Epitheliale Tumoren: Klassifikation, Morphologie und Krebsarten

Übersicht epithelialer Tumoren ohne spezifische Lokalisierung: Papillom und Adenom, Carcinoma in situ, Plattenepithelkarzinom, Adenokarzinom und seine Varianten, kleinzelliges, fibröses und medulläres Karzinom.

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Der Tumor und seine Eigenschaften

Neoplasie ist eine unkontrollierte monoklonale Zellproliferation, die gutartig oder bösartig sein kann. Ein Tumor ist definiert als eine pathologische, übermäßige Gewebemasse mit unkoordiniertem, unreguliertem und autonomem Wachstum, das auch nach Wegfall des auslösenden Faktors anhält. Dieses Wachstum beruht auf einer Schädigung des Genoms einer Vorläuferzelle: Alle Nachkommen stammen von einer einzigen Zelle mit veränderter DNA ab.

Schlüsselmerkmale des Tumorprozesses:

Ein Tumor besteht aus Parenchym (die eigentlichen Tumorzellen, die das Verhalten der Neoplasie bestimmen) und Stroma (Bindegewebe, Gefäße, Infiltrat, die das Gerüst bilden).

Ätiologie und Karzinogenese

Die Entstehung von Tumoren ist mit der Einwirkung kazerogener Faktoren verbunden:

Karzinogenese — ein mehrstufiger Prozess, der die Initiationsphase (DNA-Mutation) und die Promotion (Wirkung von Promotoren) umfasst. Es gibt die virusgenetische, die physikochemische (nach Virchow) und die dysontogenetische (nach Cohnheim) Theorie des Ursprungs bösartiger Tumoren.

Gutartige epitheliale Tumoren

Epitheliale Tumoren ohne spezifische Lokalisierung entwickeln sich aus Platten- oder Drüsenepithel (Epidermis, Mundschleimhaut, Ösophagus, Endometrium, Harnwege). Gutartige Formen behalten eine normale Zellstruktur bei, zeigen keine Invasion, weisen nur eine Gewebsatypie auf, können sich jedoch unter bestimmten Bedingungen maligne entarten.

Papillom (lat. papilla — Warze) entwickelt sich aus Platten- oder Urothel. Es hat eine kugelförmige Form, eine feste oder weiche Konsistenz, eine Oberfläche mit papillären Ausläufern, die an Blumenkohl erinnern. Die Größe variiert von einem Hirseorn bis zu einer großen Erbse. Polarität, Komplexität und Basalmembran der Zellen bleiben erhalten. Häufig mit HPV assoziiert (insbesondere Typ 6 und 11).

Adenom — ein gutartiger Tumor aus Drüsenepithel. Entsteht in Organen mit epithelialem Parenchym (Leber, Nieren, endokrine Drüsen) und in Hohlorganen mit Schleimdrüsen. Es stellt einen abgegrenzten Knoten von weicher Konsistenz dar, auf dem Schnitt weiß-pörklich, manchmal mit Zysten. Ein Schleimhautadenom, das über die Oberfläche hinausragt, wird als adenomatöser Polyp bezeichnet. Man unterscheidet azinäre, tubuläre, trabekuläre und papilläre Formen.

Carcinoma in situ und Plattenepithelkarzinom

Krebs — eine bösartige Neoplasie (BN) des Epithels; auf epitheliale Tumoren entfallen 80–90% aller BNs. Charakteristische Merkmale sind zelluläre Atypie, pathologische Mitosen, invasives Wachstum.

Carcinoma in situ — intraepithelialer, nicht-invasiver Krebs mit ausgeprägter Atypie und pathologischen Mitosen. Das Wachstum ist auf die Epitzelschicht beschränkt, die Basalmembran ist nicht zerstört. Dies ist ein Frühstadium des Krebses, bei dem die Behandlung am effektivsten ist.

Plattenepithelkarzinom entwickelt sich an Haut und Schleimhäuten mit Platten- oder Übergangsepithel (Mundhöhle, Ösophagus, Zervix, Vagina) sowie an Schleimhäuten mit Zylinderepithel nach Metaplasie. Atypische Zellen wachsen in das Gewebe ein und bilden nestartige Ansammlungen. Bei Verhornung entstehen Krebsperlen. Häufig mit UV-Strahlung und Tabakkarzinogenen assoziiert.

Adenokarzinom und seine Varianten

Adenokarzinom (Drüsenkrebs) entsteht aus dem Zylinderepithel von Schleimhäuten und Drüsen. Die Struktur erinnert an ein Adenom, jedoch kommt eine zelluläre Atypie hinzu: unterschiedliche Zellformen, hyperchrome Kerne, Verlust der Basalmembran, invasives Wachstum. Man unterscheidet azinäre, tubuläre und papilläre Formen.

Mäßig und schlecht differenzierte Krebsformen

Je geringer die Zelldifferenzierung, desto höher die Malignität und desto schwieriger die Behandlung.

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