Chemie-Abituraufgabe 33: Berechnung der Formel organischer Verbindungen anhand von Massenanteilen

Algorithmus zur Lösung von Aufgabe 33 beim Chemie-Abitur (EGE): Ableitung der empirischen Formel einer organischen Verbindung aus den Massenanteilen der Elemente und Analyse der Bedingung zur Bestimmung der Stoffklasse.

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Logik des Übergangs von Massenanteilen zur Formel

Aufgabe 33 des Chemie-Abiturs in der Variante mit Massenanteilen der Elemente wird nach derselben Logik gelöst wie eine Aufgabe mit Verbrennungsprodukten: Das Ziel ist es, die empirische Formel der organischen Verbindung zu ermitteln und anschließend mithilfe der Bedingungsdaten die Molekülformel und Struktur zu bestimmen.

Ein Schlüsseltrick besteht darin, 100% mit 100 g der Substanz gleichzusetzen. Wenn in der Bedingung beispielsweise angegeben ist, dass die Substanz 11,97% Stickstoff, 51,28% Kohlenstoff, 27,35% Sauerstoff und 9,4% Wasserstoff enthält, reicht es zu schreiben: „Sei die Masse der Substanz 100 g.“ Dann verwandeln sich die Massenanteile in Prozent automatisch in Elementmassen in Gramm: 11,97 g Stickstoff, 51,28 g Kohlenstoff und so weiter.

Algorithmus zur Berechnung der empirischen Formel

  1. Schreiben: „Sei die Masse der Substanz gleich 100 g“.
  2. Prozentwerte für jedes Element in Gramm umrechnen.
  3. Die Masse jedes Elements durch seine molare Masse teilen, um die Stoffmenge (in mol) zu erhalten.
  4. Den kleinsten der erhaltenen Werte für die Stoffmenge ermitteln und alle Werte durch diesen teilen, um das Molverhältnis der Atome zu erhalten.
  5. Das Verhältnis bei Bedarf mit einer ganzen Zahl multiplizieren, um ganzzahlige Indizes zu erhalten.
  6. Die empirische Formel aufschreiben.

Beispiel: Die Substanz enthält 72% C, 21,33% O, 6,67% H. In 100 g sind das 72 g Kohlenstoff (72/12 = 6 mol), 21,33 g Sauerstoff (21,33/16 ≈ 1,33 mol), 6,67 g Wasserstoff (6,67/1 = 6,67 mol). Die Division durch 1,33 ergibt das Verhältnis C : H : O ≈ 4,5 : 5 : 1, was nach Verdopplung zu ganzzahligen Indizes führt.

Die Zusammensetzung eines Carbonsäuresalzes kann ein Metall umfassen: Wenn in der Bedingung die Prozentsätze von Wasserstoff, Kohlenstoff, Sauerstoff und beispielsweise Calcium angegeben sind, wird Calcium ebenfalls in die Berechnung der Stoffmengen einbezogen (m/40 für Ca).

Vorteil gegenüber Aufgaben mit Verbrennungsprodukten

Die Berechnung über Massenanteile ist einfacher als über Verbrennungsprodukte: Es gibt weniger Zwischenschritte und weniger Fehlerquellen. Bei Verbrennungsprodukten treten häufig Schwierigkeiten bei der Überprüfung der Sauerstoffmasse und der Umrechnung über CO₂ und H₂O auf. Hier lassen sich die Elementmassen direkt aus der Bedingung ableiten, und das Risiko von Rechenfehlern ist minimal.

Bedingungsanalyse: Hinweise auf die Stoffklasse

Die Berechnung liefert lediglich die Bruttoformel; Struktur und Stoffklasse der Verbindung werden durch Analyse des Textteils der Aufgabe bestimmt. Typische Hinweise:

Hinweise anhand der Oxidationsprodukte mit KMnO₄

Die Oxidation mit einer angesäuerten Kaliumpermanganatlösung ist eine ergiebige Informationsquelle über die Struktur.

Kombination von Berechnungen und Bedingungsanalyse

Aufgabe 33 wirkt nur auf den ersten Blick rein mathematisch. Tatsächlich handelt es sich um eine Symbiose aus organischer Chemie und Arithmetik: Die Berechnung liefert die Bruttoformel, während der Text der Aufgabe den Kreis der möglichen Strukturen auf ein konkretes Isomer einschränkt. Es wird empfohlen, parallel an beiden Teilen zu arbeiten: Vorläufige Rückschlüsse aus der Bedingung (Stoffklasse, Vorhandensein von Mehrfachbindungen, aromatischer Ring, Metall) werden durch die numerischen Ergebnisse bestätigt, und die Berechnung hilft bei der Auswahl zwischen mehreren Strukturvarianten.

Schlüsselpunkte

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