Anmelden
Pharmakologie · Spezielle Pharmakologie

Nikethamid

*Nikethamidum*

Nikethamid (bekannt als Cordiamin) ist ein Analeptikum, das das Atem- und Herzkreislaufsystem stimuliert. Das Präparat aktiviert das Atemzentrum und erhöht den Gefäßtonus durch einen kombinierten Mechanismus.

AtmungErhöht Frequenz und Tiefe der Atembewegungen
MechanismusDirekte Einwirkung auf das vasomotorische Zentrum in der Medulla oblongata
AnwendungWird bei Kollaps und Schock oral und parenteral verabreicht
IndikationenAsphyxie, Hypotonie und Vergiftungen mit Hypnotika
2 Min. LesezeitFür MedizinstudierendeAktualisiert am 24.09.2026
Material vorbereitet von Redaktion von WhiteCoat Pro gemäß den Lehrmaterialien der PlattformGeprüft von Facharzt/Redakteur: Aulov A. A., Arzt für Innere Medizin · 24.09.2026

Mechanismus der pharmakologischen Wirkung

Die pharmakologischen Wirkungen von Nikethamid werden über zwei Hauptwege vermittelt:

  • Zentrale Komponente: beruht auf einer direkten aktivierenden Wirkung auf das vasomotorische Zentrum im Gehirn.
  • Periphere Komponente: besteht in der Erregung von Chemorezeptoren im Bereich des Sinus caroticus.

Infolge dieser kombinierten Wirkung erhöht das Präparat die Atemfrequenz und -tiefe deutlich. Das Herz-Kreislauf-System (HKS) selbst wird dabei vom Wirkstoff nicht direkt beeinflusst.

Indikationen für die medizinische Anwendung

Der klinische Anwendungsbereich von Nikethamid liegt in der Notfallstimulation lebenswichtiger Körperfunktionen bei kritischen Zuständen.

Hauptindikationen:

  1. Verschiedene Störungen des Systemkreislaufs.
  2. Arterielle Hypotonie.
  3. Zustände von Kollaps und Schock.
  4. Asphyxie unterschiedlicher Ätiologie.
  5. Akute Vergiftungen mit Opioidanalgetika sowie Hypnotika.
Überprüfen Sie Ihr Wissen zu diesem ThemaAufgaben aus dem Kurs „Pharmakologie“ — Antwort und Erklärung sofort verfügbar.

Applikationswege und Dosierungen

Die Wahl des Applikationsweges von Cordiamin richtet sich nach der Schwere des Patientenzustands:

  • Einnahme per os: Das Präparat wird oral in Form von Tropfen verabreicht (30–40 Tropfen pro Dosis), der Vorgang wird mehrmals täglich wiederholt.
  • Parenterale Verabreichung: Bei lebensbedrohlichen Zuständen (Asphyxie, Kollaps, Schockzustände, Intoxikation mit Drogen oder Hypnotika) wird die Lösung als Injektion verabreicht, die Dosierung beträgt 3–5 ml.

Kurz gefasst: Antworten auf Fragen zum Thema

Welche absoluten Kontraindikationen gibt es für die Verschreibung von Nikethamid?

In den vorliegenden Lehrmaterialien fehlen Angaben zu absoluten Kontraindikationen für die Verabreichung von Nikethamid. Die verfügbaren Daten betreffen lediglich Einschränkungen und Kontraindikationen für andere Analeptika wie Bemegrid, welches bei schweren Schlafmittelvergiftungen aufgrund des erhöhten Sauerstoffbedarfs der Neuronen und der Verstärkung der Hypoxie kontraindiziert ist.

Welche Nebenwirkungen sind für eine Nikethamid-Überdosierung typisch?

Die Lehrmaterialien enthalten keine konkreten Informationen zu Nebenwirkungen und Symptomen einer direkten Nikethamid-Überdosierung (Cordiamin). Für andere Stimulanzien werden jedoch spezifische toxische Manifestationen genannt: Eine Koffeinüberdosierung verursacht klonische Krämpfe, während eine Strychninüberdosierung zu tetanischen Krämpfen führt.

Wie hoch sind die maximalen Einzeltagesdosen von Cordiamin bei parenteraler Anwendung für Erwachsene?

In den bereitgestellten Lehrmaterialien sind keine numerischen Werte für die maximalen Einzel- und Tagesdosen von Cordiamin (Nikethamid) bei parenteraler Anwendung für Erwachsene angegeben. Es wird lediglich die parenterale Anwendung bei Kollaps, Asphyxie, Schock und Vergiftungen mit 3–5 ml des Präparats erwähnt.

Wie man es sich merkt

Cordiamin — Tropfen (30–40) bei Hypotonie, Milliliter (3–5 ml) — bei Schock und Kollaps.

Fragen aus Vorlesungen und Prüfungen

Was ist der Hauptmechanismus der Wirkung von Nikethamid auf das Atmungssystem?

Das Präparat stimuliert die Atmung über zentrale und periphere Mechanismen, was zu einer Erhöhung der Frequenz und Tiefe der Atembewegungen führt.

Hat Nikethamid einen direkten Einfluss auf das Herz-Kreislauf-System?

Nein, das Präparat hat keinen direkten Einfluss auf das Herz-Kreislauf-System, seine vaskuläre Wirkung ist mit der Stimulation des vasomotorischen Zentrums und der Chemorezeptoren verbunden.

In welchen Notfällen wird Nikethamid parenteral angewendet?

Das Präparat wird injizierbar bei Kollaps, Schock, Asphyxie sowie bei Vergiftungen mit Hypnotika und Opioidanalgetika eingesetzt.

Etwas unklar? Fragen Sie den KI-AssistentenDer KI-Tutor hat das Material zum Thema „Nikethamid“ durchgearbeitet und erklärt es in einfachen Worten.

Was es zum Thema noch zu wiederholen gibt

  • Pharmakologie von Bemegrid und Besonderheiten der Barbituratvergiftung
  • Strychnin: Mechanismus der Glycinblockade und tetanische Krämpfe
  • Koffein: Pharmakologische Eigenschaften und Wirkung auf die Gefäße verschiedener Organe
  • Vergleichende Analyse von Analeptika mit direkter und reflexartiger Wirkung
  • Toxikologie und Symptome einer Psychostimulanzien-Überdosierung

Arbeiten Sie das Thema komplett im Kurs «Pharmakologie» durch

Hier ist die Zusammenfassung. Im Kurs finden Sie alles, was in Vorlesung und Prüfung gefragt wird.

  • Vollständiges Lehrmodul zum Thema „Nikethamid“ und weitere 5.304 Seiten des Fachs
  • Aufgaben und Tests nach jedem Thema – wie beim Kolloquium
  • Der KI-Tutor beantwortet Ihre Fragen zum Thema jederzeit
  • 116 Videolektionen zum Fach

Weitere Themen des Bereichs „Spezielle Pharmakologie“

Der gesamte Bereich „Spezielle Pharmakologie“

Kostenlose Videolektionen: PharmakologieKurze Lektionen mit Skripten — ohne Registrierung.

Lektionen ansehen

Das Material wurde von Dozenten von WhiteCoat Pro nach dem Lehrplan medizinischer Hochschulen erstellt. Es hat Bildungscharakter.