Der Genitiv Plural (Genitivus pluralis) gehört zu den kniffligsten Kapiteln der lateinischen Grammatik für Mediziner. Er wird für das korrekte Verfassen von Rezepten (z. B. „Blätter-Dekokt“ – decoctum foliorum) und zum Verständnis mehrgliedriger anatomischer Bezeichnungen („Nervengeflecht“ – plexus nervorum) benötigt.
In diesem Abschnitt analysieren wir die Grundregeln zur Bildung des Genitivus pluralis. Besonderes Augenmerk legen wir dabei auf die dritte Deklination: Die Wahl der richtigen Endung (-um oder -ium) bereitet traditionell die meisten Schwierigkeiten. Zudem üben wir die Regeln zur Adjektivkongruenz im Plural ein und festigen das Gelernte anhand echter anatomischer Nomenklatur.
In den Seminaren wird besonders streng nach gleichsilbigen und ungleichsilbigen Substantiven der dritten Deklination sowie nach der Übersetzung komplexer Begriffe (wie retinaculum musculorum flexorum) gefragt. Nach dem Durcharbeiten der Materialien werden Sie nicht mehr über Endungen rätseln, sondern Fachbegriffe bewusst übersetzen.