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Anatomie · Splanchnologie / Urogenitalsystem

Uterus

Uterus, metra

Die Gebärmutter (Uterus) ist ein unpaariges, hohles Muskelorgan, das sich in der Beckenhöhle befindet. Sie nimmt eine zentrale Position zwischen der Harnblase vorne und dem Rektum hinten ein.

LageBeckenhöhle
PositionAnteversio und anteflexio
WandschichtenPerimetrium, Myometrium, Endometrium
ArterienA. uterina, A. ovarica
3 Min. LesezeitFür MedizinstudierendeAktualisiert am 24.09.2026
Material vorbereitet von Redaktion von WhiteCoat Pro gemäß den Lehrmaterialien der PlattformGeprüft von Facharzt/Redakteur: Aulov A. A., Arzt für Innere Medizin · 24.09.2026

Äußerer Aufbau und Abschnitte

Anatomisch wird die Gebärmutter in mehrere aufeinanderfolgende Teile unterteilt:

  • Fundus (Fundus uteri) — der obere, gewölbte Teil des Organs.
  • Corpus (Corpus uteri) — der Hauptteil mit dreieckiger Form. Der Körper verjüngt sich nach unten hin allmählich.
  • Isthmus (Isthmus uteri) — eine schmale Übergangszone des Körpers zum darunterliegenden Abschnitt.
  • Cervix (Cervix uteri) — der untere zylindrische Teil.

Der Gebärmutterkörper hat zwei Oberflächen. Die Vorderfläche wird als Blasenfäche (Facies vesicalis) bezeichnet, da sie der Harnblase zugewandt ist. Die Hinterfläche ist die Darmfäche (Facies intestinalis), die dem Rektum anliegt. An den Seiten laufen diese Oberflächen zusammen und bilden den rechten und linken Rand der Gebärmutter (Margines uteri). An den oberen Winkeln, wo die Eileiter in die Gebärmutter münden, befinden sich die sogenannten Gebärmutterwinkel (Cornua uteri).

Gebärmutterhöhle und -wand

Die Gebärmutterhöhle (Cavitas uteri) hat im Frontalschnitt die Form eines Dreiecks. In ihren oberen Winkeln öffnen sich die Ostien der Eileiter, während sich die Höhle nach unten hin verengt und in das innere Muttermundsloch übergeht, das in den Zervikalkanal führt.

Die Wand des Organs besteht aus drei ausgeprägten Schichten:

  1. Endometrium (Endometrium) — die innere Schleimhaut.
  2. Myometrium (Myometrium) — die kräftige mittlere Muskelschicht.
  3. Perimetrium (Perimetrium) — die äußere Serosaschicht, die ein Peritonealblatt darstellt.
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Anatomie des Gebärmutterhalses

Der Gebärmutterhals (Cervix uteri) hat eine Länge von ca. 3–4 cm und wird topografisch in zwei Teile unterteilt: den oberen supravaginalen Teil (Portio supravaginalis) und den unteren vaginalen Teil (Portio vaginalis).

Im Inneren des Gebärmutterhalses verläuft der Zervikalkanal (Canalis cervicis uteri). Die Schleimhaut dieses Kanals bildet charakteristische palmenblattartige Falten (Plicae palmatae).

Der Kanal mündet in die Vagina über den äußeren Muttermund (Ostium uteri). Die Form dieses Ostiums hängt von der geburtshilflichen Anamnese ab:

  • Bei nulliparan Frauen hat es eine runde Form.
  • Bei multiparan Frauen nimmt das Ostium die Form eines Querschlitzes an.

Bänderapparat und Fixation

Die normale Lage der Gebärmutter im Becken wird durch die Begriffe Anteversio (Neigung nach vorne) und Anteflexio (Abknickung nach vorne) beschrieben. Das Organ wird durch einen ausgeprägten Bänderapparat sicher in der Beckenhöhle fixiert.

Zu den Hauptbändern gehören:

  • Ligamentum latum uteri (Lig. latum uteri).
  • Ligamentum teres uteri (Lig. teres uteri).
  • Ligamentum ovarii proprium (Lig. ovarii proprium).
  • Ligamentum suspensorium ovarii (Lig. suspensorium ovarii).

Neben den Bändern spielt das periumterine Bindegewebe — das Parametrium (Parametrium) — eine wichtige Rolle. In diesem Fettgewebe verlaufen Blutgefäße und Nervenplexi, die das Organ versorgen.

Blutversorgung und Innervation

Arterielle Blutversorgung erfolgt durch zwei paarige Gefäße:

  • A. uterina (A. uterina).
  • A. ovarica (A. ovarica).

Der venöse Abfluss entspringt dem uterinen Venenplexus (Plexus venosus uterinus). Von dort fließt das Blut über die Venae uterinae (Vv. uterinae) und Venae ovaricae (Vv. ovaricae) in das System der Vena iliaca interna (V. iliaca interna) ab.

Die Innervation des Organs erfolgt über vegetative Nervenplexi: den Plexus hypogastricus inferior (Plexus hypogastricus inferior) und den Plexus uterovaginalis (Plexus uterovaginalis).

Kurz gefasst: Antworten auf Fragen zum Thema

Welche Bänder bilden den Fixationsapparat der Gebärmutter?

In den angeführten Quellen wird angegeben, dass die Fixation der Gebärmutter durch das Zusammenspiel von Halte-, Fixations- und Unterstützungsorganen gewährleistet wird. Die Zusammensetzung des Fixationsapparates der Gebärmutter wird in den Quellen nicht aufgeführt.

Zu welchen regionalen Lymphknoten erfolgt der Lymphabfluss von der Gebärmutter?

Der Lymphabfluss von der Gebärmutter erfolgt:

  • vom unteren Teil der Gebärmutter — in die sakralen, iliakalen externen und iliakalen communes Lymphknoten;
  • teilweise — in die unteren lumbalen Knoten entlang der Bauchaorta und in die oberflächlichen Inguinallymphknoten;
  • vom oberen Teil der Gebärmutter — in lateralen Richtung entlang des Ligamentum latum uteri, weiter durch das Ligamentum suspensorium ovarii entlang der Ovarialgefäße in die Lymphknoten entlang des unteren Abschnitts der Bauchaorta.

Welche Ausbuchtungen bildet das Peritoneum beim Übergang von der Gebärmutter auf benachbarte Organe?

Beim Übergang des Peritoneums von der Gebärmutter auf benachbarte Organe entsteht die Excavatio rectouterina, die auch als Douglaskraum bezeichnet wird. Unter dem Peritoneum der Excavatio rectouterina befindet sich der Plexus lymphaticus communis.

Wie man es sich merkt

Die Wandschichten der Gebärmutter lassen sich anhand ihrer lateinischen Vorsilben leicht merken: PERImetrium — außen (Peripherie), MYOmetrium — in der Mitte (Muskel), ENDOmetrium — innen.

Fragen aus Vorlesungen und Prüfungen

Wo liegt die Gebärmutter in der Beckenhöhle?

Die Gebärmutter liegt in der Beckenhöhle: Anterior von ihr befindet sich die Harnblase und posterior der Mastdarm.

Welche Form hat das Ostium uteri externum?

Bei Nulliparas hat das Muttermundsorifizium (ostium uteri) eine runde Form, während es bei Multiparas wie ein Querspalt aussieht.

Was ist das Parametrium?

Das Parametrium (parametrium) ist das perialterine Fettgewebe, in dem die Gefäße und Nerven verlaufen, die die Gebärmutter versorgen.

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Was es zum Thema noch zu wiederholen gibt

  • Verlauf und Verzweigung der Arteria uterina
  • Syntopie des Uterus mit Harnblase und Rektum
  • Topographie und Bildung des Ligamentum latum uteri
  • Bildung der venösen Beckenplexus

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Das Material wurde von Dozenten von WhiteCoat Pro nach dem Lehrplan medizinischer Hochschulen erstellt. Es hat Bildungscharakter.