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Anatomie · Anatomische Strukturen

Margo supraorbitalis

Margo supraorbitalis

Der Margo supraorbitalis (Margo supraorbitalis) ist die untere Begrenzung der Außenfläche des Stirnbeins und bildet den oberen Rand des Orbitaleingangs. Durch seine Incisuren und Foramina treten Gefäß-Nerven-Bündel aus der Orbita in das Gesicht aus; zudem dient der Rand als wichtiger knöcherner Orientierungspunkt zur Bestimmung von Kopfregionen und zur Erstellung topografischer Schemata.

KnochenStirnbein (untere Begrenzung der Außenfläche)
OrbitaBegrenzt den Orbitaleingang (Aditus orbitalis) nach oben
TopografieVordere Grenze der Region frontoparietooccipitalis
Gefäße und NervenAustrittsstelle des V. supraorbitalis- und V. supratrochlearis-Bündels
3 Min. LesezeitFür MedizinstudierendeAktualisiert am 24.09.2026
Material vorbereitet von Redaktion von WhiteCoat Pro gemäß den Lehrmaterialien der PlattformGeprüft von Facharzt/Redakteur: Aulov A. A., Arzt für Innere Medizin · 24.09.2026

Lage und Nachbarschaft

Der Margo supraorbitalis bildet die untere Begrenzung der Außenfläche des Stirnbeins (Facies externa). Nach lateral setzt er sich in den Processus zygomaticus fort (Processus zygomaticus).

In Bezug auf andere Schädellrukturen nimmt der Rand folgende Position ein:

  • Nach unten: Er bildet die obere Begrenzung des Orbitaleingangs (Aditus orbitalis), der die Basis der pyramidenförmigen Orbitaushöhlung (Cavitas orbitalis) darstellt.
  • Nach oben: Oberhalb des Randes befinden sich die unterschiedlich stark ausgeprägten Arcus superciliares (Arcus superciliares) und die Tubera/Eminentiae frontales (Tubera/Eminentiae frontales).
  • Knochenintern: Im Markraum der Stirnbeinschuppe, in der Regel direkt über dem Margo supraorbitalis, liegt die luft gefüllte Sinus frontalis (Sinus frontalis).

Was verläuft durch den Margo supraorbitalis?

In der medialen Hälfte des Randes befinden sich anatomische Strukturen (Incisurae oder Foramina), über die die Orbita mit der Gesichtsregion in Verbindung steht. Folgende anatomische Varianten sind möglich:

  • Incisura oder Foramen supraorbitale (Incisura/Foramen supraorbitale) — Austrittsort der supraorbitalen Gefäße und des Nervus supraorbitalis (a., v. et n. supraorbitalis). Diese Gefäße entstammen der Arteria ophthalmica (einem Ast der Arteria carotis interna), der Nerv dem Nervus frontalis (erster Ast des Nervus trigeminus). Das Bündel schlägt sich am Übergang vom mittleren zum inneren Drittel über den Rand. Wichtige topografische Besonderheit: Der Nerv liegt immer medial der Gefäße.
  • Incisura oder Foramen frontale (Incisura/Foramen frontale) — liegt näher zur Glabella (glabella). Hier verlaufen die supratrochleären Gefäße und Nerven (a., v. et n. supratrochlearis) mit denselben Ursprüngen (Arteria ophthalmica und Nervus frontalis). Auf der Haut projizieren sie sich auf den Schnittpunkt des Margo supraorbitalis mit einer durch den inneren Lidwinkel gezogenen Vertikallinie.
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Rolle in der topografischen Anatomie

Der Margo supraorbitalis ist ein zentraler knöcherner Orientierungspunkt des Kopfes, der zur Festlegung von Grenzen und Projektionslinien dient:

  • Grenze zwischen Schädeldach und Schädelbasis: Die Linie, die das Neurokranium in Schädeldach (Fornix) und Schädelbasis (Basis) unterteilt, verläuft durch die Sutura frontonasalis, zieht weiter am Margo supraorbitalis entlang zum Oberrand des Jochbogens.
  • Grenze der Schädeldachregionen: Der Rand bildet zusammen mit der Glabella die vordere Grenze der Region frontoparietooccipitalis (diese Zone umfasst die ersten drei unpaaren Regionen des Schädeldaches).
  • Krönlein-Schema (kraniotopografische Anatomie): Über dem Margo supraorbitalis wird die obere Horizontale konstruiert (parallel zur unteren Horizontalen, die durch den Margo infraorbitalis verläuft). Der Schnittpunkt dieser oberen Horizontalen mit der vorderen Vertikalen ergibt die Projektion des R. frontalis der Arteria meningea media, mit der hinteren Vertikalen die des R. parietalis. Zudem ist diese Linie an der Projektion des Sulcus centralis (Rolando-Furche) und Sulcus lateralis (Sylvii-Furche) des Großhirns beteiligt.

Fragen aus Vorlesungen und Prüfungen

Welche Nerven und Gefäße umschlagen den Margo supraorbitalis?

Über den Rand schlagen sich die supraorbitalen und supratrochleären Gefäße und Nerven um. Das supraorbitale Bündel tritt am Übergang des mittleren und inneren Drittels des Randes aus, das supratrochleäre medial davon, näher am inneren Augenwinkel.

Wie sind die Elemente des supraorbitalen Bündels zueinander angeordnet?

Im supraorbitalen Gefäß-Nerven-Bündel liegt der Nerv (n. supraorbitalis) immer medial der Blutgefäße.

Welche Rolle spielt der Rand im Krönlein-Schema?

Durch den Margo supraorbitalis wird die obere Horizontallinie gezogen. Sie ist für die Projektionsbestimmung der zentralen und seitlichen Hirnfurchen sowie des Ramus frontalis und parietalis der Arteria meningea media erforderlich.

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Was es zum Thema noch zu wiederholen gibt

  • Orbita (Augenhöhle)
  • Stirnbein (Os frontale)
  • Region frontoparietooccipitalis
  • Krönlein-Schema

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Das Material wurde von Dozenten von WhiteCoat Pro nach dem Lehrplan medizinischer Hochschulen erstellt. Es hat Bildungscharakter.