Anmelden
Lateinische Sprache · Alphabet. Phonetik. Aussprache von Vokalen und Konsonanten

Das lateinische Alphabet

Lateinische Schrift

Das in der modernen medizinischen Praxis verwendete lateinische Alphabet besteht aus 25 Buchstaben. Die Hauptregel für seine Beherrschung besteht darin, die Begriffe „Buchstabe“ (grafisches Symbol) und „Laut“ (wie wir ihn aussprechen) strikt zu trennen sowie das phonetische Prinzip zu beachten: Wörter werden so gelesen, wie sie geschrieben werden.

ZusammensetzungGenau 25 Buchstaben, der Buchstabe W ist im Hauptbestand nicht enthalten
OrthographiePhonetisch: Die lateinische Schreibweise gibt die tatsächliche Aussprache vollständig wieder
BesonderheitenDie Buchstabennamen können stark von englischen oder französischen Entsprechungen abweichen
PharmaziePflanzen- und Arzneimittelnamen werden immer großgeschrieben
5 Min. LesezeitFür MedizinstudierendeAktualisiert am 24.09.2026
Material vorbereitet von Redaktion von WhiteCoat Pro gemäß den Lehrmaterialien der PlattformGeprüft von Facharzt/Redakteur: Aulov A. A., Arzt für Innere Medizin · 24.09.2026

Zusammensetzung des lateinischen Alphabets

In modernen medizinischen Wörterbüchern und Lehrbüchern wird die traditionelle, für die Praxis im deutschsprachigen Raum adaptierte Lesart des Lateinischen verwendet. Das Alphabet umfasst 25 Buchstaben.

DuktusNameAussprache (entspricht ungefähr)
A aaa
B bbeb
C czek oder z
D dded
E eee
F feff
G ggeg (immer hart)
H hhadeutsches „h“
I iii
J jjotj
K kkak
L lell (immer weich)
M memm
N nenn
O ooo
P ppep
Q qkuk
R rerr
S sess oder z
T ttet
U uuu
V vwev
X xixks (Doppelkonsonant)
Y yypsiloni
Z zzetaz

Orientieren Sie sich beim Erlernen der Schriftbilder ausschließlich an Druckschriften. Handschriftliche und kalligrafische Schriften können irreführend sein (indem sie beispielsweise I und J optisch vermischen).

Besonderheiten der Aussprache und Buchstabennamen

Die lateinische Phonetik stützt sich auf das Prinzip „wie es geschrieben wird, so wird es gelesen“. Vokale werden nahezu identisch mit ihren deutschen Entsprechungen ausgesprochen. Es gibt jedoch wichtige Nuancen, die das Lateinische von modernen europäischen Sprachen unterscheiden:

  • Bezeichnung spezifischer Buchstaben. In der medizinischen Fachsprache gelten strenge Namen für eine Reihe von Symbolen: Der Buchstabe H h heißt „ha“, Y y heißt „ypsilon“ (und nicht „üpsilon“) und Z z heißt „zeta“ (und nicht „zêt“).
  • Klangliche Unterschiede. Derselbe Buchstabe kann im Lateinischen und beispielsweise im Englischen völlig unterschiedliche Laute erzeugen. So wird das lateinische G g immer als [g] ausgesprochen und J j gibt immer den Laut [j] wieder.
  • Doppelkonsonanten. Der Buchstabe X x (Iks) gilt grammatikalisch und phonetisch als Doppelkonsonant, da er zwei Laute gleichzeitig wiedergibt — [ks].
  • Latinisierung. Wenn ein Terminus aus einer anderen Sprache stammt (Griechisch, Arabisch oder Französisch), wird er obligatorisch latiniert. Das bedeutet, dass das Wort grafisch und phonetisch an die strengen Regeln der lateinischen Grammatik angepasst wird.
Überprüfen Sie Ihr Wissen zum ThemaAufgaben aus dem Kurs „Lateinische Sprache“ – sofortige Antwort und Analyse.

Verwendung von Großbuchstaben

Die Regeln der Großschreibung im Lateinischen haben eine klare Struktur. Großgeschrieben werden müssen:

  1. Alle Eigennamen.
  2. Geografische Namen.
  3. Namen von Völkern.
  4. Monatsnamen.
  5. Adjektive, die von allen oben genannten Kategorien abgeleitet sind.

Wichtige Regel für die pharmazeutische Terminologie: In Rezepten und Arzneibuchmonographien werden traditionsgemäß alle Namen von Heilpflanzen und Bezeichnungen von Arzneistoffen großgeschrieben.

Kurz gefasst: Antworten auf Fragen zum Thema

In welchen Fällen wird der lateinische Buchstabe C wie der Laut [ts] und in welchen wie [k] ausgesprochen?

Der Buchstabe C hat je nach dem folgenden Buchstaben oder seiner Position im Wort zwei Aussprachen.

BedingungAusspracheBeispiel
Vor den Vokalen e, i, y und den Digraphen ae, oe[ts]Cicero
Vor den Vokalen a, o, u, Konsonanten und am Wortende[k]causa, caput costae

In welchen Positionen wird der lateinische Buchstabe S stimmhaft und als [s] (stimmlos) bzw. [z] (stimmhaft) ausgesprochen?

Der lateinische Buchstabe S wird in zwei Hauptpositionen stimmhaft und als Laut [z] ausgesprochen.

  • Zwischen Vokalen (incisúra, vesíca, rosa, causa, risus) — in intervokalischer Position.
  • Zwischen Vokalen und den Konsonanten m, n (chiásma, platýsma) — diese Regel gilt ausschließlich in Wörtern griechischen Ursprungs.

In allen übrigen Fällen (am Anfang und Ende des Wortes, neben anderen Konsonanten sowie bei der Verdopplung ss) behält der Buchstabe S die stimmlose Aussprache [s].

Wie werden die Diphthonge ae, oe, au, eu im medizinischen Latein ausgesprochen?

Im medizinischen Latein sind die Ausspracheregeln nur für die Digraphen ae und oe direkt beschrieben, die als ein Laut ausgesprochen werden.

  • Digraph ae (vértebrae) — wird als Laut [ä] ausgesprochen.
  • Digraph oe (fóetor) — wird als Laut [ä] ausgesprochen (nahe dem deutschen ö oder französischen oe).

Wenn die Vokale in ae und oe zu verschiedenen Silben gehören, werden sie getrennt ausgesprochen, was durch ein spezielles Zeichen über dem Buchstaben gekennzeichnet wird (aër, díploë). Für die Diphthonge au und eu sind in den Quellen nur Wortbeispiele ohne Angabe einer Transkription aufgeführt (áuris, pléura, neurocránium).

Wie spricht man die lateinischen Buchstabenkombinationen ch, ph, rh, th richtig aus?

In den Lehrmaterialien ist eine direkte Ausspracheregel nur für einen dieser Digraphen angegeben, die in Wörtern griechischen Ursprungs vorkommen.

  • Digraph ph (os sphenoidále) — gibt den Laut [f] wieder.

Für die übrigen Buchstabenkombinationen sind keine expliziten Regeln beschrieben, ihre Aussprache lässt sich jedoch aus den angegebenen praktischen Transkriptionen ableiten:

  • Digraph ch (chiásma, concha) — wird als [ch] ausgesprochen (in Transkriptionen angegeben als [chiásma], [koncha]).
  • Digraph th (thyroideus) — wird als [t] ausgesprochen (in der Transkription angegeben als [tiroideus]).

Für den Digraphen rh (rhinencéphalon) fehlen Ausspracheregeln und Transkriptionen im Text.

Fragen aus Vorlesungen und Prüfungen

Warum hat das medizinische lateinische Alphabet 25 Buchstaben und nicht 26?

Der Buchstabe W w („We“), der das Alphabet zu einem 26-buchstabigen macht, gehört nicht zum ursprünglichen medizinischen Latein. Er kommt ausschließlich in Termini und Nachnamen vor, die aus modernen Sprachen entlehnt sind (z. B. Wolff-Syndrom – Wolff, Willebrand-Krankheit – Willebrand).

Wie benennt man die Buchstaben H, Y und Z richtig?

In der heimischen medizinischen Tradition werden diese Buchstaben als „Ha“, „Ypsilon“ bzw. „Zeta“ bezeichnet. Die Varianten „Asch“, „Ypsilon“ und „Zett“ gelten im Rahmen dieser Disziplin als Fehler.

Vermischen sich die Begriffe „Buchstabe“ und „Laut“?

Nein, das sind grundsätzlich verschiedene Begriffe. Ein Buchstabe ist ein grafisches Symbol (z. B. „ts“), während ein Laut das Phonem ist, das wir beim Lesen aussprechen (in diesem Fall [k] oder [ts]).

Etwas unklar? Fragen Sie die KIDer KI-Tutor hat das Material zum Thema „Lateinisches Alphabet“ gelesen und erklärt es in einfachen Worten.

Was es zum Thema noch zu wiederholen gibt

  • Ausführliche Regeln zur Aussprache von Vokalen und Diphthongen
  • Variabilität der Aussprache der Konsonanten C und S
  • Silbenbildung und -aussprache
  • Prinzipien der Latinisierung griechischer und arabischer Termini

Arbeiten Sie das Thema komplett durch im Kurs „Latein“

Hier ist die Zusammenfassung. Im Kurs finden Sie alles, was in Vorlesung und Prüfung gefragt wird.

  • Vollständiger Leitfaden zum Thema „Lateinisches Alphabet“ und weitere 2.323 Seiten des Fachs
  • Aufgaben und Tests nach jedem Thema – wie beim Kolloquium
  • Der KI-Tutor beantwortet Ihre Fragen zum Thema jederzeit
  • 107 Videolektionen zum Fach

Weitere Themen des Bereichs „Alphabet. Phonetik. Aussprache von Vokalen und Konsonanten“

Der gesamte Bereich „Alphabet. Phonetik. Aussprache von Vokalen und Konsonanten“

Das Material wurde von Dozenten von WhiteCoat Pro nach dem Lehrplan medizinischer Hochschulen erstellt. Es hat Bildungscharakter.