Indikationen und Durchführung
Die Beurteilung der äußeren Atmungsfunktion ist ein zentrales Instrument in der pädiatrischen Pneumologie. Der Basis-Diagnostikkomplex umfasst die Spirometrie bei Patienten über 5 Jahren.
Die Hauptindikationen für eine regelmäßige Durchführung der Untersuchung sind:
- Verdacht auf Mukoviszidose.
- Bestätigte Diagnose einer Mukoviszidose (im Rahmen der vierteljährlichen Dispensaire-Überwachung).
- Notwendigkeit der Klärung von Art und Schweregrad einer bronchialen Obstruktion.
Interpretation der Ergebnisse und Schlüsselparameter
Die Methode zielt auf die Beurteilung nicht stimulierter Atemvolumina und -flüsse ab. Die aussagekräftigsten Parameter bei der Analyse sind das forced expiratory volume in 1 second (FEV1) und der peak expiratory flow (PEF).
Für ein typisches obstruktives Muster charakteristisch sind:
- Verringerung des FEV1-Wertes.
- Verringerung des FEV1/FVC-Verhältnisses (Tiffeneau-Index).
- Abfall der Peak-Flow-Rate bei normaler oder verminderter FVC.
Zusätzliche Tests und Monitoring
In einigen Fällen wird die Standardspirometrie durch funktionelle Tests ergänzt:
- Broncholyse-Test: Inhalation eines Medikaments mit Beurteilung des FEV1-Anstiegs nach 15–20 Minuten (ein Anstieg von mehr als 12 % gilt als positiv).
- Peak-Flow-Metrie: Methode des häuslichen Eigenmonitorings durch Messung des PEF mindestens zweimal täglich über 2–3 Wochen zur Kontrolle der täglichen Variabilität.
Fünf und drei: Die Spirometrie wird bei Kindern ab 5 Jahren durchgeführt und bei Mukoviszidose alle 3 Monate wiederholt.
Fragen aus Vorlesungen und Prüfungen
Ab welchem Alter wird bei Kindern eine Spirometrie durchgeführt?
Die Untersuchung der äußeren Atmungsfunktion ist Bestandteil des Basis-Diagnostikkomplexes bei Kindern über 5 Jahren.
Wie oft muss bei Patienten mit Mukoviszidose eine Spirometrie durchgeführt werden?
Bei Verdacht auf und bestätigter Diagnose einer Mukoviszidose wird die Spirometrie regelmäßig, im Durchschnitt alle 3 Monate, durchgeführt.
Welche Spiriometrie-Parameter sind am aussagekräftigsten?
Als Schlüsselparameter gelten das forced expiratory volume in 1 second (FEV1) und der peak expiratory flow (PEF).
Was es zum Thema noch zu wiederholen gibt
- Bodypletysmographie bei der Verlaufskontrolle der Lungenfunktion
- Beurteilung der bronchialen Hyperreaktivität mittels Provokationstests
- Spezifische Veränderungen in der Sputumanalyse bei Asthma bronchiale
- Differentialdiagnostik des Syndroms der bronchialen Obstruktion bei Kleinkindern
- Dispensaire-Betreuung und jährliche erweiterte Kontrolle bei Mukoviszidose
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