Die Evolution ist nicht einfach eine chaotische Veränderung von Arten, sondern ein gesetzmäßiger Prozess mit eigenen Entwicklungsvektoren. In diesem Abschnitt analysieren wir makroevolutionäre Mechanismen, die das Überleben und das Schicksal großer systematischer Gruppen bestimmen.
Das Material konzentriert sich auf zwei Hauptthemen: Evolutionsrichtungen (Aromorphose, Idioadaptation, allgemeine Degeneration) und Kriterien des biologischen Fortschritts. Sie erfahren, wie große Taxa entstehen und warum eine morphologische Vereinfachung (z. B. bei Helminthen) häufig ebenfalls ein Weg zum evolutiven und ökologischen Erfolg ist.
In Kolloquien und Prüfungen am Lehrstuhl fordern Dozenten am häufigsten Beispiele für jeden Evolutionsweg anhand parasitischer Formen oder verlangen die Nachverfolgung von Aromorphosen in der Anatomie der Chordatiere. Die Fähigkeit, Idioadaptation von Aromorphose anhand konkreter zoologischer Fälle zu unterscheiden, ist das absolute Minimum für das erfolgreiche Bestehen der medizinischen Biologie.