Dura mater (dura mater)
Die harte Hirnhaut (dura mater) ist die äußerste, dichte fibröse Gewebeschicht, die reichlich Blutgefäße und Nerven aufweist, jedoch nur wenige elastische Fasern enthält.
In der Schädelhöhle ist die Dura mater des Gehirns (dura mater encephali) in zwei Blätter unterteilt:
- Äußeres Blatt (lamina externa) — liegt eng dem Schädelknochen an und fungiert als dessen innere Knochenhaut (Periost). Sie enthält ein ausgeprägtes Gefäßnetz.
- Interes Blatt (lamina interna) — besitzt eine glatte, glänzende, mit Endothel ausgekleidete Oberfläche und ist der Arachnoidea zugewandt.
An den Auseinanderweichungen dieser Blätter bilden sich die venösen Sinus (sinus durae matris) — starre, klappenlose Gefäßkollektoren, die den venösen Abfluss aus dem Gewebe des Gehirns, der Augenhöhle und den Schädelknochen gewährleisten.
Darüber hinaus sendet die Dura mater feste Fortsätze in das Innere der Schädelhöhle, die verschiedene Hirnabschnitte voneinander trennen. Dazu gehören:
- Falx cerebri (falx cerebri)
- Falx cerebelli (falx cerebelli)
- Tentorium cerebelli (tentorium cerebelli)
- Diaphragma sellae (diaphragma sellae)
Die Innervation der kranialen Durastrukturen erfolgt durch meningeale Äste des N. trigeminus, Fasern des N. vagus sowie das sympathische Nervensystem. Die Blutversorgung erfolgt über Äste der Karotiden (insbesondere die a. meningea media).
Die Dura mater des Rückenmarks (dura mater spinalis) ist anders aufgebaut: Sie stellt einen länglichen zylindrischen Sack dar, der frei im Wirbelkanal hängt. Sie verwächst nicht mit dem Periost, wodurch ein Epiduralraum frei bleibt. Nach unten setzt sich die Membran als filum terminale externum fort.
Arachnoidea (arachnoidea)
Die Spinnwebenhaut (arachnoidea) ist eine dünne, gefäßlose, transparente Schicht, die mit Endothel bedeckt ist. Ihre wesentliche topografische Besonderheit besteht darin, dass sie die Reliefstrukturen des Gehirns nicht nachzeichnet, sondern sich über dessen Furchen hinwegspannt und zwischen Dura mater und Pia mater liegt.
Die Hirnhaut ist fest mit den umliegenden Strukturen verbunden:
- Mit der Pia mater ist sie über ein Netzwerk feiner Fäden – die arachnoidalen Trabekel – verbunden.
- Mit der Dura mater steht sie an den Austrittsstellen der Spinalnervenwurzeln in Kontakt und bildet in der Schädelhöhle die Granulationes arachnoideales (granulationes arachnoideales). Durch diese Ausstülpungen wird Liquor in die venösen Sinus resorbiert.
Pia mater (pia mater)
Die innerste, zarte Hirnhaut (pia mater) liegt direkt und eng dem Rückenmarks- und Hirngewebe an. Es handelt sich um eine dünne Schicht mit einem dichten Gefäßnetz.
Im Gegensatz zur Arachnoidea folgt die pia mater exakt allen Unebenheiten des Reliefs und zieht tief in jede Furche hinein. Ihre Gefäße dringen tief in das Hirnparenchym ein, wodurch die Membran eine entscheidende trophische Funktion – die Ernährung des Nervengewebes – erfüllt.
Meningenräume
Die Räume zwischen den Hirnhäuten weisen je nach Abschnitt des zentralen Nervensystems anatomische Unterschiede auf:
- Epiduralraum (cavitas epiduralis) — existiert real nur um das Rückenmark herum. Er befindet sich zwischen dem Wirbelperiost und der Dura mater. Er ist mit Fettgewebe, losen Bindegewebsstrukturen und Venenplexi ausgefüllt.
- Subduralraum (spatium subdurale) — liegt zwischen der Dura mater und der Arachnoidea. Es handelt sich um einen spaltförmigen, sogenannten „potenziellen“ Raum.
- Subarachnoidalraum (cavitas subarachnoidea) — ist ein realer Raum zwischen der Arachnoidea und der Pia mater, der für Gehirn und Rückenmark durchgehend ist. Er ist mit Zerebrospinalflüssigkeit (liquor cerebrospinalis) gefüllt. In bestimmten Hirnarealen erweitert er sich und bildet die Subarachnoidalzisternen (cisternae subarachnoideae).
Kurz gefasst: Antworten auf Fragen zum Thema
Welche Nerven innervieren die Dura mater des Gehirns?
Die Dura mater des Gehirns wird von Ästen des N. trigeminus, N. vagus, N. hypoglossus und der oberen Halsnerven (Spinalnerven) sowie von sympathischen Fasern innerviert.
- Nervus trigeminus (n. trigeminus) — innerviert den supratentoriellen Anteil über meningeale Äste des N. ophthalmicus, N. maxillaris und N. mandibularis.
- Nervus vagus (n. vagus) — entlässt meningeale Äste zum infratentoriellen Anteil in der hinteren Schädelgrube.
- Nervus hypoglossus (n. hypoglossus) — gibt ebenfalls meningeale Äste im Bereich der hinteren Schädelgrube ab.
- Spinalnerven — Äste aus den oberen Zervikalsegmenten innervieren die Dura mater unterhalb des Tentorium cerebelli.
Welche Subarachnoidalzisternen des Gehirns gibt es?
Die Subarachnoidalzisternen stellen Erweiterungen des Subarachnoidalraums des Gehirns dar. Man unterscheidet folgende Hauptzisternen:
- Cisterna cerebellomedullaris (cisterna cerebellomedullaris) — liegt zwischen dem Kleinhirn und der Medulla oblongata.
- Cisterna chiasmatis (cisterna chiasmatis) — befindet sich rostral (vor) dem Chiasma opticum.
- Cisterna interpeduncularis (cisterna interpeduncularis) — liegt zwischen den Großhirnschenkeln (Pedunculi cerebri).
- Cisterna fossae lateralis cerebri (cisterna fossae lateralis cerebri) — liegt in der gleichnamigen Fossa.
Des Weiteren existieren die Cisterna interhemispherica, Cisterna cerebri magna (bzw. transversa), Cisterna tecti (bzw. ambiens), Cisterna pontocerebellaris und die Cisterna vermiana.
Welche Arterien versorgen die Dura mater mit Blut?
Die Blutversorgung der Dura mater wird durch Äste der A. carotis externa, A. carotis interna sowie der A. vertebralis gewährleistet.
- Arteria meningea media (a. meningea media) — ein großer Ast der Arteria maxillaris.
- Arteria meningea anterior — ein Ast der Arteria ethmoidalis anterior aus dem Stromgebiet der A. carotis interna.
- Arteria meningea posterior — versorgt die Dura mater in der hinteren Schädelgrube.
- Meningeale Äste (rr. meningei) — entspringen der Arteria vertebralis und dem kavernösen Abschnitt der Arteria carotis interna.
- Arteria pharyngea ascendens (a. pharyngea ascendens) — trägt ebenfalls zur Blutversorgung bei.
Welche venösen Sinus der Dura mater existieren?
In den Duplikaturen der Dura mater bilden sich folgende venöse Sinus:
- Sinus sagittalis superior und inferior (sinus sagittalis superior et inferior)
- Sinus rectus (sinus rectus)
- Sinus transversus (sinus transversus)
- Sinus sigmoideus (sinus sigmoideus)
- Sinus occipitalis (sinus occipitalis)
- Sinus cavernosus (sinus cavernosus)
- Sinus sphenoparietalis (sinus sphenoparietalis)
- Superior and inferior petrosal sinuses (sinus petrosus superior et inferior)
The confluence of several sinuses is the confluens sinuum.
Which structures form the internal and external terminal filum of the spinal cord?
The terminal filum is formed by the fusion of the spinal meninges below the level of its termination.
- Internal terminal filum (filum terminale internum) — formed by the fusion of the pia mater, arachnoid mater, and dura mater; it contains no nervous tissue.
- External terminal filum (filum terminale externum) — is the caudal continuation and derivative exclusively of the spinal dura mater (dura mater spinalis).
The English acronym DAP helps remember the layers from outside to inside: Dura mater, Arachnoidea, Pia mater.
Fragen aus Vorlesungen und Prüfungen
In the brain, the outer layer of the dura mater fuses with the cranial bones (serving as the periosteum), whereas in the spinal cord, the membrane hangs loosely in the canal, separated from the vertebrae by the epidural space.
In the brain, the outer layer of the dura mater fuses tightly with the cranial bones, acting as their internal periosteum. In the vertebral canal, the dura mater does not fuse with the bones, forming a loose sac and leaving space for the epidural space.
Where is cerebrospinal fluid located and where does it drain?
CSF circulates in the subarachnoid space (between the arachnoid and pia mater). Its resorption occurs via arachnoid granulations into the venous sinuses of the dura mater.
Which meningeal layer contains the most blood vessels?
The pia mater (pia mater) is the most vascular. It extends into all sulci and accompanies vessels deep into the brain tissue, performing a trophic function.
Was es zum Thema noch zu wiederholen gibt
- Topography and structure of the dural venous sinuses
- Dural reflections (falx cerebri, tentorium cerebelli)
- Anatomy and location of subarachnoid cisterns
- Arachnoid granulations and the mechanism of CSF resorption
- Contents of the spinal epidural space
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