Allgemeine Begriffe und Hilfsapparat
Die englischsprachige anatomische Terminologie des Auges lehnt sich stark an das Lateinische an, was das Einprägen erleichtert. Das Auge selbst wird als eye bezeichnet, die Bindehaut als conjunctiva, die Tränendrüse als lacrimal gland (vom lat. glandula lacrimalis, wobei das Adjektiv im Englischen vor das Substantiv gestellt wird).
Das Auge besitzt drei Augenhäute, die jeweils als layer (Schicht, Haut) bezeichnet werden:
- fibrous layer — Faserhaut (Tunica fibrosa bulbi);
- vascular layer — Gefäßhaut (Uvea);
- neural layer — innere (Netz-)Haut, meist als retina bezeichnet.
Der Sehnerv wird als optic nerve bezeichnet.
Faserhaut (fibrous layer)
Innerhalb der Faserhaut unterscheidet man zwei grundlegend wichtige Strukturen:
- cornea — Hornhaut;
- sclera — Sklera (Lederhaut).
Die Übergangsstelle von der Hornhaut zur Sklera wird als limbus (Limbus corneae) bezeichnet. Man achtet auf die Aussprache dieses Begriffs — sie ist dem lateinischen Pendant ähnlich.
Obwohl die Augenkammern formal nicht direkt zur Faserhaut gehören, ist es zweckmäßig, sie in diesem Kontext zu betrachten:
- anterior chamber — vordere Kammer, hinter der Hornhaut gelegen;
- posterior chamber — hintere Kammer, hinter der Iris befindlich.
Das Wort chamber wird in Bezug auf das Auge genau als „Kammer“ übersetzt, die Adjektive anterior und posterior als „anterior (vorderes)“ bzw. „posterior (hünderes)“.
Gefäßhaut (vascular layer)
Die Gefäßhaut umfasst drei Schlüsselstrukturen:
- choroid — Aderhaut (Choroidea);
- ciliary body — Ziliarkörper (Corpus ciliare);
- iris — Regenbogenhaut (lat. irides).
Das Adjektiv ciliary („Ziliar-“) wird in der ophthalmologischen Terminologie aktiv verwendet. Damit verbunden sind:
- ciliary muscle — Ziliarmuskel;
- ciliary processes — Ziliarfortsätze (process — Fortsatz, im Plural processes);
- suspensory ligaments — Aufhängeapparate der Linze, auch bekannt als Zonulafasern (ligament — Band).
Netzhaut (retina) und ihre Strukturen
In der Netzhaut unterscheidet man eine Reihe anatomischer Orientierungspunkte und zellulärer Schichten:
- fovea centralis (oder einfach fovea) — Sehgrube;
- macula lutea (oder macula) — gelber Fleck;
- optic disc — Sehnervenkopf / Papilla nervi optici (zu unterscheiden von optic nerve).
Die Photorezeptoren werden durch zwei Zelltypen repräsentiert, für die es jeweils ein paar synonyme Bezeichnungen gibt:
- rods oder night vision photoreceptors — Stäbchen, die für das Dämmerungssehen verantwortlich sind;
- cones oder day vision photoreceptors — Zapfen, die das Tag- und Farbsehen ermöglichen.
In der neuronalen Organisation der Netzhaut werden zudem bipolar cells (Bipolarzellen) und ganglion cells (Ganglienzellen) erwähnt. Die Ganglienzellschicht wird als ganglion cell layer bezeichnet, wobei layer als „Schicht“ übersetzt wird.
Optische Medien des Auges
Zu den transparenten lichtbrechenden Medien des Auges gehören Strukturen, die die Fokussierung des Bildes auf der Netzhaut gewährleisten:
- lens — Augenlinse;
- vitreous body — Glaskörper;
- aqueous humor — Kammerwasser, das die vordere und hintere Augenkammer ausfüllt.
Es ist sinnvoll, sich diese drei Begriffe gemeinsam einzuprägen, da sie zusammen mit der Hornhaut das einheitliche optische System des Auges bilden.
Schlüsselpunkte
- Die drei Augenhäute: fibrous, vascular und neural layer (retina).
- Die Faserhaut wird gebildet aus cornea und sclera, der Übergang zwischen ihnen ist der limbus.
- Die Augenkammern — anterior und posterior chamber; das Wort chamber bedeutet in der Ophthalmologie „Kammer“.
- Die Gefäßhaut besteht aus choroid, ciliary body und iris; das Adjektiv ciliary wird in den Begriffen ciliary muscle, ciliary processes verwendet.
- In der Netzhaut unterscheidet man fovea centralis, macula lutea, optic disc.
- Photorezeptoren: rods (night vision) und cones (day vision).
- Optische Medien: lens, vitreous body, aqueous humor.
- Die englische Terminologie ist dem Lateinischen nahe, was Mediziner das Erlernen erleichtert.