt es zu einem weiteren deutlichen Anstieg des Gastrinspiegels. Wie lässt sich dieser Testbefund am besten erklären?
- AAutonome, sekretinunabhängig fortschreitende Gastrinsekretion eines neuroendokrinen Tumors
- BPhysiologische Hemmung der Gastrinfreisetzung durch Sekretin wie bei der gesunden G-Zelle
- CKompensatorische Hyperplasie der Belegzellen mit gesteigerter Säuresekretion
- DVerminderter hepatischer Abbau von Gastrin bei portaler Hypertension
- EVagal vermittelte Stimulation der Gastrinfreisetzung durch Sekretin
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Beim Gastrinom (Zollinger-Ellison-Syndrom) sezernieren die Tumorzellen Gastrin autonom und nicht regulativ, sodass Sekretin, das physiologisch die Gastrinfreisetzung der normalen G-Zelle hemmt, bei diesen Tumorzellen paradox einen weiteren Anstieg des Gastrins auslöst. Dieser paradoxe Sekretin-Test ist der klassische Provokationstest zur Diagnosesicherung bei grenzwertig erhöhtem Gastrin. Normalerweise würde Sekretin die Gastrinsekretion supprimieren, da es über einen negativen Feedback-Mechanismus wirkt. Der positive Test, definiert als Anstieg des Gastrins um mehr als 120 pg/ml über den Basalwert, beweist die autonome, tumorbedingte Hormonproduktion.
- B. Dies beschreibt die normale Physiologie der gesunden G-Zelle, nicht den beobachteten paradoxen Anstieg beim Gastrinom.
- C. Eine Belegzellhyperplasie erklärt nicht den spezifischen Gastrinanstieg nach Sekretingabe.
- D. Ein verminderter hepatischer Abbau würde keinen akuten Anstieg nach Sekretingabe erklären.
- E. Sekretin wirkt nicht über eine vagale Stimulation, sondern direkt auf die Tumorzellen des Gastrinoms.
Dünn-/Dickdarm – CED
5 FragenEin 24-jähriger Patient wird wegen chronischer Diarrhö und rechtsseitiger Unterbauchschmerzen koloskopiert. Es zeigen sich diskontinuierlich verteilte, scharf begrenzte Schleimhautläsionen im terminalen Ileum und im Colon ascendens mit dazwischenliegenden gesunden Schleimhautabschnitten. In der Histologie finden sich transmurale Entzündungszeichen und epitheloidzellige Granulome. Welche Diagnose ist am wahrscheinlichsten?
- AIschämische Kolitis
- BMorbus Crohn
- CColitis ulcerosa
- DInfektiöse Kolitis durch Yersinia enterocolitica
- EDivertikulitis des Colon ascendens
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Der Morbus Crohn ist durch einen diskontinuierlichen, segmentalen Befall mit gesunden Schleimhautabschnitten zwischen den Entzündungsherden charakterisiert, der jeden Abschnitt des Gastrointestinaltrakts vom Mund bis zum Anus betreffen kann, bevorzugt jedoch das terminale Ileum. Histologisch findet sich eine transmurale Entzündung aller Wandschichten mit nicht-verkäsenden, epitheloidzelligen Granulomen, die als charakteristisch, aber nicht obligat gelten. Die Colitis ulcerosa zeigt demgegenüber einen kontinuierlichen Befall ausgehend vom Rektum, der auf die Mukosa und Submukosa begrenzt bleibt und keine Granulome aufweist. Diese Unterscheidung nach Befallsmuster und Entzündungstiefe ist diagnostisch entscheidend für die weitere Therapieplanung.
- A. Die ischämische Kolitis betrifft typischerweise ältere Patienten mit vaskulären Risikofaktoren und zeigt keine Granulome.
- C. Die Colitis ulcerosa zeigt einen kontinuierlichen, auf die Mukosa begrenzten Befall ohne Granulome, was nicht zum beschriebenen Befund passt.
- D. Eine Yersinien-Kolitis verläuft meist akut selbstlimitierend und zeigt keine chronischen transmuralen Granulome.
- E. Eine Divertikulitis ist eine lokalisierte Entzündung im Bereich von Divertikeln, nicht ein diskontinuierlicher Befall mit Granulomen über mehrere Darmabschnitte.
Eine 29-jährige Patientin mit seit 4 Jahren bekannter Colitis ulcerosa stellt sich zur Verlaufskontrolle vor. Sie berichtet über zunehmenden Juckreiz und gelegentlich dunklen Urin. Laborchemisch zeigen sich eine alkalische Phosphatase von 320 U/l (Norm bis 130 U/l) und eine Gamma-GT von 210 U/l (Norm bis 60 U/l) bei normalem Bilirubin. Die Transaminasen sind nur leicht erhöht. In der MRCP zeigen sich multiple perlschnurartige Stenosen und Dilatationen der intra- und extrahepatischen Gallenwege.
- APrimär biliäre Cholangitis
- BCholangiozelluläres Karzinom
- CPrimär sklerosierende Cholangitis
- DMedikamentös-toxische Hepatopathie
- EAutoimmunhepatitis
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Die Kombination aus Colitis ulcerosa, cholestatischem Enzymmuster (AP und Gamma-GT betont) und dem typischen MRCP-Befund perlschnurartiger Gangstenosen ist pathognomonisch für die primär sklerosierende Cholangitis (PSC). Die PSC ist die wichtigste extraintestinale hepatobiliäre Manifestation der CED, besonders der Colitis ulcerosa, und tritt bei bis zu 5 % der Patienten auf. Die Diagnose wird durch die MRCP gesichert, eine Leberbiopsie ist nicht routinemäßig erforderlich. Patienten mit PSC haben ein erhöhtes Risiko für cholangiozelluläres Karzinom und kolorektales Karzinom und benötigen eine intensivierte Koloskopie-Überwachung.
- A. Die primär biliäre Cholangitis betrifft meist Frauen mittleren Alters ohne CED-Assoziation und ist durch AMA-Positivität charakterisiert, nicht durch Gangstenosen in der MRCP.
- B. Ein cholangiozelluläres Karzinom wäre eine mögliche Komplikation der PSC, aber die beschriebenen multiplen perlschnurartigen Veränderungen sind untypisch für einen fokalen Tumor.
- D. Eine toxische Hepatopathie würde kein spezifisches Gangmuster in der MRCP zeigen und wäre anamnestisch an eine entsprechende Medikamentenexposition gebunden.
- E. Die Autoimmunhepatitis zeigt typischerweise ein hepatitisches Enzymmuster mit deutlich erhöhten Transaminasen und keine perlschnurartigen Gangveränderungen in der Bildgebung.
Ein 24-jähriger Patient mit bekanntem Morbus Crohn klagt seit 3 Wochen über postprandiale krampfartige Schmerzen im rechten Unterbauch sowie über episodische Übelkeit nach dem Essen. Klinisch besteht kein Hinweis auf eine akute Peritonitis. In der Vorgeschichte ist eine ileozökale Lokalisation des Morbus Crohn bekannt. Es soll geklärt werden, ob eine relevante Dünndarmstenose oder eine Fistelbildung vorliegt.
- ACT-Abdomen mit oralem Kontrastmittel
- BAbdomensonographie
- CKapselendoskopie
- DKoloskopie mit Ileoskopie
- EMR-Enterographie (MR-Sellink)
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Die MR-Enterographie (MR-Sellink) ist laut S3-Leitlinie die Methode der Wahl zur Beurteilung von Dünndarmstenosen, Fistelgängen und entzündlicher Aktivität beim Morbus Crohn, da sie eine hohe Sensitivität und Spezifität bei fehlender Strahlenbelastung bietet. Sie erlaubt die Differenzierung zwischen entzündlicher und fibrotischer Stenose sowie die Darstellung extraluminaler Komplikationen wie Fisteln und Abszesse. Die Methode ist besonders wertvoll bei jungen Patienten, die im Krankheitsverlauf wiederholte Bildgebung benötigen. Eine Ileokoloskopie kann zwar die Mukosa beurteilen, erreicht aber nicht alle Dünndarmabschnitte und keine extraluminalen Strukturen.
- A. Eine CT ist zwar möglich, bringt aber eine relevante Strahlenbelastung bei meist jungen, chronisch kranken Patienten und wird daher der MRT nachgeordnet.
- B. Die Sonographie kann zwar orientierend Wandverdickungen zeigen, ist aber untersucherabhängig und weniger sensitiv für Fisteln und tiefe Stenosen als die MRT.
- C. Bei Verdacht auf Stenose ist die Kapselendoskopie kontraindiziert, da die Kapsel im stenosierten Segment hängen bleiben kann.
- D. Die Ileokoloskopie erlaubt keine Beurteilung proximalerer Dünndarmabschnitte und keine extraluminale Diagnostik wie Fistelverläufe.
Eine 34-jährige Patientin mit mittelschwerem Schub einer Colitis ulcerosa (linksseitige Ausdehnung) erhält bereits seit mehreren Wochen eine orale Therapie mit Mesalazin in ausreichender Dosierung sowie topischem Mesalazin als Einlauf. Trotz guter Einnahmetreue persistieren blutig-schleimige Stühle (6–8 pro Tag) und ein CRP-Anstieg auf 28 mg/l. Eine Infektion wurde durch Stuhldiagnostik ausgeschlossen.
- AAzathioprin als Monotherapie
- BAnti-TNF-Therapie (z. B. Infliximab)
- CSystemische Glukokortikoide
- DCiclosporin i.v.
- EEskalation der Mesalazin-Dosis
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Bei einem mittelschweren Schub der Colitis ulcerosa, der trotz adäquater 5-ASA-Therapie (oral und topisch) nicht anspricht, ist gemäß S3-Leitlinie die nächste Therapiestufe die systemische Steroidtherapie, meist mit Prednisolon in einer Dosierung von etwa 1 mg/kg Körpergewicht. Glukokortikoide induzieren rasch eine Remission durch ihre breite antiinflammatorische Wirkung. Eine weitere Eskalation der 5-ASA-Dosis bringt bei bereits ausgeschöpfter Dosierung keinen zusätzlichen Nutzen. Biologika wie Anti-TNF-Präparate sind erst bei steroidrefraktärem oder steroidabhängigem Verlauf oder bei schwerem, fulminantem Schub indiziert.
- A. Azathioprin wirkt verzögert über Wochen bis Monate und ist zur remissionserhaltenden, nicht zur akuten Schubtherapie geeignet.
- B. Anti-TNF-Präparate sind erst nach Versagen der Steroidtherapie oder bei schwerem fulminantem Schub indiziert, nicht als nächster Schritt nach 5-ASA-Versagen.
- D. Ciclosporin i.v. ist eine Reserveoption für den steroidrefraktären, schweren bis fulminanten Schub und stationäre Behandlung, nicht Therapie der Wahl in diesem Stadium.
- E. Die 5-ASA-Therapie ist bereits ausgereizt; eine weitere Dosissteigerung verbessert das Ansprechen bei therapierefraktärem Verlauf nicht relevant.
Ein 45-jähriger Patient mit bekannter Colitis ulcerosa wird wegen eines schweren Schubs stationär aufgenommen. Am dritten Tag verschlechtert sich sein Zustand: Temperatur 39,2 °C, Herzfrequenz 128/min, Blutdruck 95/60 mmHg, deutlich distendiertes, druckschmerzhaftes Abdomen mit reduzierten Darmgeräuschen. Laborchemisch: Leukozyten 19.000/µl, CRP 180 mg/l, Hämoglobin 9,8 g/dl. In der Abdomenübersichtsaufnahme zeigt sich eine Dilatation des Kolon transversum auf 7,2 cm.
- AAkute Pankreatitis
- BMesenterialvenenthrombose
- CIleus bei Briden
- DPerforierte Sigmadivertikulitis
- EToxisches Megakolon
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Das toxische Megakolon ist definiert als Kolondilatation über 6 cm (meist im Colon transversum gemessen) in Kombination mit systemischen Zeichen der Toxizität wie Fieber über 38 °C, Tachykardie über 120/min, Leukozytose und Anämie oder Hypotonie. Es ist eine lebensbedrohliche Komplikation vor allem der Colitis ulcerosa und erfordert eine intensivmedizinische Überwachung mit sofortiger Nahrungskarenz, intravenöser Steroidgabe, Flüssigkeits- und Elektrolytausgleich sowie engmaschiger chirurgischer Rücksprache. Bei fehlendem Ansprechen innerhalb von 24–72 Stunden oder bei Perforation ist die notfallmäßige Kolektomie indiziert. Eine Koloskopie ist in dieser Situation wegen des hohen Perforationsrisikos kontraindiziert.
- A. Eine akute Pankreatitis würde sich mit Oberbauchschmerz und erhöhter Lipase präsentieren, nicht mit einer radiologisch nachgewiesenen Kolondilatation.
- B. Eine Mesenterialvenenthrombose würde sich meist mit eher diffusem, unspezifischem Abdominalschmerz und Zeichen der Darmischämie zeigen, nicht mit dem typischen Bild der toxischen Kolondilatation bei CU.
- C. Ein Bridenileus setzt eine anamnestische Voroperation voraus und zeigt klassischerweise Dünndarmdilatation mit Spiegelbildung, nicht die beschriebene Kolondilatation im Rahmen eines CU-Schubs.
- D. Eine perforierte Sigmadivertikulitis würde sich klinisch mit akutem Abdomen im linken Unterbauch und freier Luft präsentieren, nicht primär mit einer massiven Kolondilatation bei vorbestehender CED.
Dünn-/Dickdarm – Infektiös/Funktionell
6 FragenEin 27-jähriger Student kehrt von einer zweiwöchigen Rucksackreise durch Indien zurück und entwickelt am letzten Reisetag wässrige, nicht-blutige Diarrhöen (5–6 Stuhlgänge/Tag) mit leichten krampfartigen Bauchschmerzen, jedoch ohne Fieber. Er fühlt sich insgesamt wenig beeinträchtigt und möchte wissen, welcher Erreger am wahrscheinlichsten ist und wie er behandelt werden sollte.
- ACampylobacter jejuni – Azithromycin als Standardtherapie
- BSalmonella typhi – stationäre intravenöse Antibiotikatherapie
- CShigella spp. – sofortige Ciprofloxacin-Therapie
- DEntamoeba histolytica – Metronidazol als Mittel der Wahl
- EEnterotoxinbildende Escherichia coli (ETEC) – orale Rehydratation als Hauptmaßnahme
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Enterotoxinbildende Escherichia coli (ETEC) sind weltweit der häufigste Erreger der klassischen Reisediarrhö und verursachen über ein hitzelabiles und ein hitzestabiles Toxin eine sekretorische, wässrige Diarrhö ohne Blut oder hohes Fieber. Die Therapie ist bei dieser meist milden, selbstlimitierenden Erkrankung in erster Linie symptomatisch mit ausreichender oraler Flüssigkeits- und Elektrolytzufuhr. Eine Antibiotikatherapie ist nur bei schweren Verläufen, hohem Fieber oder blutigen Stühlen indiziert, was hier nicht vorliegt. Die übrigen genannten Erreger verursachen typischerweise schwerere oder invasive Krankheitsbilder mit anderen Leitsymptomen.
- A. Campylobacter-Infektionen gehen häufiger mit höherem Fieber und teils blutigen Stühlen einher und sind nicht die häufigste Ursache der klassischen Reisediarrhö.
- B. Typhus abdominalis verursacht ein systemisches Krankheitsbild mit anhaltendem hohem Fieber und Bradykardie, nicht das Bild einer milden akuten wässrigen Diarrhö.
- C. Eine Shigellen-Infektion geht meist mit blutig-schleimigen Stühlen und höherem Fieber einher und würde bei Vorliegen dieser Symptome eine gezielte Antibiotikatherapie rechtfertigen, passt aber nicht zum milden, wässrigen Beschwerdebild.
- D. Eine Amöbenkolitis verursacht meist blutig-schleimige Diarrhö mit längerem, oft chronisch-rezidivierendem Verlauf und wäre bei diesem akuten, milden wässrigen Verlauf untypisch.
In einem Seniorenheim erkranken innerhalb von 18 Stunden mehrere Bewohner nahezu gleichzeitig an heftigem Erbrechen und wässrigen Durchfällen, begleitet von Übelkeit und leichten Kopfschmerzen, jedoch ohne relevantes Fieber. Die Symptome klingen bei den meisten Betroffenen innerhalb von 1–2 Tagen spontan ab. Ein gemeinsames verdächtiges Lebensmittel (z. B. rohes Ei oder Geflügel) konnte nicht identifiziert werden.
- AEnterohämorrhagische E.-coli-Infektion (EHEC)
- BNorovirus-Gastroenteritis
- CSalmonellen-Enteritis
- DShigellose
- EYersinia-Enterokolitis
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Die Norovirus-Gastroenteritis ist durch eine sehr kurze Inkubationszeit von 12–48 Stunden, explosionsartiges Auftreten mit vorherrschendem Erbrechen und hoher Kontagiosität bei Ausbrüchen in Gemeinschaftseinrichtungen wie Seniorenheimen charakteristisch. Fieber fehlt meist oder ist nur gering ausgeprägt, und der Verlauf ist mit 1–3 Tagen selbstlimitierend. Die Salmonellen-Enteritis hat demgegenüber eine längere Inkubationszeit von meist 6–72 Stunden, ist typischerweise mit höherem Fieber assoziiert und häufig mit einer Lebensmittelexposition (Eier, Geflügel) verknüpft. Die hohe Übertragungsgeschwindigkeit innerhalb kurzer Zeit bei vielen Betroffenen ohne gemeinsame Lebensmittelquelle spricht für eine fäkal-oral bzw. aerogen übertragene virale Genese.
- A. EHEC-Infektionen sind durch blutige Diarrhöen gekennzeichnet und mit dem Risiko eines hämolytisch-urämischen Syndroms verbunden, nicht durch das beschriebene milde, selbstlimitierende Bild.
- C. Die Salmonellen-Enteritis hat eine längere Inkubationszeit und geht meist mit stärkerem Fieber einher, zudem wäre eine gemeinsame Lebensmittelquelle zu erwarten.
- D. Die Shigellose zeigt meist blutig-schleimige Stühle mit höherem Fieber und tenesmusartigen Schmerzen, was hier nicht beschrieben ist.
- E. Eine Yersiniose verläuft meist protrahierter mit Fieber und kann pseudoappendizitische Beschwerden verursachen, passt nicht zum akuten, kurzen Ausbruchsgeschehen.
Eine 34-jährige Frau stellt sich vor, weil sie seit über einem Jahr rezidivierend abdominale Schmerzen hat, die regelmäßig mit der Defäkation in Zusammenhang stehen und mit einer Änderung der Stuhlfrequenz einhergehen. Die Beschwerden treten im Mittel mindestens einmal pro Woche auf. Gewicht, Blutbild, CRP und fäkales Calprotectin sind unauffällig, eine Koloskopie mit Stufenbiopsien zeigt einen regelrechten Befund. Welche Diagnose ist am wahrscheinlichsten?
- AChronisch-entzündliche Darmerkrankung
- BMikroskopische Kolitis
- CKolorektales Karzinom
- DZöliakie
- EReizdarmsyndrom
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Die Rom-IV-Kriterien definieren das Reizdarmsyndrom als rezidivierende abdominale Schmerzen im Mittel mindestens 1 Tag pro Woche über die letzten 3 Monate, verbunden mit mindestens zwei der folgenden Merkmale: Bezug zur Defäkation, Änderung der Stuhlfrequenz oder Änderung der Stuhlkonsistenz. Voraussetzung ist der Ausschluss organischer Ursachen durch unauffällige Entzündungsparameter, Calprotectin und endoskopisch-histologischen Befund. Die Diagnose ist somit eine positive Diagnose anhand symptombasierter Kriterien nach Ausschluss relevanter Differenzialdiagnosen, nicht primär eine Ausschlussdiagnose. Laborchemische und endoskopische Unauffälligkeit stützen hier die Diagnose.
- A. Bei chronisch-entzündlicher Darmerkrankung wären erhöhtes CRP, erhöhtes Calprotectin oder entzündliche Schleimhautveränderungen zu erwarten.
- B. Hierbei wären in der Histologie typischerweise ein verbreitertes subepitheliales Kollagenband oder eine intraepitheliale Lymphozytose zu erwarten, die Koloskopie-Biopsien sind hier aber unauffällig.
- C. Ein Karzinom würde sich endoskopisch als Raumforderung darstellen, hier ist der Koloskopiebefund jedoch regelrecht.
- D. Bei Zöliakie zeigt die Dünndarmbiopsie eine Zottenatrophie, hier liegt jedoch ein unauffälliger Kolonbefund vor und es fehlen serologische Hinweise.
Ein 27-jähriger Mann berichtet über seit Monaten bestehende Blähungen, breiige Durchfälle und einen Gewichtsverlust von 6 kg. Laborchemisch finden sich eine mikrozytäre Anämie und ein erniedrigter Ferritinwert. Welche Untersuchung sichert bei begründetem klinischem Verdacht am direktesten die Diagnose?
- AH2-Atemtest mit Laktosebelastung
- BÖsophagogastroduodenoskopie mit Biopsien aus dem tiefen Duodenum
- CKapselendoskopie des Dünndarms
- DStuhluntersuchung auf Giardia-lamblia-Antigen
- EAbdomensonographie
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Bei klinischem Verdacht auf Zöliakie erfolgt zunächst die Bestimmung von Anti-tTG-IgA (bei Verzehr glutenhaltiger Kost), die Diagnosesicherung erfolgt jedoch histologisch durch Dünndarmbiopsien aus dem distalen Duodenum beziehungsweise dem Bulbus duodeni im Rahmen der Ösophagogastroduodenoskopie. Typischer histologischer Befund ist eine Zottenatrophie mit Kryptenhyperplasie und vermehrter intraepithelialer Lymphozytose (Marsh-Klassifikation). Die Kombination aus positiver Serologie und passender Histologie gilt als Goldstandard der Diagnosesicherung. Eine glutenfreie Diät sollte vor der Diagnostik nicht begonnen werden, da sie die Befunde verfälscht.
- A. Der H2-Atemtest dient dem Nachweis einer Laktoseintoleranz, nicht der Zöliakiediagnostik.
- C. Die Kapselendoskopie ist keine Standardmethode zur Erstdiagnose, da keine Biopsien entnommen werden können.
- D. Eine Giardiasis kann ähnliche Symptome verursachen, ist aber hier nicht die naheliegende Verdachtsdiagnose und beweist keine Zöliakie.
- E. Die Sonographie kann allenfalls unspezifische Hinweise wie vermehrte Flüssigkeit im Dünndarm liefern, sie sichert die Diagnose nicht.
Eine 29-jährige Patientin berichtet, dass sie nach dem Genuss von Milchprodukten regelmäßig unter Blähungen, Flatulenz und wässrigen Durchfällen leidet. Zur Abklärung wird ein H2-Atemtest nach oraler Gabe von 50 g Laktose durchgeführt. Welcher pathophysiologische Mechanismus liegt dem Prinzip dieses Tests zugrunde?
- ABakterielle Fermentation unverdauter Laktose im Kolon mit Freisetzung von Wasserstoff
- BGesteigerte Gallensäuresekretion mit osmotischer Diarrhö
- CBakterielle Fehlbesiedlung des Dünndarms mit Dekonjugation von Gallensäuren
- DErhöhte Durchlässigkeit der Darmschleimhaut für Makromoleküle
- EAutoimmune Zerstörung der Dünndarmzotten durch Gliadin-Antikörper
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Bei Laktasemangel kann die aufgenommene Laktose im Dünndarm nicht in Glukose und Galaktose gespalten werden und gelangt unverdaut ins Kolon. Dort wird sie von der Darmflora fermentiert, wobei unter anderem Wasserstoff (H2) entsteht, der über die Darmschleimhaut resorbiert, mit dem Blut zur Lunge transportiert und abgeatmet wird. Ein Anstieg des H2-Gehalts in der Ausatemluft um mehr als 20 ppm gegenüber dem Ausgangswert nach Laktosegabe gilt als positiver Testbefund und spricht für eine Laktoseintoleranz. Begleitend werden häufig klinische Symptome wie Blähungen und Durchfall während des Tests erfasst.
- B. Eine gesteigerte Gallensäuresekretion ist nicht der Mechanismus des H2-Atemtests und keine typische Ursache der Laktoseintoleranz.
- C. Dies beschreibt den Mechanismus bei bakterieller Dünndarmfehlbesiedlung (SIBO), nicht die laktosebezogene Testgrundlage.
- D. Eine erhöhte Permeabilität ist nicht das Testprinzip des H2-Atemtests bei Laktoseintoleranz.
- E. Dies beschreibt die Pathogenese der Zöliakie, nicht der Laktoseintoleranz.
Ein 68-jähriger Patient stellt sich mit seit zwei Tagen bestehenden linksseitigen Unterbauchschmerzen vor. Temperatur 38,1 °C, CRP 65 mg/l, Leukozyten 12.500/μl. In der Computertomographie zeigt sich eine Sigmadivertikulitis mit phlegmonöser Wandverdickung und einem Abszess von 2,5 cm Durchmesser angrenzend an die Darmwand, ohne freie Luft oder freie Flüssigkeit. Welches therapeutische Vorgehen ist in dieser Situation am geeignetsten?
- AElektive laparoskopische Sigmaresektion im akuten Entzündungsschub
- BAusschließlich orale Nahrungskarenz ohne Antibiotikagabe und engmaschige klinische Kontrolle
- CAntibiotische Therapie und CT-gesteuerte perkutane Abszessdrainage
- DSofortige notfallmäßige Sigmaresektion mit endständigem Kolostoma (Hartmann-Operation)
- EAlleinige intravenöse Antibiotikatherapie ohne Interventions- oder Operationsplanung
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Die gedeckte Divertikulitis mit Abszess (Stadium nach Hansen/Stock bzw. CDD 2b) ab einer Größe von etwa 2 bis 3 cm wird leitliniengerecht mit intravenöser Antibiotikatherapie in Kombination mit einer CT-gesteuerten perkutanen Drainage behandelt, sofern der Abszess zugänglich ist. Kleinere Abszesse unter 2 cm können oft allein antibiotisch behandelt werden, während größere Abszesse ohne Drainage ein erhöhtes Risiko für Therapieversagen und Perforation aufweisen. Eine notfallmäßige Operation ist nur bei freier Perforation, Peritonitis oder Sepsis indiziert. Nach erfolgreicher konservativer Behandlung kann im Intervall eine elektive Resektion bei rezidivierenden Beschwerden erwogen werden.
- A. Eine elektive Operation erfolgt im entzündungsfreien Intervall, nicht während des akuten Schubs mit Abszess.
- B. Bei Abszessbildung dieser Größe ist eine alleinige Nahrungskarenz ohne Antibiose nicht ausreichend und riskiert eine Progression.
- D. Eine Notfalloperation mit Hartmann-Operation ist nur bei freier Perforation mit Peritonitis oder septischem Schock indiziert, nicht bei gedecktem Abszess ohne freie Luft.
- E. Bei einem Abszess dieser Größe ist eine alleinige Antibiotikatherapie ohne Drainage mit einer höheren Versagerquote assoziiert.
Kolorektales Karzinom
3 FragenEine 36-jährige Frau wird wegen eines Kolonkarzinoms operiert. In der Familienanamnese finden sich mehrere Verwandte mit Kolon- und Endometriumkarzinomen in jungem Alter, jedoch keine ausgeprägte Polyposis in der Koloskopie. Die molekularpathologische Untersuchung des Tumors zeigt eine Mikrosatelliteninstabilität. Welcher genetische Mechanismus liegt dieser Erkrankung am wahrscheinlichsten zugrunde?
- AKeimbahnmutation im STK11-Gen mit mukokutaner Pigmentierung
- BKeimbahnmutation im APC-Gen mit Hunderten von Kolonpolypen
- CBiallelische Keimbahnmutation im MUTYH-Gen
- DKeimbahnmutation in einem DNA-Mismatch-Repair-Gen
- ESomatische Mutation im KRAS-Gen im Rahmen der Adenom-Karzinom-Sequenz
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Das geschilderte Bild mit jungem Erkrankungsalter, familiärer Häufung von Kolon- und Endometriumkarzinomen sowie Mikrosatelliteninstabilität im Tumor ohne ausgeprägte Polyposis ist klassisch für das Lynch-Syndrom, das durch eine Keimbahnmutation in einem der DNA-Mismatch-Repair-Gene (MLH1, MSH2, MSH6 oder PMS2) verursacht wird. Der Ausfall der Mismatch-Reparatur führt zur Anhäufung von Replikationsfehlern in repetitiven DNA-Abschnitten, die als Mikrosatelliteninstabilität nachweisbar sind, und begünstigt die frühe Entstehung kolorektaler sowie extrakolischer Karzinome, insbesondere des Endometriums. Im Gegensatz dazu beruht die familiäre adenomatöse Polyposis (FAP) auf einer Keimbahnmutation im APC-Gen und geht mit Hunderten bis Tausenden Kolonpolypen schon im Jugendalter einher. Die Unterscheidung ist entscheidend für Überwachungsintervalle und das Operationsverfahren.
- A. Dies beschreibt das Peutz-Jeghers-Syndrom mit charakteristischen Hamartomen und mukokutaner Pigmentierung, die hier nicht beschrieben sind.
- B. Dies beschreibt die Pathogenese der FAP, die sich durch eine ausgeprägte Polyposis auszeichnet, welche hier fehlt.
- C. Die MUTYH-assoziierte Polyposis ist autosomal-rezessiv und geht mit multiplen Adenomen einher, was hier nicht vorliegt.
- E. Somatische KRAS-Mutationen treten im Rahmen der klassischen Adenom-Karzinom-Sequenz sporadischer Karzinome auf, erklären aber nicht die familiäre Häufung und die Mikrosatelliteninstabilität.
Eine 61-jährige Patientin wurde vor 14 Monaten wegen eines Kolonkarzinoms (pT3, pN1, M0) hemikolektomiert und erhielt eine adjuvante Chemotherapie. Präoperativ lag der CEA-Wert bei 48 ng/ml, postoperativ normalisierte er sich auf 2,1 ng/ml. Bei der aktuellen Nachsorgeuntersuchung ist der Wert auf 15 ng/ml angestiegen. Die Koloskopie zeigt keine Rezidivtumoren. Welche Aussage zur Interpretation dieses Befundes trifft zu?
- ADer CEA-Wert eignet sich als alleiniges Screening-Instrument zur Früherkennung des Kolonkarzinoms in der Bevölkerung
- BEin CEA-Anstieg nach kurativer Resektion schließt ein Rezidiv praktisch aus, da CEA nur präoperativ aussagekräftig ist
- CDer Anstieg ist durch die vorangegangene Chemotherapie bedingt und normalisiert sich ohne weitere Maßnahmen
- DDer CEA-Anstieg spricht für ein Tumorrezidiv und sollte durch eine Schnittbildgebung von Abdomen und Thorax abgeklärt werden
- EDer CEA-Anstieg ist ein unspezifischer Befund ohne klinische Konsequenz und erfordert keine weitere Diagnostik
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CEA ist kein Screeningparameter, aber ein etablierter Verlaufsmarker in der Nachsorge des kolorektalen Karzinoms. Ein Anstieg über den postoperativen Ausgangswert, insbesondere nach vorheriger Normalisierung, ist hochverdächtig auf ein Rezidiv oder eine Metastasierung und muss durch eine Schnittbildgebung (CT Abdomen/Thorax, ggf. PET-CT) abgeklärt werden, auch wenn die Koloskopie unauffällig ist. Lokalrezidive oder Lebermetastasen sind endoskopisch nicht immer erfassbar. Die Leitlinie empfiehlt daher regelmäßige CEA-Kontrollen in den ersten Jahren nach kurativer Resektion.
- A. CEA besitzt für das Screening der Allgemeinbevölkerung keine ausreichende Sensitivität und Spezifität.
- B. CEA ist gerade postoperativ im Verlauf entscheidend zur Rezidiverkennung, nicht nur präoperativ.
- C. Ein Anstieg nach abgeschlossener Chemotherapie ist nicht therapiebedingt, sondern muss als Rezidivhinweis gewertet werden.
- E. Ein signifikanter CEA-Anstieg nach Normalisierung ist klinisch relevant und erfordert eine Abklärung.
Im Rahmen einer Vorsorgekoloskopie bei einem 55-jährigen Mann werden mehrere Polypen im Colon sigmoideum entfernt und histopathologisch untersucht. Welcher der folgenden Polyptypen weist das höchste Risiko für eine maligne Entartung auf?
- AHamartomatöser Polyp
- BHyperplastischer Polyp
- CTubulovillöses Adenom
- DVillöses Adenom
- ETubuläres Adenom
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Villöse Adenome besitzen von allen kolorektalen Adenomtypen das höchste Entartungsrisiko, gefolgt von tubulovillösen und zuletzt tubulären Adenomen. Die Wahrscheinlichkeit einer malignen Entartung korreliert mit der villösen Komponente, der Größe des Polypen und dem Grad der intraepithelialen Neoplasie. Villöse Adenome sind meist größer, breitbasig (sessil) und finden sich gehäuft im Rektosigmoid. Diese Risikostratifizierung bestimmt die Nachsorgeintervalle nach Polypektomie gemäß der AWMF-S3-Leitlinie.
- A. Hamartomatöse Polypen entstehen durch Fehlbildung von Gewebe und entarten in der Regel nur im Rahmen hereditärer Polyposis-Syndrome.
- B. Hyperplastische Polypen gelten als nicht neoplastisch und besitzen praktisch kein malignes Potenzial.
- C. Tubulovillöse Adenome liegen im Entartungsrisiko zwischen tubulären und villösen Adenomen, aber nicht am höchsten.
- E. Tubuläre Adenome sind die häufigste Adenomform, haben aber das geringste Entartungsrisiko unter den Adenomen.
Leber – Virushepatitis
4 FragenBei einer 42-jährigen Patientin wird im Rahmen einer Routineuntersuchung folgende Hepatitis-B-Serologie erhoben: HBsAg negativ, Anti-HBs positiv (120 IE/l), Anti-HBc positiv, HBeAg negativ, Anti-HBe positiv. Die Patientin berichtet, nie gegen Hepatitis B geimpft worden zu sein. Wie ist dieser serologische Befund am ehesten zu interpretieren?
- AChronische Hepatitis-B-Infektion mit niedriger Virusreplikation
- BOkkulte Hepatitis-B-Infektion mit isolierter HBsAg-negativer Replikation
- CAusgeheilte, durchgemachte Hepatitis-B-Infektion mit Immunität
- DAkute Hepatitis-B-Infektion in der Frühphase
- EZustand nach Hepatitis-B-Impfung
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Das Vorhandensein von Anti-HBc zusammen mit Anti-HBs bei fehlendem HBsAg zeigt eine durchgemachte, ausgeheilte Hepatitis-B-Infektion mit erworbener Immunität an. Anti-HBc ist der entscheidende Marker zur Unterscheidung von der Impfantwort, da eine Impfung ausschließlich Anti-HBs, aber kein Anti-HBc induziert. Die zusätzliche Positivität von Anti-HBe passt zu einer abgelaufenen Infektion mit Serokonversion. Eine aktive chronische Infektion wäre durch persistierendes HBsAg gekennzeichnet.
- A. Eine chronische Infektion erfordert ein positives HBsAg über mehr als 6 Monate, welches hier fehlt.
- B. Eine okkulte Hepatitis B zeigt meist eine niedrige, aber nachweisbare HBV-DNA bei negativem HBsAg, was hier nicht angegeben ist und keine typische Konstellation darstellt.
- D. Bei einer akuten Infektion wäre HBsAg typischerweise positiv und Anti-HBc-IgM nachweisbar.
- E. Eine Impfung erzeugt nur Anti-HBs, nicht jedoch Anti-HBc, welches hier aber positiv ist.
Ein 27-jähriger Student stellt sich mit seit 4 Tagen bestehender Übelkeit, Appetitlosigkeit und dunklem Urin vor. Er berichtet von einer Rucksackreise durch Südostasien vor 3 Wochen, bei der er häufig an Straßenständen gegessen habe. Bei der Untersuchung zeigt sich eine Sklerenikterus, die Leber ist druckschmerzhaft vergrößert. Laborchemisch: ALT 1450 U/l, AST 980 U/l, Bilirubin gesamt 4,8 mg/dl. Welche Untersuchung sichert am besten die Verdachtsdiagnose?
- AAnti-HAV-IgG im Serum
- BHAV-RNA im Stuhl
- CAnti-HAV-IgM im Serum
- DHAV-Antigen im Serum
- EGesamt-Anti-HAV im Serum
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Anti-HAV-IgM ist der entscheidende diagnostische Marker einer akuten Hepatitis-A-Infektion und wird bereits bei Symptombeginn positiv, mit einer Persistenz von mehreren Monaten. Die Übertragung erfolgt fäkal-oral, typischerweise über kontaminierte Lebensmittel oder Wasser, passend zur Reiseanamnese und den hygienischen Bedingungen. Anti-HAV-IgG zeigt lediglich eine durchgemachte Infektion oder eine Immunität nach Impfung an und erlaubt keine Unterscheidung zwischen akut und ausgeheilt. Die klinische Trias aus deutlich erhöhten Transaminasen, Ikterus und passender Reiseanamnese bei jungen Erwachsenen ist typisch für Hepatitis A.
- A. Anti-HAV-IgG zeigt nur eine abgelaufene Infektion oder Immunität an und unterscheidet nicht zwischen akut und durchgemacht.
- B. HAV-RNA im Stuhl wird nicht routinemäßig zur Diagnosesicherung eingesetzt und ist weniger praktikabel als die Serologie.
- D. Ein HAV-Antigen-Nachweis im Serum ist kein etablierter diagnostischer Standardtest.
- E. Gesamt-Anti-HAV (IgG und IgM zusammen) erlaubt keine Unterscheidung zwischen akuter und durchgemachter Infektion.
Bei einem 54-jährigen Patienten wird im Rahmen einer Abklärung erhöhter Transaminasen eine chronische Hepatitis C (Genotyp 1b) ohne Leberzirrhose diagnostiziert. Die HCV-RNA beträgt 2,1 Millionen IU/ml. Welches therapeutische Vorgehen entspricht dem aktuellen Standard?
- ALamivudin als Monotherapie über 24 Wochen
- BRibavirin als Monotherapie über 24 Wochen
- CPegyliertes Interferon-alfa in Kombination mit Ribavirin über 48 Wochen
- DDirekt antiviral wirksame Substanzen (z. B. Sofosbuvir/Velpatasvir) über 8–12 Wochen
- EAbwartendes Vorgehen mit Kontrolle der Transaminasen ohne antivirale Therapie
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Die chronische Hepatitis C wird heute leitliniengerecht mit direkt antiviral wirksamen Substanzen (DAA) behandelt, die interferonfreie Therapieschemata ermöglichen und Heilungsraten von über 95 % erreichen. Kombinationen wie Sofosbuvir/Velpatasvir oder Glecaprevir/Pibrentasvir werden je nach Genotyp, Fibrosestadium und Vortherapie über 8 bis 12 Wochen eingesetzt. Interferonbasierte Therapien gelten als obsolet, da sie deutlich schlechter verträglich sind und niedrigere Erfolgsraten zeigen. Eine unbehandelte chronische Hepatitis C birgt ein relevantes Risiko für Leberzirrhose und hepatozelluläres Karzinom, sodass eine Therapie indiziert ist.
- A. Lamivudin ist ein Nukleosidanalogon zur Therapie der Hepatitis B, nicht der Hepatitis C.
- B. Eine Ribavirin-Monotherapie ist bei chronischer Hepatitis C nicht wirksam genug und nicht leitliniengerecht.
- C. Interferonbasierte Therapien sind durch die DAA-Therapie abgelöst worden und gelten nicht mehr als Standard.
- E. Eine chronische Hepatitis C sollte wegen des Zirrhose- und HCC-Risikos behandelt werden, ein rein abwartendes Vorgehen ist nicht indiziert.
Eine 29-jährige Krankenpflegerin verletzt sich bei der Blutentnahme an einem bereits benutzten Venenverweilkatheter eines Patienten mit bekannter chronischer Hepatitis B (HBsAg positiv, HBV-DNA hoch positiv). Die Pflegerin ist gegen Hepatitis B geimpft, der zuletzt vor 6 Jahren bestimmte Anti-HBs-Titer lag bei 15 IE/l. Welches Vorgehen ist als Nächstes indiziert?
- ABeginn einer prophylaktischen Therapie mit Tenofovir über 4 Wochen
- BAbwarten und serologische Kontrolle erst nach 6 Monaten
- CAlleinige Auffrischimpfung ohne Immunglobulingabe
- DSofortige Simultanprophylaxe mit Hepatitis-B-Immunglobulin und Auffrischimpfung
- EKeine Maßnahme erforderlich, da die Pflegerin bereits grundimmunisiert ist
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Bei Nadelstichverletzungen mit HBsAg-positivem Indexpatienten richtet sich die Postexpositionsprophylaxe nach dem aktuellen Anti-HBs-Titer der exponierten Person. Bei einem Anti-HBs-Titer unter 100 IE/l, wie hier mit 15 IE/l, ist unverzüglich eine Simultanprophylaxe mit Hepatitis-B-Immunglobulin und einer Auffrischimpfung indiziert, um eine sofortige passive Immunität zu gewährleisten und die aktive Immunantwort zu boostern. Diese Maßnahme sollte so schnell wie möglich, idealerweise innerhalb von Stunden nach Exposition, erfolgen. Eine alleinige Auffrischimpfung reicht bei niedrigem Titer nicht aus, da der Impfschutz unzureichend und der Titer veraltet ist.
- A. Tenofovir ist kein Bestandteil der Hepatitis-B-Postexpositionsprophylaxe nach Nadelstichverletzung.
- B. Ein Abwarten ohne sofortige Prophylaxe erhöht das Risiko einer Hepatitis-B-Infektion erheblich und entspricht nicht dem empfohlenen Vorgehen.
- C. Bei einem Anti-HBs-Titer unter 100 IE/l ist die alleinige Auffrischimpfung ohne Immunglobulingabe nicht ausreichend.
- E. Ein über 6 Jahre alter Titer von 15 IE/l gilt als unzureichender Schutz, sodass eine Maßnahme notwendig ist.
Leber – Toxisch/Metabolisch
5 FragenEin 48-jähriger Mann mit bekanntem metabolischem Syndrom (BMI 32 kg/m², Diabetes mellitus Typ 2, arterielle Hypertonie) wird wegen erhöhter Transaminasen untersucht. Er gibt an, gelegentlich ein bis zwei Gläser Bier am Wochenende zu trinken. Die Sonographie zeigt eine echoreiche, vergrößerte Leber. Welcher Befund spricht am ehesten für eine nichtalkoholische Fettlebererkrankung (NAFLD) anstelle einer alkoholischen Fettlebererkrankung?
- ADe-Ritis-Quotient (AST/ALT) deutlich über 2
- BErhöhung des mittleren korpuskulären Volumens (MCV) der Erythrozyten
- CNachweis von Palmarerythem und Spider naevi bei der körperlichen Untersuchung
- DVorliegen eines metabolischen Syndroms mit Adipositas und Diabetes mellitus Typ 2
- EDeutlich erhöhte Gamma-GT in Kombination mit erhöhtem Carbohydrat-defizientem Transferrin (CDT)
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Die NAFLD ist eng mit dem metabolischen Syndrom assoziiert, insbesondere mit Adipositas, Diabetes mellitus Typ 2, Dyslipidämie und arterieller Hypertonie, während ein signifikanter Alkoholkonsum per Definition ausgeschlossen werden muss (unter 20 g/Tag bei Frauen, unter 30 g/Tag bei Männern). Ein hoher De-Ritis-Quotient, ein erhöhtes MCV und ein erhöhtes CDT sind typische Hinweise auf chronischen Alkoholkonsum und sprechen eher für eine alkoholische Lebererkrankung. Auch Leberhautzeichen wie Spider naevi und Palmarerythem sind klassische, wenn auch unspezifische Alkoholstigmata. Die vorliegende Anamnese mit geringem Alkoholkonsum und ausgeprägtem metabolischem Syndrom spricht für eine NAFLD als Ursache der Fettleber.
- A. Ein De-Ritis-Quotient über 2 ist typisch für eine alkoholtoxische Leberschädigung, nicht für NAFLD.
- B. Ein erhöhtes MCV ist ein klassischer laborchemischer Hinweis auf chronischen Alkoholkonsum.
- C. Spider naevi und Palmarerythem sind klassische, wenn auch unspezifische Zeichen bei chronischem Alkoholkonsum bzw. fortgeschrittener Leberschädigung.
- E. Erhöhte Gamma-GT und CDT sind sensitive Marker für chronischen Alkoholkonsum und sprechen gegen eine rein metabolische Genese.
Eine 19-jährige Patientin wird 10 Stunden nach Einnahme von 15 g Paracetamol in suizidaler Absicht in die Notaufnahme gebracht. Sie ist wach, klagt über Übelkeit und rechtsseitige Oberbauchschmerzen. Laborchemisch zeigt sich ein Paracetamolspiegel oberhalb der Behandlungslinie im Rumack-Matthew-Nomogramm, die Transaminasen sind grenzwertig erhöht. Über welchen Mechanismus wirkt das indizierte Antidot?
- AEs aktiviert die Glukuronidierung von Paracetamol in der Leber und fördert dessen unschädliche Ausscheidung
- BEs bindet direkt an Paracetamol im Serum und beschleunigt dessen renale Elimination
- CEs hemmt kompetitiv das Cytochrom-P450-Enzym CYP2E1 und verhindert so die Bildung des toxischen Metaboliten
- DEs wirkt als Glutathionvorstufe und ersetzt die durch den toxischen Metaboliten NAPQI verbrauchten Glutathionspeicher
- EEs blockiert die Resorption von Paracetamol im Gastrointestinaltrakt durch Chelatbildung
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Paracetamol wird in geringem Umfang über CYP2E1 zum hochtoxischen Metaboliten NAPQI oxidiert, der normalerweise durch Konjugation mit Glutathion unschädlich gemacht wird. Bei einer Überdosierung werden die hepatischen Glutathionspeicher erschöpft, sodass NAPQI an zelluläre Makromoleküle bindet und eine Hepatozytennekrose verursacht. N-Acetylcystein dient als Glutathionvorstufe, die die Glutathionsynthese steigert und so die Entgiftung von NAPQI ermöglicht. Die Gabe sollte so früh wie möglich erfolgen, ist aber auch nach den ersten Stunden noch wirksam und kann Leberversagen verhindern oder abschwächen.
- A. Eine Aktivierung der Glukuronidierung ist nicht der Wirkmechanismus von N-Acetylcystein.
- B. N-Acetylcystein bindet nicht direkt an Paracetamol im Serum und wirkt nicht über eine beschleunigte renale Elimination.
- C. N-Acetylcystein hemmt nicht direkt CYP2E1, sondern wirkt über die Bereitstellung von Glutathion.
- E. N-Acetylcystein wirkt nicht über eine Hemmung der gastrointestinalen Resorption; dafür wird gegebenenfalls Aktivkohle eingesetzt.
Ein 46-jähriger Mann stellt sich wegen seit Monaten zunehmender Müdigkeit und neu aufgetretenen Gelenkschmerzen der Fingergrundgelenke II und III beidseits vor. Er berichtet zudem über eine neu diagnostizierte Diabetes mellitus. Die Haut wirkt auffallend bronzefarben. In der Familie ist ein Bruder an einer Leberzirrhose erkrankt. Welche Laboruntersuchung ist am besten geeignet, um die Verdachtsdiagnose zu erhärten?
- AAlpha-1-Antitrypsin im Serum
- BANA und Anti-Smooth-Muscle-Antikörper
- CAnti-Mitochondriale Antikörper
- DTransferrinsättigung und Ferritin im Serum
- ECoeruloplasmin im Serum
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Die Kombination aus Müdigkeit, Arthropathie der MCP-II/III-Gelenke, Diabetes mellitus und Hyperpigmentierung ist klassisch für eine hereditäre Hämochromatose. Die Erstdiagnostik erfolgt laborchemisch über die Transferrinsättigung (erhöht, meist >45%) und das Ferritin (erhöht als Ausdruck der Eisenüberladung). Bei pathologischen Werten erfolgt die molekulargenetische Bestätigung mittels HFE-Genanalyse (meist C282Y-Homozygotie). Eine Leberbiopsie mit Eisenquantifizierung ist nur noch bei unklaren Fällen nötig.
- A. Alpha-1-Antitrypsin-Mangel verursacht Lebererkrankung und Lungenemphysem, passt nicht zum Befundmuster.
- B. ANA/SMA sind Marker der Autoimmunhepatitis, nicht der Eisenspeicherkrankheit.
- C. AMA sind typisch für die primär biliäre Cholangitis, nicht für die Hämochromatose.
- E. Coeruloplasmin ist beim Morbus Wilson erniedrigt, nicht bei Eisenüberladung.
Eine 19-jährige Studentin wird wegen zunehmender Konzentrationsstörungen, eines feinschlägigen Tremors der Hände und einer Dysarthrie neurologisch vorstellig. Die Mutter berichtet zusätzlich über einen Leistungsabfall in der Schule seit einem Jahr. Die Spaltlampenuntersuchung zeigt einen grün-braunen Ring am Rand der Kornea beidseits. Welche Laborkonstellation stützt die Verdachtsdiagnose am stärksten?
- AErniedrigtes Coeruloplasmin und erhöhte Kupferausscheidung im 24-Stunden-Urin
- BErhöhtes Ferritin und erhöhte Transferrinsättigung
- CErniedrigtes Alpha-1-Antitrypsin im Serum
- DPositive ANA und Anti-SMA-Antikörper
- EErhöhtes IgG4 im Serum
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Die Kombination aus neuropsychiatrischen Symptomen bei einer jungen Patientin und dem Nachweis eines Kayser-Fleischer-Kornealrings ist hochverdächtig auf einen Morbus Wilson. Die Erkrankung beruht auf einer gestörten biliären Kupferausscheidung durch Mutation des ATP7B-Gens, wodurch Kupfer in Leber, Basalganglien und Kornea akkumuliert. Laborchemisch zeigt sich ein erniedrigtes Coeruloplasmin sowie eine erhöhte Kupferausscheidung im 24-Stunden-Sammelurin. Die Diagnose wird durch Leberbiopsie mit Kupferquantifizierung oder genetische Testung gesichert.
- B. Diese Konstellation spricht für eine Hämochromatose, nicht für Morbus Wilson.
- C. Alpha-1-Antitrypsin-Mangel zeigt ein anderes klinisches Bild ohne Kayser-Fleischer-Ring.
- D. Diese Antikörper sind typisch für die Autoimmunhepatitis.
- E. IgG4-Erhöhung ist charakteristisch für die IgG4-assoziierte Cholangitis.
Eine 34-jährige Frau stellt sich mit seit 6 Wochen bestehender Müdigkeit, Appetitlosigkeit und einem Ikterus der Skleren vor. Laborchemisch zeigen sich eine ALT von 420 U/l, AST 350 U/l und ein Gesamt-IgG von 22 g/l (Norm bis 16 g/l). Virushepatitis-Serologien sind negativ. Welcher Befund untermauert zusammen mit der Histologie die Verdachtsdiagnose am ehesten?
- AErniedrigtes Coeruloplasmin im Serum
- BErhöhtes Ferritin mit erhöhter Transferrinsättigung
- CPositives HBs-Antigen
- DPositive antinukleäre Antikörper und Anti-Smooth-Muscle-Antikörper
- EPositive antimitochondriale Antikörper
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Die Konstellation aus jungen Frauen, Hypergammaglobulinämie (IgG-Erhöhung) und erhöhten Transaminasen bei negativer Virusserologie ist typisch für eine Autoimmunhepatitis Typ 1. Diagnostisch wegweisend sind positive ANA und Anti-SMA, histologisch zeigt sich eine Interface-Hepatitis mit lymphoplasmazellulärer Infiltration. Therapie der ersten Wahl ist die Immunsuppression mit Prednisolon, häufig in Kombination mit Azathioprin zur Steroideinsparung gemäß AWMF-S2k-Leitlinie. Ohne Behandlung drohen Progression zur Leberzirrhose und Leberversagen.
- A. Dies ist ein Befund des Morbus Wilson.
- B. Diese Werte sprechen für eine Hämochromatose.
- C. Positives HBs-Antigen würde eine chronische Hepatitis B anzeigen, hier ist die Virusserologie negativ.
- E. AMA sind charakteristisch für die primär biliäre Cholangitis, nicht für die Autoimmunhepatitis Typ 1.
Leber – Zirrhose und Komplikationen
6 FragenEin 68-jähriger Patient mit bekannter Leberzirrhose wird von seiner Ehefrau vorgestellt, da er seit zwei Tagen zunehmend verlangsamt und zeitlich desorientiert ist. Bei der Untersuchung zeigt sich ein Flapping Tremor, der Ammoniakspiegel im Serum ist erhöht. Die Ehefrau berichtet, der Patient habe seit einer Woche Verstopfung und nehme ein neu angesetztes Diuretikum ein. Welche Maßnahme ist die Therapie der ersten Wahl?
- ASofortige Eiweißrestriktion in der Nahrung auf unter 20 g pro Tag
- BIntravenöse Gabe von Ornithin-Aspartat als alleinige Maßnahme
- COrale Gabe von Rifaximin als alleinige Erstlinientherapie ohne Lactulose
- DOrale Gabe von Lactulose mit Ziel von 2–3 weichen Stuhlgängen pro Tag
- EHochdosierte Gabe von Protonenpumpeninhibitoren
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Die hepatische Enzephalopathie wird durch die Anhäufung von Ammoniak und anderen Neurotoxinen bei eingeschränkter hepatischer Entgiftungsfunktion verursacht, häufig getriggert durch Obstipation, Diuretika-induzierte Elektrolytentgleisung oder Infekte. Therapie der ersten Wahl ist Lactulose, ein nicht resorbierbares Disaccharid, das den Darm-pH senkt, die Ammoniakbildung durch Darmbakterien reduziert und durch die abführende Wirkung die Ausscheidung beschleunigt. Ziel sind 2–3 weiche Stühle täglich. Rifaximin wird additiv bei rezidivierender Enzephalopathie eingesetzt, ersetzt Lactulose aber nicht als Erstlinie. Zusätzlich müssen Auslöser wie die Obstipation und das Diuretikum identifiziert und behandelt werden.
- A. Eine strenge Eiweißrestriktion wird heute nicht mehr empfohlen, da sie die Mangelernährung verstärkt.
- B. L-Ornithin-Aspartat kann additiv gegeben werden, ersetzt aber nicht Lactulose als Basistherapie.
- C. Rifaximin ist eine Zusatztherapie bei rezidivierender Enzephalopathie, nicht die alleinige Erstlinientherapie.
- E. Protonenpumpeninhibitoren haben keinen Stellenwert in der Therapie der hepatischen Enzephalopathie.
Bei einem 55-jährigen Patienten mit neu aufgetretenem Aszites wird eine diagnostische Parazentese durchgeführt. Das Serumalbumin beträgt 3,8 g/dl, das Albumin in der Aszitesflüssigkeit 1,2 g/dl. Welche Aussage zur Berechnung und Interpretation des Serum-Aszites-Albumin-Gradienten (SAAG) trifft zu?
- ADer SAAG beträgt 1,2 g/dl und ist diagnostisch nicht verwertbar
- BDer SAAG beträgt 2,6 g/dl und spricht gegen eine portale Hypertension
- CDer SAAG kann aus diesen Werten nicht berechnet werden
- DDer SAAG beträgt 5,0 g/dl und spricht für eine peritoneale Tuberkulose
- EDer SAAG beträgt 2,6 g/dl und spricht für eine portale Hypertension als Ursache
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Der SAAG errechnet sich als Differenz zwischen Serumalbumin und Aszitesalbumin: 3,8 g/dl minus 1,2 g/dl ergibt 2,6 g/dl. Ein SAAG ≥1,1 g/dl weist mit hoher Wahrscheinlichkeit auf eine portale Hypertension als Ursache des Aszites hin, etwa bei Leberzirrhose, Rechtsherzinsuffizienz oder Budd-Chiari-Syndrom. Ein SAAG <1,1 g/dl spricht eher für exsudative Ursachen wie Peritonealkarzinose oder Tuberkulose. Der SAAG ist damit zuverlässiger als die frühere Einteilung in Transsudat und Exsudat.
- A. Der Rechenwert ist falsch, der SAAG ist ein etabliertes und valides diagnostisches Kriterium.
- B. Ein SAAG von 2,6 g/dl liegt über dem Grenzwert von 1,1 g/dl und spricht gerade für eine portale Hypertension.
- C. Die Berechnung ist mit den gegebenen Werten eindeutig möglich.
- D. Der Rechenwert ist falsch, zudem würde ein niedriger, nicht ein hoher SAAG für Tuberkulose sprechen.
Ein 59-jähriger Patient mit bekannter Leberzirrhose und Aszites wird mit Fieber von 38,7 °C und zunehmenden Bauchschmerzen aufgenommen. Die diagnostische Aszitespunktion zeigt eine Granulozytenzahl von 650/µl. Welches ist der nächste therapeutische Schritt?
- AAbwarten der mikrobiologischen Kulturergebnisse vor Therapiebeginn
- BSofortige chirurgische Exploration des Abdomens
- CAlleinige diuretische Therapieintensivierung mit Spironolacton
- DSofortige empirische intravenöse Antibiotikatherapie, z. B. mit einem Cephalosporin der dritten Generation
- EAmbulante Verlaufskontrolle ohne sofortige Therapie
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Die spontane bakterielle Peritonitis (SBP) wird diagnostiziert, wenn die Granulozytenzahl im Aszites ≥250/µl beträgt, unabhängig vom Ausfall der Kultur. Da es sich um eine potenziell lebensbedrohliche Komplikation der Leberzirrhose handelt, muss sofort eine empirische intravenöse Antibiotikatherapie begonnen werden, üblicherweise mit einem Cephalosporin der dritten Generation wie Cefotaxim. Zusätzlich sollte bei ausgeprägter SBP eine Albumingabe erfolgen, um das Risiko eines hepatorenalen Syndroms zu senken. Eine Verzögerung der Therapie bis zum Kulturergebnis erhöht die Mortalität erheblich.
- A. Ein Abwarten der Kultur verzögert die lebensrettende Therapie unnötig, bereits die Granulozytenzahl begründet die Diagnose.
- B. Eine chirurgische Exploration ist bei der spontanen, nicht-sekundären Peritonitis nicht indiziert.
- C. Diuretika behandeln nicht die Infektion und verzögern die notwendige Antibiotikatherapie.
- E. Bei dieser lebensbedrohlichen Komplikation ist eine sofortige stationäre Therapie erforderlich.
Ein 64-jähriger Patient mit fortgeschrittener Leberzirrhose und ausgeprägtem Aszites entwickelt innerhalb von zwei Wochen einen Kreatininanstieg von 0,9 mg/dl auf 2,6 mg/dl. Eine Volumensubstitution mit Albumin über 48 Stunden sowie das Absetzen der Diuretika führen zu keiner Besserung. Urinsediment und Sonographie der Nieren sind unauffällig, es gibt keinen Hinweis auf eine strukturelle Nierenschädigung. Welcher Pathomechanismus liegt der Verdachtsdiagnose am ehesten zugrunde?
- AVerlegung der ableitenden Harnwege durch retroperitoneale Lymphknoten
- BDirekte toxische Schädigung der Tubuluszellen durch zirkulierende Gallensäuren
- CAufsteigende bakterielle Infektion der ableitenden Harnwege
- DSplanchnische arterielle Vasodilatation mit konsekutiver renaler Vasokonstriktion und verminderter Nierenperfusion
- EImmunkomplexvermittelte Glomerulonephritis bei chronischer Lebererkrankung
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Das hepatorenale Syndrom entsteht durch die portale Hypertension bei fortgeschrittener Leberzirrhose, die zu einer ausgeprägten splanchnischen arteriellen Vasodilatation führt, vermittelt vor allem durch Stickstoffmonoxid und andere Vasodilatatoren. Dies führt zu einer effektiven arteriellen Unterfüllung mit kompensatorischer Aktivierung des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems und des sympathischen Nervensystems, was eine renale Vasokonstriktion und Minderperfusion der Nieren bewirkt. Im Gegensatz zum prärenalen Nierenversagen bessert sich die Nierenfunktion beim hepatorenalen Syndrom definitionsgemäß nicht durch Volumengabe, da keine echte Hypovolämie vorliegt. Die Diagnose ist eine Ausschlussdiagnose nach Ausschluss struktureller Nierenschäden und fehlendem Ansprechen auf Albumingabe.
- A. Eine obstruktive Ursache wäre sonographisch als Harnstau erkennbar gewesen, dies liegt hier nicht vor.
- B. Eine direkte tubuläre Toxizität durch Gallensäuren ist kein etablierter Mechanismus des hepatorenalen Syndroms.
- C. Ein unauffälliges Urinsediment und die fehlende klinische Symptomatik sprechen gegen eine Harnwegsinfektion als Ursache.
- E. Eine Glomerulonephritis würde sich im Urinsediment zeigen, das hier unauffällig ist.
Ein 61-jähriger Patient mit bekannter alkoholtoxischer Leberzirrhose (Child-Pugh A) stellt sich zur Routinekontrolle vor. Er ist beschwerdefrei. Welche Maßnahme wird zur Früherkennung eines hepatozellulären Karzinoms bei diesem Patienten gemäß aktueller Leitlinie empfohlen?
- AMRT der Leber mit Kontrastmittel alle 3 Monate
- BKontrastmittel-CT des Abdomens einmal jährlich
- CLeberbiopsie einmal jährlich zur histologischen Kontrolle
- DAFP-Bestimmung allein alle 3 Monate ohne Bildgebung
- EAbdomensonographie und AFP-Bestimmung alle 6 Monate
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Bei allen Patienten mit Leberzirrhose besteht ein erhöhtes Risiko für ein hepatozelluläres Karzinom, weshalb eine Surveillance mittels Abdomensonographie in Kombination mit AFP-Bestimmung im 6-Monats-Intervall empfohlen wird. Dieses Intervall orientiert sich an der durchschnittlichen Tumorverdopplungszeit des HCC. Eine Schnittbildgebung mit CT oder MRT ist der Diagnosesicherung bei suspektem Sonographiebefund vorbehalten, nicht dem routinemäßigen Screening. Eine Leberbiopsie ist invasiv und für das Screening nicht indiziert.
- A. MRT ist zu aufwendig und teuer für ein regelmäßiges Screening und nicht leitliniengerecht als Erstuntersuchung.
- B. CT ist zur Abklärung eines suspekten Befundes gedacht, nicht zum routinemäßigen Screening, und mit Strahlenbelastung verbunden.
- C. Eine Biopsie ist invasiv, mit Risiken behaftet und für die Surveillance nicht vorgesehen.
- D. AFP allein hat eine unzureichende Sensitivität und Spezifität und muss immer mit Bildgebung kombiniert werden.
Eine 52-jährige Frau stellt sich wegen seit Monaten bestehendem Pruritus und zunehmender Müdigkeit vor. Laborchemisch zeigen sich eine erhöhte alkalische Phosphatase (380 U/l) und eine erhöhte Gamma-GT, die Transaminasen sind nur leicht erhöht. Das Bilirubin liegt im Normbereich. Welcher Antikörper ist für die Diagnosestellung am wegweisendsten?
- AAnti-glatte-Muskulatur-Antikörper (SMA)
- BAnti-Saccharomyces-cerevisiae-Antikörper (ASCA)
- CAntimitochondriale Antikörper (AMA)
- Dp-ANCA
- EAnti-LKM-1-Antikörper
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Die primär biliäre Cholangitis ist durch einen cholestatischen Laborbefund (erhöhte AP und Gamma-GT bei meist nur gering erhöhten Transaminasen) und den Nachweis antimitochondrialer Antikörper (AMA, insbesondere AMA-M2) in über 90 % der Fälle charakterisiert. Die Diagnose wird durch das typische Labormuster plus AMA-Positivität gestellt, eine Leberbiopsie ist nur bei unklaren Fällen notwendig. Therapeutisch ist Ursodesoxycholsäure die Erstlinientherapie, die die Prognose verbessert. SMA und Anti-LKM-1 sind typisch für die Autoimmunhepatitis, ASCA und p-ANCA sind mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen bzw. PSC assoziiert.
- A. SMA sind typisch für die Autoimmunhepatitis Typ 1, nicht für die PBC.
- B. ASCA sind vor allem bei Morbus Crohn nachweisbar und für die PBC nicht spezifisch.
- D. p-ANCA finden sich eher bei Colitis ulcerosa und primär sklerosierender Cholangitis.
- E. Anti-LKM-1-Antikörper sind charakteristisch für die Autoimmunhepatitis Typ 2.
Gallenwege
4 FragenEine 45-jährige Patientin berichtet über rezidivierende, kolikartige Schmerzen im rechten Oberbauch nach fettreichen Mahlzeiten. Die Schmerzen treten seit mehreren Wochen episodisch auf und klingen jeweils nach ein bis zwei Stunden spontan ab. Welche Untersuchung ist der nächste diagnostische Schritt?
- AOrale Cholezystographie
- BEndoskopisch-retrograde Cholangiopankreatikographie (ERCP)
- CAbdomensonographie
- DDiagnostische Laparoskopie
- ENativ-CT des Abdomens
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Bei klinischem Verdacht auf eine symptomatische Cholelithiasis ist die Abdomensonographie die Methode der ersten Wahl, da sie Gallensteine mit hoher Sensitivität und Spezifität nachweisen kann, nicht invasiv, kostengünstig und ohne Strahlenbelastung ist. Sie erlaubt zudem die Beurteilung der Gallenblasenwand und der Gallenwege. Eine ERCP ist invasiv und nur bei Verdacht auf Choledocholithiasis mit therapeutischer Intention indiziert. Die orale Cholezystographie ist obsolet und wird in der modernen Diagnostik nicht mehr eingesetzt.
- A. Die orale Cholezystographie ist ein veraltetes Verfahren und wird heute nicht mehr angewendet.
- B. ERCP ist invasiv, mit Risiken wie Pankreatitis verbunden und nur bei Verdacht auf Gangsteine indiziert, nicht als Erstuntersuchung.
- D. Eine Laparoskopie ist zu invasiv für die reine Diagnostik einer Cholelithiasis.
- E. Ein Nativ-CT hat eine geringere Sensitivität für Gallensteine als die Sonographie, insbesondere bei nicht kalzifizierten Steinen.
Ein 54-jähriger Patient wird mit seit 18 Stunden bestehenden Schmerzen im rechten Oberbauch, Fieber von 38,6 °C und positivem Murphy-Zeichen stationär aufgenommen. Die Sonographie zeigt eine verdickte Gallenblasenwand (5 mm) mit multiplen Konkrementen, passend zu einer akuten Cholezystitis. Welches therapeutische Vorgehen ist bei diesem Patienten indiziert?
- AERCP mit Papillotomie als kausale Therapie
- BKonservative Therapie mit Antibiotika und elektive Cholezystektomie nach 6 Wochen
- CFrühelektive laparoskopische Cholezystektomie innerhalb von 24 Stunden
- DAbwartendes Verhalten ohne Antibiotikatherapie bis zur Beschwerdefreiheit
- EPerkutane transhepatische Cholezystostomie als definitive Therapie
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Bei der akuten Cholezystitis wird gemäß aktueller Leitlinie die frühelektive laparoskopische Cholezystektomie innerhalb von 24 Stunden nach Diagnosestellung empfohlen, da sie gegenüber dem verzögerten Vorgehen mit niedrigerer Morbidität, kürzerer Krankenhausverweildauer und keiner erhöhten Komplikationsrate assoziiert ist. Eine rein konservative Therapie mit verzögerter Operation birgt das Risiko eines Rezidivs oder einer Komplikation wie Gallenblasenempyem oder Perforation während der Wartezeit. Die perkutane Cholezystostomie ist Patienten mit hohem OP-Risiko vorbehalten, bei denen eine Operation nicht möglich ist. Die ERCP hat bei der unkomplizierten Cholezystitis ohne Choledocholithiasis keinen Stellenwert.
- A. Eine ERCP ist nur bei begleitender Choledocholithiasis indiziert, nicht bei isolierter Cholezystitis.
- B. Das verzögerte Vorgehen nach 6 Wochen ist mit höherem Risiko für Komplikationen während der Wartezeit verbunden und nicht mehr Standard.
- D. Ein rein abwartendes Verhalten ohne Antibiotikagabe ist bei akuter Cholezystitis nicht leitliniengerecht.
- E. Die Cholezystostomie ist nur bei Hochrisikopatienten indiziert, die nicht operationsfähig sind, nicht als Standardtherapie.
Ein 34-jähriger Mann mit seit 5 Jahren bekannter Colitis ulcerosa stellt sich mit zunehmendem Pruritus und erhöhten Cholestaseparametern (alkalische Phosphatase 420 U/l, Gamma-GT 310 U/l) vor. Die Transaminasen sind nur gering erhöht, AMA sind negativ. Welche Untersuchung sichert am besten die Diagnose?
- AEndoskopisch-retrograde Cholangiopankreatikographie als Erstuntersuchung
- BAbdomensonographie der Gallenblase
- CBestimmung der antimitochondrialen Antikörper
- DMagnetresonanz-Cholangiopankreatikographie (MRCP)
- EPerkutane Leberbiopsie als alleinige Diagnostik
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Bei der primär sklerosierenden Cholangitis, die häufig mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen, insbesondere der Colitis ulcerosa, assoziiert ist, zeigt die MRCP die typischen perlschnurartigen Strikturen und Dilatationen der intra- und extrahepatischen Gallenwege und ist als nicht invasives Verfahren die Methode der ersten Wahl zur Diagnosesicherung. Die ERCP liefert zwar vergleichbare Bilder, ist aber invasiv und mit Risiken wie Pankreatitis verbunden, weshalb sie der MRCP als Erstuntersuchung nachgeordnet ist. AMA sind bei PSC typischerweise negativ und daher für die Diagnose nicht hilfreich. Eine Leberbiopsie kann unterstützend sein, ersetzt aber nicht die bildgebende Darstellung der Gallenwege.
- A. Die ERCP ist invasiv und wird aufgrund der Risiken erst eingesetzt, wenn die MRCP nicht ausreichend ist oder eine Intervention nötig wird.
- B. Die Sonographie kann allenfalls Hinweise liefern, stellt die Gallengangsveränderungen aber nicht ausreichend genau dar.
- C. AMA sind charakteristisch für die PBC, bei der PSC in der Regel negativ.
- E. Eine alleinige Biopsie ist weniger spezifisch und ersetzt nicht die Darstellung des Gallenwegssystems.
Bei einer 70-jährigen Patientin wird im Rahmen einer Abdomensonographie eine diffuse, schalenförmige Verkalkung der Gallenblasenwand festgestellt, vereinbar mit einer sogenannten Porzellangallenblase. Welcher Mechanismus erklärt die klinische Bedeutung dieses Befundes?
- ADie Porzellangallenblase entsteht durch bakterielle Besiedlung und erhöht das Risiko einer Sepsis
- BDie Verkalkung ist Ausdruck einer portalen Hypertension mit konsekutiver Gallenblasenwandstauung
- CChronische Entzündung und Verkalkung der Gallenblasenwand erhöhen das Risiko für ein Gallenblasenkarzinom
- DDie Wandverkalkung begünstigt die Entstehung einer akuten Pankreatitis durch Reflux von Galle
- EDie Verkalkung führt durch mechanische Obstruktion zu rezidivierenden Cholangitiden
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Die Porzellangallenblase entsteht durch chronische Entzündung mit dystrophischer Verkalkung der Gallenblasenwand, meist auf dem Boden einer langjährigen Cholelithiasis. Dieser chronisch-entzündliche Prozess ist mit einem deutlich erhöhten Risiko für die Entwicklung eines Gallenblasenkarzinoms assoziiert, weshalb bei diesem Befund eine prophylaktische Cholezystektomie empfohlen wird. Eine Choledochusobstruktion oder portale Hypertension sind pathophysiologisch nicht die Ursache dieses Befundes. Die Verkalkung selbst ist kein infektiöser Prozess und erhöht nicht primär das Sepsisrisiko.
- A. Die Verkalkung ist Folge chronischer Entzündung, nicht primär einer bakteriellen Besiedlung mit Sepsisrisiko.
- B. Eine portale Hypertension ist nicht die Ursache der Wandverkalkung.
- D. Ein Zusammenhang mit einer Pankreatitis durch Gallereflux besteht bei diesem Befund nicht.
- E. Die Porzellangallenblase führt nicht primär zu einer mechanischen Gangobstruktion oder Cholangitis.
Pankreas
5 FragenEin 47-jähriger Patient stellt sich mit seit 6 Stunden bestehenden, in den Rücken ausstrahlenden Oberbauchschmerzen und Übelkeit vor. Die Lipase im Serum beträgt das 4-Fache des oberen Normwerts. Die Abdomensonographie zeigt keine eindeutigen Zeichen einer Pankreatitis. Welche Aussage zur Diagnosestellung trifft zu?
- AEine Lipase-Erhöhung unter dem Dreifachen des Normwerts beweist bereits eine akute Pankreatitis
- BDie Diagnose erfordert zwingend den Nachweis typischer Veränderungen in der Kontrastmittel-CT
- CEine Lipase-Erhöhung ohne passende Bildgebung schließt eine akute Pankreatitis aus
- DDie Diagnose kann nur durch eine ERCP mit Darstellung des Ductus pancreaticus gesichert werden
- EDie Diagnose einer akuten Pankreatitis kann allein anhand von Klinik und Lipase-Erhöhung über das Dreifache des Normwerts gestellt werden
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Nach den revidierten Atlanta-Kriterien wird die Diagnose einer akuten Pankreatitis gestellt, wenn mindestens zwei der folgenden drei Kriterien erfüllt sind: typische klinische Symptomatik (akuter, in den Rücken ausstrahlender Oberbauchschmerz), eine Lipase- oder Amylase-Erhöhung auf mindestens das Dreifache des oberen Normwerts, und charakteristische Befunde in der Bildgebung. Da bei diesem Patienten bereits Klinik und laborchemisches Kriterium erfüllt sind, ist die Bildgebung für die Diagnosestellung nicht zwingend erforderlich. Eine CT ist nur bei diagnostischer Unsicherheit oder zur Beurteilung von Komplikationen nach 72 Stunden indiziert, nicht routinemäßig zur Diagnosestellung. Eine ERCP ist bei der akuten Pankreatitis diagnostisch nicht indiziert und wird nur therapeutisch bei biliärer Genese mit Choledocholithiasis eingesetzt.
- A. Eine Lipase-Erhöhung unter dem Dreifachen des Normwerts erfüllt das laborchemische Kriterium nicht und beweist für sich allein keine Pankreatitis.
- B. Eine CT ist nicht routinemäßig zur Diagnosestellung erforderlich, sondern nur bei Unsicherheit oder Komplikationsverdacht.
- C. Zwei von drei Kriterien reichen aus, eine fehlende Bildgebung schließt die Diagnose bei erfüllten anderen Kriterien nicht aus.
- D. Eine ERCP dient nicht der Diagnosestellung der akuten Pankreatitis, sondern ist therapeutischen Indikationen vorbehalten.
Ein 52-jähriger Mann stellt sich mit seit 6 Stunden bestehenden, stärksten, gürtelförmig in den Rücken ausstrahlenden Oberbauchschmerzen und Erbrechen vor. RR 100/65 mmHg, Herzfrequenz 112/min, Temperatur 37,9 °C. Die Lipase im Serum beträgt 1200 U/l (Norm bis 60 U/l). In der Sonographie zeigen sich multiple Gallenblasensteine ohne Cholestasezeichen. Welche Maßnahme ist initial am wichtigsten?
- ANasogastrale Ablaufsonde und vollständige parenterale Ernährung ab dem ersten Tag
- BSofortige laparoskopische Cholezystektomie innerhalb von 24 Stunden
- CBreitspektrum-Antibiotikatherapie mit Imipenem ab Diagnosestellung
- DSofortige endoskopische retrograde Cholangiopankreatikographie (ERCP) innerhalb von 24 Stunden
- EGroßzügige intravenöse Flüssigkeitssubstitution mit kristalloiden Lösungen und adäquate Analgesie
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Die Basistherapie der akuten Pankreatitis jeder Genese besteht in einer frühen, großzügigen intravenösen Flüssigkeitssubstitution (zur Kreislaufstabilisierung und Verbesserung der Pankreasperfusion) sowie einer suffizienten Schmerztherapie. Eine frühe enterale Ernährung, sobald toleriert, wird der parenteralen Ernährung vorgezogen. Eine prophylaktische Antibiotikagabe ist ohne Nachweis einer Infektion nicht indiziert. Eine ERCP ist nur bei biliärer Pankreatitis mit Cholangitis oder persistierender Choledocholithiasis dringlich, hier liegt aber keine Cholestase vor.
- A. Eine Magensonde und totale parenterale Ernährung sind nicht routinemäßig indiziert; früher enteraler Kostaufbau ist vorteilhaft.
- B. Die Cholezystektomie sollte bei milder biliärer Pankreatitis im selben stationären Aufenthalt, aber erst nach Abklingen der akuten Entzündung erfolgen.
- C. Eine prophylaktische Antibiotikagabe ohne Infektionsnachweis verbessert die Prognose nicht und wird nicht empfohlen.
- D. Eine dringliche ERCP ist nur bei Nachweis einer begleitenden Cholangitis oder persistierenden Gangobstruktion indiziert, die hier fehlt.
Eine 48-jährige Patientin mit bekannter chronischer Pankreatitis bei langjährigem Alkoholkonsum berichtet über seit Monaten bestehende, voluminöse, übelriechende Fettstühle und einen Gewichtsverlust von 8 kg. Die fäkale Elastase-1 ist mit 85 µg/g Stuhl erniedrigt (Norm > 200 µg/g). Welche therapeutische Maßnahme ist in dieser Situation vorrangig?
- AOctreotid subkutan zur Reduktion der Pankreassekretion
- BParenterale Substitution fettlöslicher Vitamine ohne Enzymgabe
- CStrikte fettarme Diät unter 20 g Fett pro Tag
- DOrale Substitution von Pankreasenzymen zu den Mahlzeiten
- EDauertherapie mit einem Protonenpumpeninhibitor in Standarddosis
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Die exokrine Pankreasinsuffizienz, hier durch die erniedrigte fäkale Elastase-1 belegt, führt zu Maldigestion mit Steatorrhoe und Gewichtsverlust. Therapie der Wahl ist die orale Substitution von Pankreasenzymen (Pankreatin) in ausreichender Dosierung zu jeder Mahlzeit, um die Fettverdauung zu normalisieren. Eine strenge Fettrestriktion wird heute nicht mehr empfohlen, da sie die Kalorienzufuhr und den Ernährungszustand weiter verschlechtert. PPI können als Zusatztherapie bei unzureichendem Ansprechen zur Säurehemmung sinnvoll sein, ersetzen aber nicht die Enzymsubstitution.
- A. Octreotid hemmt die Pankreassekretion und würde die exokrine Insuffizienz verschlechtern, nicht verbessern.
- B. Eine alleinige Vitaminsubstitution behebt die zugrunde liegende Maldigestion nicht.
- C. Eine strikte Fettrestriktion wird nicht mehr empfohlen und verschlechtert die Energiebilanz der ohnehin kachektischen Patientin.
- E. PPI können additiv zur Enzymsubstitution gegeben werden, sind aber nicht die primäre Maßnahme bei exokriner Insuffizienz.
Ein 68-jähriger Mann bemerkt seit zwei Wochen eine zunehmende, schmerzlose Gelbfärbung der Skleren sowie dunklen Urin und entfärbten Stuhl. Er hat in den letzten drei Monaten 6 kg Gewicht verloren. Bei der Untersuchung tastet man im rechten Oberbauch eine prall-elastische, nicht schmerzhafte, vergrößerte Gallenblase. Das Bilirubin beträgt 6,8 mg/dl, die alkalische Phosphatase ist deutlich erhöht. Welche Diagnose ist am wahrscheinlichsten?
- ACholedocholithiasis mit akuter Cholangitis
- BChronische Pankreatitis mit Gangstriktur
- CKarzinom des Pankreaskopfes
- DAkute Virushepatitis
- EPrimär sklerosierende Cholangitis
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Die Kombination aus schmerzlosem Ikterus, tastbarer, prall-elastischer, nicht schmerzhafter Gallenblase (positives Courvoisier-Zeichen) und ungewolltem Gewichtsverlust bei einem älteren Patienten ist hochverdächtig auf ein Pankreaskopfkarzinom mit Kompression des Ductus choledochus. Zur weiteren Abklärung dienen Endosonographie und CT, der Tumormarker CA 19-9 kann die Verdachtsdiagnose unterstützen, ist aber nicht beweisend. Bei Choledocholithiasis ist die Gallenblase meist durch chronische Entzündung schrumpfig und nicht prall tastbar, zudem verursacht sie typischerweise Koliken und Fieber.
- A. Eine Cholangitis geht typischerweise mit Fieber, Schmerzen und einer nicht prall-elastisch tastbaren, oft vorgeschädigten Gallenblase einher (Charcot-Trias).
- B. Eine Gangstriktur bei chronischer Pankreatitis tritt meist bei bekannter Vorerkrankung mit rezidivierenden Schmerzschüben auf, nicht als schmerzloser Ikterus.
- D. Eine Virushepatitis verursacht keine tastbare, prall-elastische Gallenblase und meist keinen so ausgeprägten Gewichtsverlust.
- E. Die PSC betrifft meist jüngere Patienten, oft mit begleitender chronisch-entzündlicher Darmerkrankung, nicht mit tastbarer Gallenblase.
Eine 61-jährige Patientin wird wegen schwerer akuter Pankreatitis seit 12 Tagen intensivmedizinisch behandelt. Am 12. Tag entwickelt sie erneut Fieber bis 39,2 °C, die Leukozytenzahl steigt auf 19.000/µl, das CRP auf 220 mg/l. In der Kontroll-CT zeigt sich eine ausgedehnte peripankreatische Nekrosezone mit Lufteinschlüssen innerhalb der Nekrose. Welches Vorgehen ist indiziert?
- AERCP mit Papillotomie zur Druckentlastung des Pankreasgangs
- BAlleinige intravenöse Breitspektrum-Antibiotikatherapie ohne Intervention
- CInterventionelle oder endoskopische Drainage der infizierten Nekrose mit anschließender gezielter Antibiotikatherapie
- DSofortige offene chirurgische Nekrosektomie als Standardverfahren
- EAbwartendes Vorgehen mit engmaschigen CT-Kontrollen ohne Therapieänderung
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Lufteinschlüsse innerhalb einer Nekrosezone bei klinischer Verschlechterung (Fieber, Leukozytose, CRP-Anstieg) sind beweisend für eine infizierte Pankreasnekrose. Leitliniengerecht erfolgt heute primär ein minimal-invasives, schrittweises Vorgehen ('Step-up-Approach') mit interventioneller oder endoskopischer Drainage, kombiniert mit gezielter Antibiotikatherapie nach Erregernachweis. Eine offene chirurgische Nekrosektomie ist mit höherer Morbidität und Mortalität assoziiert und wird nur bei Versagen der minimal-invasiven Verfahren eingesetzt. Eine alleinige Antibiotikatherapie ohne Fokussanierung ist bei infizierter Nekrose nicht ausreichend.
- A. Eine ERCP ist bei dieser Komplikation nicht indiziert, da keine Gangobstruktion, sondern eine infizierte Nekrose vorliegt.
- B. Eine infizierte Nekrose erfordert zusätzlich eine Fokussanierung durch Drainage; Antibiotika allein sanieren die Infektion nicht.
- D. Die primäre offene Nekrosektomie ist nicht mehr Standard, da sie mit höherer Morbidität und Letalität verbunden ist als der minimal-invasive Step-up-Ansatz.
- E. Bei Hinweisen auf eine infizierte Nekrose mit klinischer Verschlechterung ist ein abwartendes Vorgehen nicht gerechtfertigt.
Gastrointestinale Blutung
3 FragenBei einem 70-jährigen Patienten mit Teerstuhl wird eine Notfallgastroskopie durchgeführt. Im Bulbus duodeni findet sich ein Ulkus mit einem sichtbaren, nicht blutenden Gefäßstumpf am Ulkusgrund. Welcher Forrest-Klassifikation entspricht dieser endoskopische Befund, und welche Konsequenz ergibt sich daraus?
- AForrest IIb, ausschließlich medikamentöse Therapie mit PPI ohne endoskopische Maßnahme
- BForrest IIc, rein konservative Therapie ohne endoskopische Intervention ausreichend
- CForrest Ib, sofortige operative Versorgung erforderlich
- DForrest IIa, endoskopische Blutstillung indiziert aufgrund hohen Rezidivblutungsrisikos
- EForrest III, Entlassung mit oraler PPI-Therapie ohne weitere Kontrolle möglich
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Ein sichtbarer, nicht aktiv blutender Gefäßstumpf am Ulkusgrund entspricht Forrest IIa und ist mit einem hohen Rezidivblutungsrisiko von über 40 % ohne Intervention assoziiert. Leitliniengerecht sollte bei diesem Befund eine endoskopische Blutstillung erfolgen, zum Beispiel durch Kombination von Injektionstherapie mit mechanischer oder thermischer Methode. Zusätzlich wird eine hochdosierte intravenöse PPI-Therapie angeschlossen. Forrest-Stadien mit aktiver Blutung (Ia/Ib) oder sichtbarem Gefäßstumpf (IIa) erfordern eine Intervention, während ein sauberer Ulkusgrund (Forrest III) konservativ behandelt werden kann.
- A. Forrest IIb beschreibt ein anhaftendes Koagel, nicht einen sichtbaren Gefäßstumpf; zudem ist eine endoskopische Maßnahme indiziert.
- B. Forrest IIc beschreibt einen flachen, pigmentierten Fleck mit niedrigem Rezidivrisiko, nicht einen sichtbaren Gefäßstumpf.
- C. Forrest Ib beschreibt eine aktive, sickernde Blutung, nicht einen nicht blutenden Gefäßstumpf; eine primäre Operation ist zudem nicht die Therapie der ersten Wahl.
- E. Forrest III beschreibt einen Ulkusgrund ohne Blutungszeichen; dieser Befund mit Gefäßstumpf erfordert eine endoskopische Intervention.
Ein 64-jähriger Patient wird mit Hämatemesis und schwarzem Teerstuhl in die Notaufnahme gebracht. RR 90/55 mmHg, Herzfrequenz 128/min, Hämoglobin 6,8 g/dl. Nach Anlage zwei großlumiger venöser Zugänge und Beginn der Volumensubstitution, welche Maßnahme sollte als Nächstes erfolgen?
- AIntravenöse Gabe eines Protonenpumpeninhibitors und Veranlassung einer Erythrozytenkonzentrat-Transfusion
- BSofortige diagnostische Koloskopie zur Lokalisation der Blutungsquelle
- CAbwarten einer elektiven Gastroskopie innerhalb der nächsten 72 Stunden
- DNotfallmäßige explorative Laparotomie zur Blutungskontrolle
- EOrale Gabe eines H2-Rezeptorblockers und Beobachtung auf der Normalstation
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Bei Verdacht auf obere gastrointestinale Blutung mit hämodynamischer Instabilität und ausgeprägter Anämie (Hb 6,8 g/dl) stehen nach Beginn der Volumensubstitution die intravenöse PPI-Gabe und die Transfusion von Erythrozytenkonzentraten im Vordergrund, um die Gerinnungssituation und den Sauerstofftransport zu verbessern, bevor eine Ösophagogastroduodenoskopie (ÖGD) innerhalb von 24 Stunden erfolgt. Eine Koloskopie ist bei Verdacht auf eine obere Blutungsquelle nicht zielführend. Eine chirurgische Intervention ist nur bei endoskopisch nicht beherrschbarer Blutung indiziert.
- B. Bei klinischem Verdacht auf eine obere GI-Blutung (Hämatemesis) ist die Koloskopie nicht die zielführende Untersuchung.
- C. Bei hämodynamischer Instabilität darf die Endoskopie nicht verzögert werden; sie sollte nach Stabilisierung zeitnah, meist innerhalb von 24 Stunden, erfolgen.
- D. Eine primäre Operation ist nur bei endoskopisch nicht stillbarer Blutung indiziert, nicht als initiale Maßnahme.
- E. H2-Blocker sind der PPI-Therapie unterlegen, und eine instabile Blutung erfordert eine intensivmedizinische Überwachung, nicht die Normalstation.
Ein 55-jähriger Patient hat seit Wochen rezidivierende Teerstühle und eine Eisenmangelanämie mit einem Hämoglobin von 9,1 g/dl. Ösophagogastroduodenoskopie und Koloskopie zeigen keine Blutungsquelle. Welche Untersuchung ist der nächste sinnvolle Schritt zur Lokalisation der Blutungsquelle?
- AWiederholung der Ösophagogastroduodenoskopie am nächsten Tag
- BNative Abdomen-Röntgenaufnahme im Stehen
- CVideokapselendoskopie des Dünndarms
- DDiagnostische Laparoskopie mit intraoperativer Enteroskopie als Erstmaßnahme
- EAbdomensonographie mit Duplexsonographie der Mesenterialgefäße
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Bei unauffälliger ÖGD und Koloskopie trotz Blutungszeichen liegt der Verdacht auf eine mittlere gastrointestinale Blutung aus dem Dünndarm nahe. Die Videokapselendoskopie ist die Methode der ersten Wahl zur nicht-invasiven Lokalisation von Dünndarmblutungen und kann die weitere Enteroskopie gezielt steuern. Eine CT- oder Katheterangiographie wird eingesetzt, wenn eine akute, hämodynamisch relevante Blutung aktiv ist. Eine diagnostische Laparoskopie mit intraoperativer Enteroskopie ist invasiv und bleibt therapierefraktären oder akut lebensbedrohlichen Situationen vorbehalten.
- A. Eine Wiederholung derselben Untersuchung ohne neue Fragestellung ist wenig zielführend, wenn der Dünndarm als Blutungsquelle im Raum steht.
- B. Eine Abdomenübersichtsaufnahme dient der Suche nach freier Luft oder Ileuszeichen, nicht der Lokalisation einer gastrointestinalen Blutung.
- D. Eine invasive Laparoskopie mit intraoperativer Enteroskopie ist speziellen, therapierefraktären Fällen vorbehalten und keine Erstlinienmaßnahme.
- E. Eine Sonographie hat eine zu geringe Sensitivität zur Detektion von Dünndarmblutungen und ist nicht die Methode der Wahl.
Pharmakologie/Allgemein
1 FragenEine 74-jährige Patientin nimmt seit sieben Jahren täglich Omeprazol wegen einer gastroösophagealen Refluxkrankheit ein. Sie fragt nach möglichen Risiken der Langzeiteinnahme. Welche Nebenwirkung ist bei langjähriger Protonenpumpeninhibitor-Therapie am besten belegt?
- AErhöhtes Risiko für eine akute interstitielle Lungenerkrankung
- BDeutlich erhöhtes Risiko für eine hypertensive Krise
- CErhöhtes Risiko für Frakturen durch Osteoporose und für Clostridioides-difficile-Infektionen
- DDeutlich erhöhtes Risiko für die Entwicklung eines Diabetes mellitus Typ 2
- EErhöhtes Risiko für eine periphere Polyneuropathie
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Die langjährige Einnahme von Protonenpumpeninhibitoren ist mit einem erhöhten Frakturrisiko durch verminderte Kalziumresorption und sekundäre Osteoporose sowie mit einem erhöhten Risiko für Clostridioides-difficile-assoziierte Diarrhöen aufgrund der verminderten Magensäurebarriere assoziiert. Weitere bekannte Risiken sind Vitamin-B12-Mangel, Hypomagnesiämie und ein erhöhtes Pneumonierisiko. Daher sollte die Indikation zur Langzeittherapie regelmäßig überprüft und die niedrigste wirksame Dosis angestrebt werden. Eine Polyneuropathie, Diabetes mellitus, interstitielle Lungenerkrankung oder hypertensive Krise sind keine belegten PPI-Nebenwirkungen.
- A. Eine interstitielle Lungenerkrankung gehört nicht zu den bekannten PPI-Nebenwirkungen.
- B. PPI senken die Magensäureproduktion und haben keinen bekannten Zusammenhang mit hypertensiven Krisen.
- D. Ein erhöhtes Diabetesrisiko ist für PPI nicht belegt.
- E. Eine periphere Polyneuropathie ist keine bekannte Nebenwirkung der PPI-Therapie.
Häufige Fragen
Sind das echte M2-Fragen?
Nein. Es sind eigene Übungsfragen im Stil des M2 nach dem Gegenstandskatalog; Originalfragen des IMPP geben wir nicht wieder. Ein zweites, unabhängiges Modell hat jede Frage ohne Lösung beantwortet, Fragen mit strittiger Lösung wurden entfernt.
Wie nutze ich diese Fragen zu Gastroenterologie am besten?
Kreuzen Sie zuerst das Quiz, ohne die Lösungen anzusehen, und lesen Sie dann die Erklärung zu jeder falschen oder geratenen Frage. Das Lernziel unter jeder Lösung ist der Merksatz.
Sind die Fragen kostenlos?
Ja. Alle Fragen, Lösungen und Erklärungen auf dieser Seite sind kostenlos und ohne Anmeldung.
Weitere Fächer im M2
Die Fragen des M2 erstellt das IMPP. WhiteCoat Pro steht in keiner Verbindung zu diesem Institut und wird von ihm nicht empfohlen. Alle Fragen sind eigene Übungsfragen: von der Redaktion von WhiteCoat Pro mit KI-Unterstützung geschrieben und von einem zweiten, unabhängigen KI-Modell geprüft, das jede Frage ohne Lösung beantwortet; Fragen mit strittiger Lösung werden entfernt. Es sind keine echten Prüfungsfragen. Nur zu Lernzwecken, keine ärztliche Beratung.