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Chirurgische Zahnheilkunde

Kapitel 15. Rekonstruktive Gesicht- und Kieferchirurgie (W.N. Bogatow, S.N. Lebedew)

5 Themen mit Kurzüberblick: Definitionen, Schlüsseldaten und Fragen aus den Kursen.

Kapitel 15 widmet sich der rekonstruktiven Gesicht- und Kieferchirurgie — einem der komplexesten und kreativsten Fachgebiete unserer Disziplin. Hier analysieren wir die Grundprinzipien zur Beseitigung von Defekten und Deformitäten, um den Patienten verlorene Funktionen und Ästhetik zurückzugeben.

Das Kapitel behandelt nacheinander alle wesentlichen Rekonstruktionsmethoden. Wir studieren die lokale Hautplastik, die Regeln für die Bildung und Verlagerung von gestielten Lappen sowie mikrochirurgische Nuancen der freien Gewebetransplantation. Ein eigener Block ist der Kieferknochenplastik gewidmet — dem Fundament für die Wiederherstellung des skelettalen Gesichtsgerüsts nach schweren Traumata, Osteomyelitiden oder onkologischen Resektionen.

In den praktischen Übungen und Prüfungen wird besonderer Wert auf die Gewebebiomechanik gelegt. Sie werden garantiert zur Planung der lokalen Plastik (z. B. nach Limberg mittels versetzter Dreiklappenplastik), zu den Kriterien der Lappenviabilität und zu den Einheilungsmechanismen freier Knochenautotransplantate befragt. Studieren Sie dieses Material gründlich — es ist die absolute Grundlage für Ihre künftige selbstständige Arbeit im Operationssaal.

Themen des Kapitels

Häufige Fragen zu diesem Abschnitt

Warum dürfen funktionelle Operationen bei Kindern nicht bis zur Volljährigkeit aufgeschoben werden?

Funktionsstörungen (der Atmung, des Kausystems) bei einem Kind führen unweigerlich zu einer fehlerhaften anatomischen Entwicklung des Organs und des gesamten Gesichtsskeletts. Diese müssen so früh wie möglich behoben werden.

Worin unterscheidet sich die freie Transplantation von der Stiellapplaste?

Ein freies Transplantat wird vollständig vom Spenderbett abgetrennt und seiner Gefässverbindungen beraubt. Ein Stiellappen wird in allen Phasen der Migration stets über den Stiel vom Organismus ernährt.

Warum wird bei der Plastik mit dem Filatov-Stiel die «Pfropf»-Technik angewendet?

Das Einbringen des Stielendes mit belassenem Fettgewebe in das Empfängerbett ermöglicht einen sicheren Verschluss der Höhle. Dies verringert das Risiko von Blutansammlungen (Hämatomen) und beschleunigt das Einsprossen neuer Gefässe.

Warum wird bei onkologischen Erkrankungen eine freie Kieferknochenplastik vermieden?

Aufgrund einer vorausgegangenen Strahlentherapie und der damit einhergehenden Fibrose befindet sich das Empfängerbett in einem unzureichenden Zustand. Dies beeinträchtigt die Durchblutung des transplantierten Gewebes und führt zu Nekrosen.

Warum wird bei der Autoplastik nicht die gesamte Rippe verwendet?

Die Entnahme einer Rippe als Ganzes wird wegen der hohen Wahrscheinlichkeit einer Pleuraverletzung nicht empfohlen. Dies kann zu einer schwerwiegenden Komplikation — einem Pneumothorax — führen. Daher wird für die Plastik nur die äussere Kortikalisplatte reseziert.

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