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Pathophysiologie · Weitere Themen

Entgiftungstherapie

Entgiftungstherapie ist ein wesentlicher Bestandteil der pathogenetischen Behandlung von Zuständen, die mit einem ausgeprägten Intoxikationssyndrom einhergehen. Sie wird zur Homöostasestabilisierung bei schweren Infektionen, Sepsis und Leberschädigungen eingesetzt.

TherapietypPathogenetisch
IndikationenInfektionen, Sepsis, Leberinsuffizienz
MethodenIntravenöse Infusionen, Volumenersatz
ZielToxinelimination, Homöostasestabilisierung
2 Min. LesezeitFür MedizinstudierendeAktualisiert am 10.10.2026
Material vorbereitet von Redaktion von WhiteCoat Pro gemäß den Lehrmaterialien der PlattformWartet auf Dozentenprüfung

Anwendung bei Zeckeninfektionen

Entgiftungsmaßnahmen sind Bestandteil der obligatorischen pathogenetischen Therapie von Zeckeninfektionen.

  • Bei Lyme-Borreliose (generalisierte Form, neurologische oder gemischte Varianten) erfolgt die Therapie begleitend zur Antibiotikatherapie mit Ceftriaxon oder Doxycyclin.
  • Bei der sibirischen Zeckenrickettsiose ist eine Entgiftung zur Beherrschung des ausgeprägten Intoxikationssyndroms erforderlich, das den akuten Krankheitsbeginn und das hepatolienale Syndrom begleitet. Die Behandlung wird durch Tetracyclin-Antibiotika und symptomatische Mittel ergänzt.

Rolle bei akuten Virushepatitiden

Bei einem komplizierten Verlauf von Virushepatitiden (z. B. akute Hepatitis B) ist die Entgiftung ein Kernbereich der Intensivtherapie. Sie ist bei der Entwicklung schwerer Zustände indiziert:

  • Akutes Leberversagen.
  • Akute hepatische Enzephalopathie.
  • Schwerer oder fulminanter Krankheitsverlauf.

Der Maßnahmenkomplex wird mit hämostatischer Therapie, Cholestase-Behandlung und spezifischer Enzephalopathie-Therapie auf der Intensivstation kombiniert.

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Entgiftung bei Sepsis

In der Behandlungsstrategie von Sepsis und Septikopyämie zielt die Entgiftungstherapie auf die Stabilisierung der Vitalfunktionen des Körpers ab.

Hauptaufgaben der syndrombezogenen Therapie:

  1. Beseitigung der Intoxikation.
  2. Volumenersatz (Zirkulierendes Blutvolumen, ZBV) durch intravenöse Infusionen, u. a. unter Verwendung von Glucoselösungen.
  3. Korrektur von Störungen des Säure-Basen-Haushalts (SBH).

Diese Maßnahmen werden parallel zur Erregerelimination durch hochdosierte intravenöse Antibiotika und chirurgische Sanierung von Eiterherden durchgeführt.

Fragen aus Vorlesungen und Prüfungen

Zu welcher Therapieform gehört die Entgiftung?

Sie ist Teil der pathogenetischen und syndrombezogenen Therapie.

Bei welchen Sepsisformen ist eine intensive Entgiftung am wichtigsten?

Bei fulminanter Sepsis (hyperergisch), die mit septischem Schock, Blutdruckabfall und hoher Letalität einhergeht.

Ersetzt die Entgiftungstherapie Antibiotika?

Nein, sie wird ausschließlich in Kombination mit einer Ätiotropen (antibakteriellen oder antiviralen) Therapie eingesetzt.

Etwas unklar? Fragen Sie den KI-AssistentenDer KI-Tutor hat das Material zum Thema „Entgiftungstherapie“ gelesen und erklärt es in einfachen Worten.

Was es zum Thema noch zu wiederholen gibt

  • Ätiotrope Therapie von Zeckeninfektionen
  • Komplikationen der akuten Virushepatitis B
  • Diagnostik und Klassifikation der Sepsis
  • Differentialdiagnostik von Zeckenfiebern

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Das Material wurde von Dozenten von WhiteCoat Pro nach dem Lehrplan medizinischer Hochschulen erstellt. Es hat Bildungscharakter.