Bildgebendes Erscheinungsbild des adenoidzystischen Karzinoms
In Computertomogrammen (auf Höhe des supraaortalen Mediastinums) stellt sich das adenoidzystische Karzinom als Weichgewebsläsion dar, die von der Hinterwand der Trachea ausgeht.
Spezifische visuelle Merkmale:
- Der Tumor wölbt sich direkt in das Lumen der Atemwege vor, behält jedoch eine glatte Oberfläche bei.
- Sagittale Reformationen demonstrieren deutlich, dass das Karzinom neben der intraluminalen Komponente aktiv nach dorsal wächst und ein massives extraluminales Wachstum ausbildet.
Ein derartiges Bild erfordert eine sorgfältige Beurteilung der Ausbreitung des Prozesses auf umgebende mediastinale Strukturen.
Differenzialdiagnose: Andere Tumoren
Beim Nachweis von Läsionen in der Trachea und den großen Bronchien müssen andere neoplastische Prozesse ausgeschlossen werden:
- Atypischer Karzinoidtumor. Betrifft am häufigsten den Hauptbronchus (Truncus intermedius) oder die Bronchien und manifestiert sich klinisch durch rezidivierende Hämoptysen. In der Lungenfensterung stellt er sich im CT als regelmäßige, rundliche endobronchiale Läsion dar. Nach Kontrastmittelgabe (im Mediastinalfenster) nimmt das Karzinomgewebe das Kontrastmittel intensiv auf. Der Tumor verursacht häufig eine Bronchusobstruktion mit Ausbildung einer peripheren Atelektase, und distal der Verengung können sekretgefüllte Bronchiektasen visualisiert werden.
- Gutartige Tumoren. Überschreiten in der Regel einen Durchmesser von 2 cm nicht und erscheinen als intraluminale Polypen mit glatten Konturen. Ein spezifisches Zeichen von Hamartomen und Lipomen ist das Vorhandensein von Arealen mit Fettgewebsdichte.
- Tracheobronchiale Papillomatose. Wird durch das Humane Papillomavirus (HPV) verursacht, das häufig bei der Geburt übertragen wird. Der Prozess beginnt im Larynx, kann aber in die Trachea, die proximalen Bronchien und sogar in das Lungenparenchym absteigen. Im CT sind multiple kleine Knötchen im Lumen oder eine diffuse knotige Wandverdickung erkennbar. Es besteht das Risiko einer Malignisierung in ein Plattenepithelkarzinom.
Differenzialdiagnose: Systemische Erkrankungen
Eine Reihe systemischer Pathologien kann eine tumoröse Läsion imitieren oder eine Verengung der Atemwege verursachen:
- Granulomatose mit Polyangiitis (Wegener-Granulomatose). Ist durch entzündliche Herde, Ulzerationen und Pseudotumoren gekennzeichnet. Im CT zeigt sich eine glatte Verengung des subglottischen Bereichs und der proximalen Trachea sowie knotige Läsionen am Innenkontur der Wand.
- Rezidivierende Polychondritis. Autoimmune Destruktion von Knorpelgewebe. In frühen Stadien zeigt das CT eine glatte Wandverdickung mit Lumeneinengung, wobei die Hinterwand (Membrana trachealis) intakt bleibt. In späten Stadien wird die Verdickung zirkulär, die Trachea wird schlaff und kollabiert in der Exspiration. Das Resultat ist eine persistierende Stenose aufgrund der Destruktion der Knorpelspangen und Fibrose.
- Tracheobronchiale Amyloidose. Ablagerung von Amyloid in Form von submukösen Plaques oder Knoten. Die darüber liegende Schleimhaut ist unverändert, charakteristisch ist das Auftreten dystrophischer Verkalkungen.
Kurz gefasst: Antworten auf Fragen zum Thema
Welche bildgebenden Verfahren außer der CT werden zur Diagnostik von Tracheatumoren eingesetzt?
Neben der CT erwähnen die Quellen die Röntgenthoraxuntersuchung und die MRT; zur Beurteilung der Tumorausdehnung werden zudem multiplanare Rekonstruktionen und Volume-Rendering-Verfahren empfohlen.
Bei rezidivierender Polychondritis: In den frühen Stadien entzündet sich nur der KORNPEL, weshalb die Hinterwand (wo kein Knorpel vorhanden ist) intakt bleibt.
Fragen aus Vorlesungen und Prüfungen
Für das adenoidzystische Karzinom ist nicht nur das Wachstum in das Lumen charakteristisch, sondern auch ein ausgeprägtes extraluminales (außerhalb des Lumens gelegenes) Wachstum, insbesondere nach dorsal, während gutartige Polypen (bis zu 2 cm) überwiegend intraluminal wachsen.
Für das adenoidzystische Karzinom ist nicht nur das Wachstum in das Lumen charakteristisch, sondern auch ein ausgeprägtes extraluminales (außerhalb des Lumens gelegenes) Wachstum, insbesondere nach dorsal, während gutartige Polypen (bis zu 2 cm) überwiegend intraluminal wachsen.
Wie unterscheidet man ein Tracheallipom im CT von anderen Weichgewebsläsionen?
Lipome und Hamartome zeigen in der CT-Untersuchung spezifische Areale mit Fettgewebsdichte.
Welche gefährliche Komplikation ist charakteristisch für die tracheobronchiale Papillomatose?
Trotz ihrer gutartigen viralen Natur können Papillome zu einem bösartigen Plattenepithelkarzinom entarten.
Was es zum Thema noch zu wiederholen gibt
- Beurteilung von Atelektasen und Bronchiektasen bei Obstruktion des Truncus intermedius (am Beispiel des Karzinoids).
- CT-Muster der diffusen Tracheawandverdickung bei systemischen Vaskulitiden.
- Bildgebende Biomechanik der Atemwege: Trachealkollaps in der Exspiration bei Polychondritis.
- Die Rolle von Mediastinal- und Lungenfenster in der CT bei der Visualisierung endobronchialer Läsionen.
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