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Anatomie · ZNS

Balken und Fornix

Corpus callosum et fornix

Das Corpus callosum ist die größte Commissura des Telencephalons, deren Hauptaufgabe darin besteht, die Rinde beider Hemisphären zu verbinden. Der eng damit verbundene Fornix ist ein äußerst wichtiges Element der weißen Substanz und Teil des limbischen Systems (Rhinencephalon).

Größte CommissuraDas Corpus callosum ist die massivste Commissura, die die Hemisphären des Telencephalons miteinander verbindet.
Indusium griseumDie Oberfläche des Corpus callosum ist mit einer dünnsten Schicht grauer Substanz bedeckt.
Verbindung zum FornixDie Crura fornicis gehen direkt in die Fimbria hippocampi über.
4 Min. LesezeitFür MedizinstudierendeAktualisiert am 24.09.2026
Material vorbereitet von Redaktion von WhiteCoat Pro gemäß den Lehrmaterialien der PlattformGeprüft von Facharzt/Redakteur: Aulov A. A., Arzt für Innere Medizin · 24.09.2026

Anatomie des Corpus callosum

Beim Studium des Gehirns kommt man am Corpus callosum (corpus callosum) nicht vorbei. Diese Struktur ist die größte Commissura des Telencephalons. Ihre Fasern ziehen von einer Hemisphäre zur anderen und gewährleisten so deren zuverlässige funktionelle und anatomische Einheit.

In der anatomischen Struktur des Corpus callosum werden klassischerweise vier aufeinanderfolgende Teile unterschieden:

  • Rostrum (rostrum) — der verjüngte anteroinferiore Teil;
  • Genu (genu) — die ausgeprägte Krümmung im vorderen Abschnitt;
  • Truncus (truncus) — der längste zentrale Teil;
  • Splenium (splenium) — das verdickte hintere Ende.

Die Fasern des Corpus callosum kreuzen nicht nur die Medianlinie, sondern strahlen auch fächerförmig in das Innere jeder Hemisphäre ein. In den Frontallappen bilden diese Fasern die sogenannten Frontalforzeps — forceps frontalis (minor). Im hinteren Teil des Gehirns entstehen auf ähnliche Weise die Okzipitalforzeps — forceps occipitalis (major).

Die Oberfläche des Corpus callosum liegt nicht „frei“. Darüber befindet sich das Indusium griseum (indusium griseum) — eine sehr dünne, aber wichtige Schicht grauer Substanz. In der Struktur dieses Indusium griseum unterscheiden Anatomen mediale und laterale Längsstreifen (striae longitudinales mediales und striae longitudinales laterales).

Fornix: Fasern der weißen Substanz

Der Fornix (fornix) ist ein massiver, bogenförmig gekrümmter Strang. Er besteht vollständig aus longitudinal verlaufenden Nervenfasern und gehört topographisch zur weißen Substanz der Hemisphären sowie funktionell zum alten olfaktorischen System.

Zum besseren Verständnis wird der Fornix in drei Hauptabschnitte unterteilt:

  1. Columnae fornicis (columnae fornicis) — nach vorne und unten gerichtet;
  2. Truncus fornicis (corpus fornicis) — der zentrale, am stärksten angehobene Teil;
  3. Crura fornicis (crura fornicis) — nach hinten und unten auseinanderlaufend.

Zwischen dem rechten und linken Fornix besteht eine Querverbindung. Diese wird als Commissura fornicis (commissura fornicis) bezeichnet und gewährleistet die Kommunikation zwischen symmetrischen Strukturen. Nach unten ziehend setzen sich die Crura fornicis fließend in eine neue Struktur fort — die Fimbria hippocampi (fimbria hippocampi).

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Hippocampus und seine Topographie

Der Hippocampus (hippocampus) ist eine massive Struktur, die sich als stark vorspringender, gekrümmter Wulst darstellt. Die Länge dieses Wulstes beträgt etwa 3 Zentimeter. Topographisch liegt er in der Höhle des Cornu inferius des Ventriculus lateralis und bildet dort eine charakteristische Vorwölbung.

Die dem Ventrikellumen zugewandte Oberfläche des Hippocampus ist mit einer dünnen Schicht grauer Substanz bedeckt, die als Alveus hippocampi (alveus hippocampi) bezeichnet wird.

Verbindung mit anderen Strukturen

Medial des Hippocampus findet man die Fimbria hippocampi (fimbria hippocampi). Visuell stellt sie ein weißes Band dar. Wie bereits erwähnt, ist diese Fimbria die direkte anatomische Fortsetzung des Crus fornicis (crus fornicis).

Das vordere Ende des Hippocampus weist eine charakteristische Verdickung und Krümmung auf, durch die es fließend in den Uncus (uncus) übergeht. Dieser Uncus wird wiederum als Bestandteil des Gyrus parahippocampalis angesehen.

Kurz gefasst: Antworten auf Fragen zum Thema

Wo enden die Columnae fornicis?

Die Columnae fornicis (columnae fornicis) enden in den Corpora mamillaria an der Hirnbasis. Diese Strukturen stellen die vorderen, auseinanderlaufenden Teile des Fornix dar. Sie ziehen durch die graue Substanz des Hypothalamus (hypothalamus), verlaufen beidseitig durch dessen laterale Wand nach unten und enden in den Corpora mamillaria (corpora mamillaria). Darüber hinaus begrenzen die Columnae fornicis die Foramina interventricularia, die den dritten Ventrikel mit den Seitenventrikeln verbinden.

Welche konkreten Strukturen verbindet die Commissura fornicis?

Die Commissura fornicis verbindet den rechten und linken Fornix miteinander, genauer gesagt deren hintere, auseinanderlaufende Teile, die als Crura fornicis bezeichnet werden. Diese Struktur besteht aus transversalen Nervenfaserbündeln. Sie liegt zwischen den Crura fornicis (crura fornicis) und erstreckt sich direkt unter dem Splenium corporis callosi (splenium corporis callosi).

Welche Bahnen verlaufen in der Fimbria hippocampi?

In der Fimbria hippocampi (fimbria hippocampi) verlaufen efferente Nervenbahnen. Diese umfassen folgende Strukturen:

  • Fasern von Hippocampusneuronen — sammeln sich auf seiner Ventrikelfläche zum Alveus, der dann in die Fimbria übergeht.
  • Efferente Fasern des Subiculum (subiculum) — beteiligen sich ebenfalls an der Bildung der Fimbria.

Im weiteren Verlauf setzt sich die Fimbria hippocampi in das Crus fornicis (crus fornicis) und den Fornix selbst (fornix) fort, welcher den wichtigsten efferenten Ausgang des Hippocampus darstellt.

Fragen aus Vorlesungen und Prüfungen

Aus welchen anatomischen Teilen besteht das Corpus callosum?

Im Corpus callosum unterscheidet man Rostrum, Genu, Truncus und das verdickte hintere Ende — das Splenium.

Was sind Frontal- und Okzipitalforzeps?

Dies sind Nervenfaserbündel des Corpus callosum. Sie strahlen in die Hemisphären aus und bilden vorne den Forceps frontalis und hinten den Forceps occipitalis.

Wo genau liegt der Hippocampus?

Der Hippocampus ist ein gekrümmter Wulst von ca. 3 cm Länge, der stark in das Cornu inferius des Seitenventrikels vorragt.

Wie sind die Crura fornicis und der Hippocampus miteinander verbunden?

Die Crura fornicis ziehen nach unten und setzen sich als weißes Band fort — die Fimbria hippocampi (fimbria hippocampi), die medial des Hippocampus liegt.

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Was es zum Thema noch zu wiederholen gibt

  • Bildung des Forceps minor (frontalis) und major (occipitalis)
  • Aufbau des Indusium griseum und der Längsstreifen
  • Anatomische Unterteilung des Fornix in Columnae, Truncus und Crura
  • Topographie der Commissura fornicis
  • Übergang des vorderen Endes des Hippocampus in den Uncus des Gyrus parahippocampalis

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Das Material wurde von Dozenten von WhiteCoat Pro nach dem Lehrplan medizinischer Hochschulen erstellt. Es hat Bildungscharakter.