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Histologie

Endocrine System

20 Themen mit Kurzzusammenfassung: Definitionen, Schlüssel fakten und Fragen aus den Seminaren.

Das Endokrinsystem ist der chemische Hauptdirigent unseres Körpers. In diesem Abschnitt analysieren wir den mikroskopischen Aufbau der endocrine Drüsen, ihren allgemeinen Organisationsplan sowie die Klassifikation und feinen Wirkungsmechanismen der Hormone.

Wir untersuchen sowohl die zentralen Glieder (das hypothalamisch-hypophysäre System, alle Lappen der Hypophyse und die Epiphyse) als auch die peripheren Organe: Schilddrüse und Nebenschilddrüsen, Nebennieren (mit einer detaillierten Analyse ihrer Embryogenese und des Markes). Ein eigener Block ist den Organen mit gemischter Funktion gewidmet — den endokrinen Anteilen von Pankreas, Nieren, Thymus, Gonaden, Plazenta sowie dem ausgedehnten diffusen endokrinen System.

Was wird in Seminaren am häufigsten gefragt? Dozenten lieben das Pfortadersystem der Hypophyse, die Follikelstruktur der Schilddrüse und die Zonation der Nebennierenrinde. Achten Sie unbedingt auf den unterschiedlichen Ursprung von Nebennierenrinde und Nebennierenmark — dies ist eine klassische Prüfungsfrage.

Themen des Kapitels

Häufige Fragen zu diesem Abschnitt

Wie unterscheiden sich endokrine Drüsen histologisch von exokrinen?

Endokrine Drüsen besitzen keinerlei Ausführungsgänge und Endstücke. Darüber hinaus sind sie durch ein sehr dichtes Netz von Blutkapillaren gekennzeichnet, in das das Sekret direkt abgegeben wird.

Worin liegt der Unterschied zwischen der Wirkung von FSH und LH bei Frauen?

FSH stimuliert vor allem das primäre Follikelwachstum in den Eierstöcken. LH hingegen sorgt für deren Endreifung und ist für die Bildung des Gelbkörpers an der Stelle des geplatzten Follikels verantwortlich. Die Östrogensekretion steuern sie gemeinsam.

Über welchen Weg überträgt der Hypothalamus regulatorische Signale an den Adenohypophysenbereich?

Signale (Liberine und Statine) gelangen über das Pfortadersystem durch sinusoidale Kapillaren mit fenestriertem Endothel, was eine hohe Stoffwechselgeschwindigkeit gewährleistet.

Ist das Melanozyten-stimulierende Hormon (MSH) in der Lage, die Anzahl der Pigmentzellen zu erhöhen?

Nein, dieses Hormon stimuliert ausschließlich die intrazelluläre Synthese des Pigments Melanin, führt jedoch nicht zur Proliferation (Vermehrung) der Melanozyten selbst.

Werden Hormone im Hypophysenhinterlappen synthetisiert?

Nein, eine eigene Hormonsynthese findet im Neurohypophysenbereich überhaupt nicht statt. Endokrine Zellen (Adenozyten) fehlen hier, der Lappen dient lediglich als Depot.

Warum wird die Epiphyse als „drittes Auge“ bezeichnet?

Seine Aktivität hängt direkt von der Beleuchtung ab. Bei niederen Wirbeltieren (Fischen, Amphibien) sind die Epiphysenzellen selbst Photorezeptoren, während bei Säugetieren das Signal von der Retina über einen komplexen Weg über das Sympathikussystem die Drüse erreicht.

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