Verlauf und Ursprungsäste des Nervs
Funktionell ist der Oberkiefernerv ein rein sensibler Nerv. Seine Topographie beginnt in der Schädelhöhle, von wo aus der Nerv zum Austritt durch das Foramen rotundum verläuft. Nach dem Durchtritt durch dieses Foramen gelangt der Nervenstamm in die Fossa pterygopalatina, wo seine Hauptaufteilung stattfindet.
Noch vor dem Verlassen der Schädelhöhle geht aus dem Stamm der R. meningeus (r. meningeus) hervor. Seine Hauptaufgabe ist die sensible Innervation der Dura mater cranialis.
Hauptäste in der Fossa pterygopalatina
In der Fossa pterygopalatina angekommen, gibt der Nervus maxillaris eine Reihe wichtiger Äste ab, die die Sensibilität verschiedener Strukturen des Gesichtsschädels gewährleisten:
- Rami alveolares superiores posteriores (nn. alveolares superiores). Beteiligen sich an der Innervation der Oberkieferzähne.
- Ganglionäre Äste. Ziehen zum Ganglion pterygopalatinum (ganglion pterygopalatinum).
- Nervus zygomaticus (n. zygomaticus). Dieser Ast teilt sich weiter in zwei Endäste auf: den R. zygomaticofacialis (r. zygomaticofacialis) und den R. zygomaticotemporalis (r. zygomaticotemporalis).
Zusammen innervieren diese Äste gemeinsam mit dem Endabschnitt des Nervs ausgedehnte Gebiete: die Haut des Unterlids, der Wange, der Oberlippe sowie die Schleimhaut der Nasenhöhle und des Gaumens.
Nervus infraorbitalis
Der Nervus infraorbitalis (n. infraorbitalis) ist die direkte und größte Fortsetzung des Oberkiefernervs. Auf seinem weiteren Weg gibt er zahlreiche Äste an die Strukturen des Gesichts und des Kiefer-Gesichts-Systems ab.
Zu den Ästen des Nervus infraorbitalis gehören:
- R. alveolaris superior medius (r. alveolaris superior medius).
- Rami alveolares superiores anteriores (rr. alveolares superiores anteriores).
- Rami palpebrales inferiores (rr. palpebrales inferiores) — vermitteln die Sensibilität der Unterlidaut.
- Rami nasales externi et interni (rr. nasales externi et interni) — innervieren die entsprechenden Nasenabschnitte.
- Rami labiales superiores (rr. labiales superiores) — sind für die Sensibilität der Oberlippe zuständig.
Kurz gefasst: Antworten auf Fragen zum Thema
Welche Funktionen hat das Ganglion pterygopalatinum und welche Äste ziehen zu ihm?
Das Ganglion pterygopalatinum (ganglion pterygopalatinum) ist ein vegetatives Ganglion des Gesichts, das mit dem II. Ast des N. trigeminus verbunden ist.
Vom Oberkiefernerv (n. maxillaris, V2) ziehen Äste zum Ganglion pterygopalatinum (ganglion pterygopalatinum).
Welches sind die exakten Austrittspunkte der Äste des Nervus infraorbitalis im Gesicht?
Der Nervus infraorbitalis tritt durch das Foramen infraorbitale in das lockere Bindegewebe der Fossa canina aus, wo er den kleineren Gänsefuß (Pes anserinus minor) bildet.
Hier entspringen seine Endäste:
- Rami palpebrales inferiores (rr. palpebrales inferiores) — ziehen zur Haut des Unterlids.
- Rami nasales externi et interni (rr. nasales externi et interni) — verlaufen zur lateralen Nasenfläche.
- Rami labiales superiores (rr. labiales superiores) — innervieren Haut und Schleimhaut der Oberlippe.
Welche Trigeminuskerne sind mit den sensiblen Fasern des Oberkiefernervs verschaltet?
Die sensiblen Fasern des Oberkiefernervs leiten afferente Informationen an die drei sensiblen Trigeminuskerne im Hirnstamm weiter.
- Nucleus principalis n. trigemini (nucleus principalis n. trigemini) — nimmt Fasern der Epikritik (Tast-, Berührungs- und Druckempfinden) auf.
- Nucleus spinalis n. trigemini (nucleus spinalis n. trigemini) — nimmt Fasern der Protopathie (Schmerz- und Temperaturreize) auf.
- Nucleus mesencephalicus n. trigemini (nucleus mesencephalicus n. trigemini) — nimmt propriozeptive Fasern auf.
Fragen aus Vorlesungen und Prüfungen
Enthält der Oberkiefernerv motorische Fasern?
Nein, der Oberkiefernerv ist ein rein sensibler Nerv. Motorische und parasympathische Fasern sind im Stamm selbst nicht enthalten.
Durch welches Foramen verlässt der Nerv die Schädelhöhle?
Der Stamm des Oberkiefernervs verläuft durch das Foramen rotundum und gelangt danach direkt in die Fossa pterygopalatina.
Was wird durch den R. meningeus innerviert?
Der R. meningeus (r. meningeus) gewährleistet die sensible Innervation der Dura mater cranialis.
In welche Äste teilt sich der Nervus zygomaticus auf?
Der N. zygomaticus (n. zygomaticus) teilt sich in zwei Hauptäste: den R. zygomaticofacialis (r. zygomaticofacialis) und den R. zygomaticotemporalis (r. zygomaticotemporalis).
Was es zum Thema noch zu wiederholen gibt
- Topographie und Begrenzungen der Fossa pterygopalatina
- Verbindungen des Oberkiefernervs mit dem Ganglion pterygopalatinum (ganglion pterygopalatinum)
- Bildung des Plexus dentalis superior aus den Alveolarastenden
- Innervationsgebiete der Endäste des Nervus infraorbitalis im Gesicht
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