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Anatomie · ZNS

Basalganglien

Nuclei basales

Basalganglien sind massive Ansammlungen von grauer Substanz, die tief in der weißen Substanz an der Basis der Großhirnhemisphären liegen. Sie stellen wichtigste subkortikale Zentren des Telencephalons dar, die eng mit der umgebenden weißen Substanz und dem Ventrikelsystem verbunden sind.

LokalisationBasis der Großhirnhemisphären
Corpus striatumNucleus caudatus, Nucleus lentiformis und Claustrum
ClaustrumDurch die Capsula externa vom Nucleus lentiformis getrennt
Corpus amygdaloideumLiegt im Temporallappen vor dem Unterhorn des Ventrikels
4 Min. LesezeitFür MedizinstudierendeAktualisiert am 24.09.2026
Material vorbereitet von Redaktion von WhiteCoat Pro gemäß den Lehrmaterialien der PlattformGeprüft von Facharzt/Redakteur: Aulov A. A., Arzt für Innere Medizin · 24.09.2026

Allgemeine Klassifikation der Basalganglien

Die subkortikalen Kerne des Telencephalons bilden einen komplexen Komplex aus grauer Substanz. Ein beträchtlicher Teil davon wird von Anatomen zu einer einzigen Struktur zusammengefasst, die als Streifenkörper (corpus striatum) bezeichnet wird.

Traditionell umfasst das Corpus striatum drei Hauptstrukturen:

  • Nucleus caudatus (nucleus caudatus);
  • Nucleus lentiformis (nucleus lentiformis);
  • Claustrum (claustrum).

Neben dem Corpus striatum gehört zu den Basalganglien auch das Corpus amygdaloideum (corpus amygdaloideum), welches isoliert in den Strukturen des Temporallappens liegt.

Aufbau des Nucleus caudatus

Der Nucleus caudatus (nucleus caudatus) hat eine längliche Form und ist topographisch sehr eng mit dem System des Seitenventrikels verbunden. In seinem Aufbau unterscheidet man drei aufeinanderfolgende Abschnitte, die jeweils an einen bestimmten Teil des Ventrikels grenzen:

  1. Caput (caput) – der massivste vordere Abschnitt. Er ist direkt an der Bildung der lateralen (äußeren) Wand des Vorderhorns des Seitenventrikels beteiligt.
  2. Corpus (corpus) – der mittlere Teil des Kerns. Topographisch verläuft das Kernkörperchen parallel zum Zentralteil (Corpus) des Seitenventrikels.
  3. Cauda (cauda) – der sich verjüngende hintere Abschnitt. Die Cauda zieht nach unten in den Temporallappen, wo sie an der Bildung der Wand des Unterhorns des Seitenventrikels beteiligt ist.
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Nucleus lentiformis und Claustrum

Der Nucleus lentiformis (nucleus lentiformis) liegt etwas lateral im Verhältnis zum Nucleus caudatus. Seine Längsachse ist in sagittaler Richtung (von vorne nach hinten) ausgerichtet. Die Kernmasse wird durch dünne Lamellen aus weißer Substanz in mehrere Segmente unterteilt.

Diese Lamellen werden als mediale und laterale Markplatten (laminae medullares) bezeichnet. Sie unterteilen den Kern in:

  • Putamen (putamen) – den am weitesten lateral gelegenen Teil des Komplexes.
  • Globus pallidus (globus pallidus) – liegt weiter medial. Der Globus pallidus selbst wird zusätzlich in ein mediales (globus pallidus medialis) und ein laterales (globus pallidus lateralis) Segment unterteilt.

Lateral des Nucleus lentiformis befindet sich das Claustrum (claustrum). Dies ist eine sehr dünne Platte aus grauer Substanz. Vom Putamen (dem lateralen Teil des Nucleus lentiformis) ist das Claustrum durch eine Schicht aus weißer Substanz getrennt – die Capsula externa (capsula externa).

Anatomie des Corpus amygdaloideum

Das Corpus amygdaloideum (corpus amygdaloideum) ist in den tiefen Abschnitten des Temporallappens lokalisiert. Seine genaue Orientierungshilfe ist der Raum unmittelbar vor dem Unterhorn des Seitenventrikels. In einigen anatomischen Schulen wird diese Struktur nicht als isolierter Kern betrachtet, sondern als lokale Verdickung der Kortex des Temporallappens.

In der Struktur des Corpus amygdaloideum werden mehrere funktionell-anatomische Zonen unterschieden:

  • Pars basolateralis (pars basolateralis);
  • Pars corticomedialis (pars corticomedialis), die auch als Riechinde (olfactoria) bezeichnet wird;
  • In enger Verbindung mit diesen Strukturen wird die Area amygdaloidea anterior (area amygdaloidea anterior) beschrieben.

Kurz gefasst: Antworten auf Fragen zum Thema

Welche Kerne bilden das striopallidäre System und wie werden sie phylogenetisch klassifiziert?

Das striopallidäre System wird durch den Nucleus caudatus, das Putamen und den Globus pallidus gebildet. Phylogenetisch werden diese Strukturen in alte und neue unterteilt:

  • Globus pallidus (globus pallidus) – gehört zum Paleostriatum (paleostriatum) und ist eine phylogenetisch ältere Bildung.
  • Nucleus caudatus (nucleus caudatus) und Putamen (putamen) – bilden das Neostriatum, das sich später entwickelte und mit der Entwicklung der Großhirnrinde vergrößerte.

Welche Struktur der weißen Substanz trennt den Nucleus caudatus und den Nucleus lentiformis?

Der Nucleus caudatus und der Nucleus lentiformis werden durch die Capsula interna (capsula interna) getrennt. Diese Struktur aus weißer Substanz stellt die Hauptautobahn und den Ort des kompakten Verlaufs aller Projektionsfasern dar. In axialen Schnitten des Gehirns hat sie eine charakteristische V-Form und trennt zusätzlich den Nucleus lentiformis vom Thalamus.

Welche genaue Markplatte trennt das Putamen vom Globus pallidus?

Putamen und Globus pallidus werden durch die Lamina medullaris medialis (lamina medullaris medialis) getrennt. Sie stellt einen dünnen Streifen weißer Substanz dar, der zwischen diesen Strukturen verläuft. Dabei liegt das Putamen selbst lateral und bedeckt den Globus pallidus, wobei es sich über diesen in rostraler und kaudaler Richtung hinaus fortsetzt.

Welche Funktionen erfüllen die Basalganglien im Rahmen des extrapyramidalen Systems?

Im Rahmen des extrapyramidalen Systems fungieren die Basalganglien als Steuerungzentren für unwillkürliche Bewegungen und die Regulation des Muskeltonus. Zu ihren Hauptfunktionen gehören:

  • Initiierung und Beendigung von Bewegungen;
  • Kontrolle von Amplitude, Geschwindigkeit und komplexen Bewegungsmustern;
  • Unterdrückung überschüssiger, unwillkürlicher Bewegungen;
  • Gewährleistung der kognitiven Kontrolle über die motorische Aktivität.

Welche anatomischen Strukturen liegen lateral des Claustrum?

Lateral des Claustrum (claustrum) befinden sich die Capsula extrema (extreme capsule) und die Insularrinde (insula cortex). Das Claustrum trennt die medial gelegene Capsula externa (external capsule) von der lateral gelegenen Capsula extrema, die sich zwischen dem Claustrum und der Insularrinde befindet.

Wie man es sich merkt

Die Abschnitte des Nucleus caudatus lassen sich anhand der Hörner des Seitenventrikels leicht merken: Caput – Vorderhorn, Corpus – Zentralteil (Corpus), Cauda – Unterhorn.

Fragen aus Vorlesungen und Prüfungen

Wo genau befinden sich die Basalganglien?

Sie liegen in der Dicke der weißen Substanz im Bereich der Basis der Großhirnhemisphären.

Welche Strukturen bilden den Nucleus lentiformis?

Es besteht aus dem lateral gelegenen Putamen und dem medial gelegenen Globus pallidus.

Wodurch ist das Claustrum vom Nucleus lentiformis getrennt?

Zwischen dem Claustrum und dem Nucleus lentiformis (konkret dessen Teil – dem Putamen) verläuft eine Schicht weißer Substanz – die Capsula externa.

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Was es zum Thema noch zu wiederholen gibt

  • Topographie der Capsula externa
  • Capsula interna und ihre Verbindungen
  • Aufbau der Laminae medullares
  • Detaillierte Anatomie der Wände des Seitenventrikels

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Das Material wurde von Dozenten von WhiteCoat Pro nach dem Lehrplan medizinischer Hochschulen erstellt. Es hat Bildungscharakter.