Weite Beckenhöhle: Begrenzungen und Abmessungen

Analyse des weiten Beckenhöhlenteils: knöcherne Orientierungspunkte der Grenzen vorne, hinten und an den Seiten sowie direkter, transversaler und konventioneller schräger Durchmesser mit numerischen Werten.

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Beckenhöhlenebenen: Gesamtübersicht

In der kleinen Beckenhöhle werden anatomisch vier Ebenen unterschieden: Beckeneingangsebene, Ebene des weiten Beckenbeckenteils, Ebene des engen Beckenteils und Beckenausgangsebene. Jede Ebene zeichnet sich durch eigene knöcherne Leitpunkte und einen Satz geburtshilflich relevanter Durchmesser aus – den direkten (geraden), den transversalen (quer) und die schrägen Durchmesser.

Für die Beckeneingangsebene werden bestimmt: der direkte Durchmesser (wahre Konjugata, Conjugata vera) – ca. 11 cm, der transversale Durchmesser – ca. 13 cm, die schrägen Durchmesser – je 12 cm. Neben der wahren Konjugata wird die anatomische Konjugata (vom Promontorium des Kreuzbeins zum oberen inneren Rand der Symphysis pubica) unterschieden. Die Begriffe Symphysis pubica (Schambeinfuge) und Lonnoye sochlenenie bzw. Schambeinfuge bezeichnen dieselbe anatomische Struktur.

Grenzen des weiten Beckenhöhlenteils

Der weite Teil der kleinen Beckenhöhle weist im Vergleich zu den anderen Abschnitten den größten Durchmesser auf. Seine Grenzen verlaufen wie folgt:

Somit liegt die Ebene des weiten Teils tiefer als die Beckeneingangsebene: Während die wahre und die anatomische Konjugata am oberen Rand der Symphyse und am Promontorium ausgerichtet sind, verläuft der weite Teil bereits auf Höhe der Mitte des Kreuzbeins und der Mitte der Symphyse.

Maße des weiten Teils

Im weiten Teil werden nur zwei echte Durchmesser unterschieden – der direkte und der transversale. Schräge Durchmesser werden hier nicht separat beschrieben, sie werden konventionell mit etwa 13 cm angenommen.

Wichtige Gesetzmäßigkeit: der direkte und der transversale Durchmesser jeder Beckenhöhlenebene stimmen anatomisch mit ihrer anteroposterioren bzw. lateralen Grenze überein. Diese Regel vereinfacht das Einprägen der Leitpunkte für alle vier Ebenen.

Vergleich mit der Beckeneingangsebene

Beim Übergang von der Beckeneingangsebene zum weiten Teil verändert sich das Größenverhältnis. Am Eingang dominiert der transversale Durchmesser (13 cm) über den direkten (11 cm) – das Becken ist hier quer oval bzw. länglich. Im weiten Teil gleichen sich der direkte und der transversale Durchmesser an (jeweils 12,5 cm), und die Ebene erhält eine annähernd kreisrunde Form. Dies entspricht anatomisch dem geräumigsten Abschnitt der kleinen Beckenhöhle, in dem während des Geburtsvorgangs die innere Rotation des kindlichen Kopfes stattfindet.

Klinisch-anatomische Bedeutung

Die Kenntnis der Grenzen und Durchmesser des weiten Teils ist notwendig, um die Geburtsbiomechanik zu verstehen und das Verhältnis zwischen den Beckenmaßen und dem vorangehenden Teil des Fetus zu beurteilen. Eine Verkleinerung der Maße des weiten Teils kommt seltener vor als eine Verengung des Eingangs oder des engen Teils, muss jedoch bei der Diagnose eines verengten Beckens berücksichtigt werden. Die knöchernen Leitpunkte (II.–III. Kreuzbeinwirbel, Mitte der Symphyse, Mitte des Acetabulums) dienen als Referenzpunkte bei der Pelvimetrie und der Interpretation bildgebender Verfahren.

Schlüsselpunkte

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