Komplexer diagnostischer Ansatz
Bei der Diagnosestellung ist die Bildgebung mittels Abdomen-MRT oder MRT des kleinen Beckens Teil eines umfassenden Untersuchungsalgorithmus. Für ein vollständiges Bild des Patientenzustands werden die bildgebenden Verfahren durch Labor- und instrumentelle Tests ergänzt.
Das Basiskomplex der Primärdiagnostik umfasst:
- Blutuntersuchungen: obligatorische Untersuchung des Spiegels des spezifischen Tumormarkers CA125 (Antigen adenogener Karzinome).
- Brustkorb: Zur Beurteilung dieses Bereichs werden die Thorax-CT, die PET-CT oder eine zielgenaue Röntgendiagnostik eingesetzt.
- Brüste: Die Untersuchung wird bei allen Patientinnen ausnahmslos durchgeführt.
- Gastrointestinaltrakt: Es wird eine endoskopische Untersuchung durchgeführt, die obligatorisch eine Kombination aus Ösophagogastroduodenoskopie und Koloskopie umfasst.
- Zytologie: Abstriche aus dem Zervikalkanal und vom Gebärmutterhals werden untersucht. Ist in der Pleurahöhle oder Bauchhöhle freie Flüssigkeit vorhanden, die durch Aspiration, Punktion oder intraoperativ gewonnen wurde, wird diese ebenfalls zur zytologischen Untersuchung eingesandt.
Besonderheiten der Abdomen- und Becken-MRT
Bei der Wahl des bildgebenden Verfahrens werden die anatomische Region und die Notwendigkeit einer Weichgewebsdifferenzierung berücksichtigt. Zur Beurteilung von Lymphknoten und Beckenorganen werden traditionell CT oder MRT des kleinen Beckens sowie Ultraschall oder CT des Abdomens und des Retroperitonealraums eingesetzt.
Die diagnostische Wertigkeit der Tomographie variiert jedoch je nach Untersuchungsgebiet:
- Organe des kleinen Beckens. Die Magnetresonanztomographie ist hier im Vergleich zur Computertomographie die bevorzugte Methode. Dabei ist die Untersuchung mit intravenöser Kontrastmittelgabe erwiesenermaßen wesentlich aussagekräftiger als die Nativuntersuchung.
- Bauchhöhle. Im Bereich des Abdomens, der Nieren und des Retroperitonealraums fungiert die MRT oft als ergänzendes Instrument. Es ist sinnvoll, sie als Ergänzung einzusetzen, wenn die Ergebnisse einer zuvor durchgeführten CT uneindeutig waren.
Diagnostik während der Schwangerschaft
In Situationen, in denen ein maligner Prozess während der Schwangerschaft diagnostiziert oder vermutet wird, wird das bildgebende Protokoll angepasst, um die Sicherheit des Fötus zu gewährleisten. Das Hauptziel einer solchen Untersuchung ist die korrekte Einschätzung der Ausbreitung der Erkrankung und die präzise Planung der weiteren Therapiestrategie.
Besonderheiten bei der Betreuung schwangerer Patientinnen:
- Erstes Trimester: Die bevorzugte und sicherste Methode im Frühstadium ist ein komplexer Ultraschall der Bauchhöhle und des kleinen Beckens.
- Einsatz der MRT: Die Tomographie der Bauchhöhle und des kleinen Beckens ist zulässig, jedoch mit einer strengen Einschränkung. Die Magnetresonanztomographie jeglicher Lokalisation bei schwangeren Frauen wird ohne Verabreichung paramagnetischer Kontrastmittel durchgeführt.
Was es zum Thema noch zu wiederholen gibt
- Kriterien zur Beurteilung der Becken- und retroperitonealen Lymphknoten
- Vergleich der Aussagekraft von Ultraschall und MRT im ersten Schwangerschaftstrimester
- Regeln für die Entnahme und zytologische Untersuchung von Bauchhöhlenflüssigkeit
- Die Rolle endoskopischer Magen-Darm-Untersuchungen bei der primären Tumorsuche
- Einsatz der PET-CT zur Visualisierung von Thoraxstrukturen
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Das Material wurde von Dozenten von WhiteCoat Pro nach dem Lehrplan medizinischer Hochschulen erstellt. Es hat Bildungscharakter.